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Monat der Weltmission

Solidarität mit Ägyptens Christen

Mehr als 100 Päpstliche Missionswerke sammeln im Monat der Weltmission für die 1.000 ärmsten Diözesen der Welt. Solidarität aber bedeutet mehr als Spenden. Deshalb lädt missio ein, die Christen in seinem diesjährigen Beispielland Ägypten mit einem persönlichen Gruß oder Segen und einer Gebetskette zu unterstützen. Denn Gebet ist eine Kraft, die uns über alle Grenzen hinweg als Gemeinschaft miteinander verbindet.

© Hartmut Schwarzbach / missio

Gemeinsam waren sie im Januar und Februar 2011 auf die Straße gegangen, um für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte zu demonstrieren. Vereint im Protest gegen den verhassten Diktator Husni Mubarak standen Junge und Alte, Männer und Frauen, Christen und Muslime Seite an Seite auf dem Tahir-Platz in Kairo. Die revolutionären Umbrüche hatten zu einem bis dahin unbekannten Gemeinschaftsgefühl geführt. Zwei Jahre später brachte die Tamarod-Bewegung die Massen wieder auf die Straße – diesmal forderten sie die Absetzung von Präsident Mohammed Mursi. Mit seinem Versuch, das Land zu islamisieren, hat der Mann aus der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei der Muslimbruderschaft die Nation tief gespalten: Auf der einen Seite die modernen, liberalen Ägypter, die sich einen funktionierenden Rechtsstaat und soziale Gerechtigkeit wünschen, auf der anderen Mursi-Unterstützer, die im Protest das gesamte islamistische Spektrum von Muslimbrüdern bis hin zu Salafisten hinter sich vereinen. Die Stimmung im Land ist aufgeheizt, Ägyptens Zukunftsperspektive nicht eben die beste. Die Wirtschaft liegt am Boden, die Arbeitslosigkeit wächst, staatliche Strukturen funktionieren heute schlechter als früher, die öffentliche Sicherheit – vor allem die von Frauen – ist nur noch bedingt gewährleistet. Viele Menschen fragen sich, wie es weitergehen wird – für sie persönlich und für ihr Land. Vor allem die Christen fürchten, dass der Einfluss extremistischer Kräfte wächst und sich die staatliche Gewalt weiter aus der Gesellschaft zurückzieht.

Furcht vor Extremisten

Als Minderheit mit einem Bevölkerungsanteil von zehn Prozent beobachten sie die politische Islamisierung Ägyptens mit Sorge. Trotzdem wollen sie die Zukunft ihres Landes mitgestalten und die christlichen Werte in eine bürgerliche Zivilgesellschaft einbringen. Dabei geht es ihnen weniger um sich selbst und die Rolle der Kirche, als vielmehr um die Menschen in einem Land, das für Arme und Schwache wenig übrig hat. Das diakonische Handeln von Christen in der islamisch-patriarchalisch geprägten Gesellschaft Ägyptens, ihr Einsatz für Arme, Kranke und Benachteiligte steht auch im Mittelpunkt der missio-Kampagne zum Monat der Weltmission.

Gerade in Zeiten der Verunsicherung, wie sie die Menschen in Ägypten erleben, gibt die Solidarität einer weltweiten Glaubensgemeinschaft Kraft. Deshalb hat missio zum Monat der Weltmission eine Gebetskette ins Leben gerufen, die wir in diesem Jahr erstmals mit Ihnen knüpfen möchten. Wir suchen möglichst viele Mitmacher, damit sich an jedem Tag im Monat Oktober mindestens eine Pfarrei, Ordensgemeinschaft oder Gruppe zum Gebet versammelt und so ihre Solidarität mit den Christen in Ägypten bekundet. Dabei muss nicht unbedingt eine Andacht oder Meditation vorbereitet werden – auch ein Gottesdienst oder das Rosenkranzgebet kann dem Anliegen gewidmet werden.

© missio

Ikone als Tür zu Gott

Ein sichtbares Zeichen für unsere Verbundenheit im Glauben kann es darüber hinaus sein, die Ikonen-Kerze (Foto rechts) zu entzünden. Denn Ikonen haben für das Glaubensleben der Christen in Ägypten eine große Bedeutung: Sie sind keine bloßen Andachts- oder Heiligenbilder, sondern wie Türen, die den Betrachter eintreten lassen in eine geistliche Welt und zu einer lebendigen Begegnung mit Gott einladen. Alle, die sich an der Gebetskette beteiligen möchten, können Karten zur Solidaritätsaktion in der benötigten Stückzahl bei missio bestellen. Die Doppelkarte enthält den Gebetstext, der mit derselben Ikone wie die Kerze illustriert ist und beinhaltet außerdem eine Grußkarte für die Gläubigen in Ägypten, die Sie abtrennen und als sichtbares Zeichen Ihrer Solidarität an missio schicken oder in die entsprechende Sammelbox in Ihrer Kirche werfen können. Den Gruß können Sie auch gerne online formulieren. missio möchte Sie ermutigen, an dieser besonderen Art der Solidarität mitzuwirken, die von den Christen in Ägypten sehr geschätzt wird!

Beatrix Gramlich

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