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„Den Platz finden, wo ich hingehöre“

© Hartmut Schwarzbach / missio

Glauben teilen. Weltweit.

„Es gibt Augenblicke, wo wir merken, dass wir berufen sind, etwas zu tun oder zu sein, wozu kein anderer berufen ist,“ hat Kardinal John Henry Newman einmal gesagt. Berufung ist nichts Exklusives. Auch „Beruf“ kommt von Berufung. Für jeden Gläubigen geht es darum, seinen Platz im Leben zu finden. Manchmal ist das mit „Herzklopfen“ verbunden – woran das gleichnamige Motto zum Weltgebetstag der geistlichen Berufungen am 17. April 2016 erinnert. Ohne Menschen, die ihrem persönlichen Ruf folgen, würde die Arbeit von missio nicht funktionieren – weder hier noch in unseren Partnerländern. Beatrix Gramlich hat Ordensschwestern, Flüchtlingsbetreuer und Lehrer gefragt, was Berufung für sie bedeutet.

  • Champa Mazumdar (29) ist Schwester von den „Kleinen Mägden der Kirche“ arbeitet im Südosten von Bangladesch.
    © Hartmut Schwarzbach / missio

    ... ist Schwester von den „Kleinen Mägden der Kirche“ arbeitet im Südosten von Bangladesch.

    Meine Berufung ist ein Geschenk Gottes. Ich höre Gottes liebenden Ruf tief im Herzen.

    Meine Arbeit, besonders in den abgelegenen Bergregionen, ist hart und anspruchsvoll. Ich laufe oft stundenlang, klettere Hügel hinauf und durchquere Flüsse. Es gibt keine Möglichkeit, Essen zuzubereiten, keine Ruhe, keine Privatsphäre. Ich fühle mich wie eine von denen, denen ich diene. Mein Leben unter ihnen hilft mir, Gottes Gegenwart zu spüren.

    Mein Leben als Ordensfrau erfüllt mich, weil ich Jesus und seine Lehre zu Kindern, jungen Leuten und Erwachsenen bringe. Je mehr ich anderen Christus nahe bringe, desto mehr lerne ich ihn selber kennen und vertraue ihm. Die Menschen hier werden diskriminiert, sie sind arm, Analphabeten und sehr verletzlich. Ich bin glücklich, dass Gott mich berufen hat, mit ihnen zu leben. Auf diesem Weg versuche ich, Jesus ähnlich zu werden.

  • Kerstin-Marie Berretz (36) ist Arenberger Dominikanerin und in ihrem Orden für Berufungspastoral zuständig.
    © privat

    ... ist Arenberger Dominikanerin und in ihrem Orden für Berufungspastoral zuständig.

    Berufung heißt für mich, den Idealplan des Schöpfers von seinem Geschöpf in die Tat umzusetzen. Gott hat eine Idee von und einen Plan mit mir. Entdecke ich diese Idee und setze sie um, lebe ich meine Berufung und werde dabei noch glücklich.

    Mein Schlüsselerlebnis war eine Reise nach Rom, wo ich gemerkt habe, dass unser Glaube und unsere Geschichte mich persönlich angehen und ein Moment 2007, als mir schlagartig klar wurde, dass ich mein Leben ändern muss.

    Was ich tue, erfüllt mich, weil ich meine Talente und Fähigkeiten für das Heil der Welt einsetzen kann.

  • Joachim Gresch (61) ist Lehrer für Religion, Musik und Geschichte am Theodor-Heuss-Gymnasium in Hagen.
    © privat

    ... ist Lehrer für Religion, Musik und Geschichte am Theodor-Heuss-Gymnasium in Hagen.

    Berufung bedeutet für mich, das Befreiende der Botschaft Jesu weiterzugeben; jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen, ihr Leben sinnvoll und verantwortungsvoll in einer für sie problematischen Welt zu gestalten; Spiritualität zu einem hilfreichen Bestandteil ihres Daseins werden zu lassen.

    Mein Schlüsselerlebnis war das Zweite Vatikanische Konzil mit seinen Auswirkungen auf ein neues, lebendiges Glaubensleben. Die beglückenden Erlebnisse in kirchlicher Jugend- und Sozialarbeit in den 60er- und 70er-Jahren und das von Aufbruch geprägte Theologiestudium haben mich bestärkt, erfahrene Freude weiterzugeben.

    Was ich tue, erfüllt mich, weil es mir gelingt, Anstöße zu geben, verschüttete Lebensfragen aufzudecken und Antworten aus dem Glauben zu finden bis hin zu Taufen jugendlicher Schüler. Weil ich durch einen für alle offenen Religionsunterricht Vorurteile zwischen den Religionen abbauen und zu einem verständnisvollen Miteinander von Glaubenden beitragen kann.

  • Esther Razanabahoaka (47) unterrichtet mit Ordensfrauen in Madagaskar Kinder, deren Eltern im Steinbruch schuften.
    © Hartmut Schwarzbach / missio

    ... unterrichtet mit Ordensfrauen in Madagaskar Kinder, deren Eltern im Steinbruch schuften.

    Für mich wächst Berufung aus der Aufmerksamkeit für das eigene Gewissen – dort, wo Gott zu mir spricht. Für mich ist es unmöglich, meine Berufung von dem zu trennen, was ich persönlich erlebt habe.

    Die Schwestern vom Guten Hirten, die sich in unserem Viertel um Menschen in Not kümmern, kenne ich schon lange. Ich war selbst eine der Frauen, denen sie geholfen haben. Die Liebe, die sie mir geschenkt haben, habe ich nicht vergessen. Ich unterrichte diese armen Kinder in der Garagenschule, damit andere durch mich die Liebe Gottes erfahren. Diese Liebe habe ich umsonst empfangen und gebe sie umsonst weiter. Ich glaube, mit der Erziehung, die ich diesen Kindern vermittele, haben sie eine bessere Zukunft.

    Der Ruf, mit Menschen in Not zu arbeiten, lässt mich nicht ruhen. Wenn ich das Unglück anderer sehe, muss ich handeln.

  • Shawel Abdish (27) kümmert sich in Dohuk im Irak um Christen, die vor der Terrormiliz IS geflohen sind.
    © Hartmut Schwarzbach / missio

    ... kümmert sich in Dohuk im Irak um Christen, die vor der Terrormiliz IS geflohen sind.

    Berufung bedeutet für mich,

    eine Arbeit zu finden, die mich interessiert und für die ich Leidenschaft empfinde. Wenn man seine Arbeit liebt, macht man sie mit Leidenschaft. Wenn nicht, ist man allenfalls tüchtig.

    Mit Flüchtlingen arbeite ich jetzt seit fast zwei Jahren. Ich weiß, dass hier mein Platz ist, weil mir das, was ich tue, gelingt und ich Erfahrung damit habe.

    Als ich anfing, im sozialen Bereich zu arbeiten, merkte ich, wie mein Selbstbewusstsein wuchs. Mir wurde klar, dass ich daran mitwirke, eine menschliche Antwort auf die Not der Flüchtlinge zu geben. Mein Beitrag ist vielleicht nicht mehr als eine Nadel im Heuhaufen, aber ich bin sicher, er zählt.

  • Martha Finke (58) ist Erzieherin und engagiert sich in ihrer Aachener Pfarrei in der Betreuung von Flüchtlingen.
    © privat

    ... ist Erzieherin und engagiert sich in ihrer Aachener Pfarrei in der Betreuung von Flüchtlingen.

    Berufung heißt für mich, meine Stärken und Möglichkeiten für Mitmenschen einzubringen. Jesus sagt uns: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ Insofern ist konsequent, dass ich mich für die „Neuankömmlinge“ interessiere und mit vielen anderen gemeinsam helfe.

    Ich habe selbst erlebt, fremd zu sein. Vor 33 Jahren mussten wir mit drei kleinen Kindern in Aachen neu anfangen. Ich hatte Heimweh. Heute erlebe ich unsere Pfarre als große Familie. Darum fühle ich mich auch bei den Flüchtlingen am richtigen Platz. Es reicht mir nicht, einen Teller mit Essen zu reichen, ich tue es mit einem Lächeln, einem guten Wort, mit Interesse am Menschen. Wenn dann aus einem traurigen Gesicht ein offener Blick kommt und die Kinder fragen: „Du kommen Morgen?“, weiß ich, dass ich am richtigen Platz bin.

    Was ich tue, erfüllt mich, weil ich selbst viel zurückbekomme. Die Freude der Kinder bei verschiedenen Angeboten und die Dankbarkeit der Menschen berühren mein Herz. Die Zeit bei den Flüchtlingen ist für mich eine wertvolle Erfahrung, die mein Leben reicher macht.

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