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Uns schickt der Himmel

Startschuss: In Aachen begann die 72-Stunden-Aktion in der Citykirche.

Schule streichen, Freibad renovieren oder alte Fahrräder für Togo reparieren: 100.000 Kinder und Jugendliche wussten nicht, was sie erwarten würde. Trotzdem standen sie am 7. Mai bundesweit an 3.000 Orten bereit, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Die ehrenamtliche 72-Stunden-Aktion unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ hatte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisiert. Auch missio war mit von der Partie.

Am Anfang waren sie eher entsetzt. Denn eigentlich hatten sie sich darauf eingestellt, wie bisher bei der 72-Stunden-Aktion etwas zu entwerfen, zu bauen und einzurichten. Als die Ministranten und Mitglieder der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) von Oberboihingen, einem Ortsteil der Kleinstadt Wendlingen am Neckar, dann aber am Donnerstag ihr Aufgabenpaket öffneten, kam alles ganz anders: Bernward Hecke, missio-Diözesanreferent im Bistum Rottenburg-Stuttgart, hatte ihnen zwar einen ganzen Schwung an Informationsmaterial zusammengestellt. Aber wie sie sich nun konkret für Kinder in Afrika und Asien einsetzen sollten, die unter Aids leiden, war den Sieben- bis 20-Jährigen deshalb noch längst nicht klar. In einer ersten Lagebesprechung herrscht zunächst Ratlosigkeit. Doch der Gedanke, im Rahmen der Aktion Schutzengel Aids & Kinder selber Engel für andere zu werden, lässt den Knoten platzen und bald die Ideen sprudeln. Am Freitag verwandelt sich das Pfarrheim in eine Einsatzzentrale. Während ein Teil der Gruppe dem Herd mit Unmengen von Schutzengel-Plätzchen einheizt, bringen andere die Telefondrähte zum Glühen. Es gilt, einen Marktstand zu organisieren, Helium für die Aktions-Luftballons aufzutreiben und eine afrikanische Band für den geplanten Gottesdienst zu engagieren. Am Samstagmorgen um sieben bauen sie auf dem Marktplatz von Wendlingen einen Stand auf. Hier sammeln sie den ganzen Tag über nicht nur Handabdrücke als Zeichen der Solidarität mit Aidswaisen und HIV-infizierten Kindern, sondern im Rahmen der missio-Pharmakampagne auch Unterschriften für die bessere medizinische Versorgung der kleinen Patienten. 720 sollen es am Ende der 72-Stunden-Aktion werden.

400 Kilometer weiter nördlich in Aachen ist derweil eine andere Gruppe in derselben Mission aktiv. Am Samstag beziehen rund 20 junge Leute an zwei Plätzen in der Fußgängerzone der Kaiserstadt Position. Unablässig sprechen die Mitglieder der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) Salvatorberg und der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Heiligkreuz Passanten an und erleben, wie schwierig es mitunter sein kann, Menschen aus der Reserve zu locken. Doch ihre Beharrlichkeit wird belohnt: Am Abend haben sie hunderte Unterschriften für die Pharmakampagne und zehn Banner mit bunten Handabdrücken gesammelt, die sie als weithin sichtbares Zeichen der Solidarität am mittelalterlichen Ponttor aufhängen.

Die Oberboihinger machen sogar am Sonntag noch weiter, verwandeln sich in „Engel“ für Menschen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft und organisieren für Kinder in einem Behindertenheim ein großes Fest. Für die kleinen Aids-Patienten in den Ländern des Südens haben sie am Ende sage und schreibe 809 Unterschriften gesammelt.

Beatrix Gramlich, kontinente - Das missio-Magazin, Ausgabe 4/2009

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