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Standpunkt: "Echte Partner sein"

von Prälat Dr. Klaus Krämer

Nein, von Verfolgung möchten die Vertreter der Kirche in Ägypten nicht sprechen, die im Oktober 2013 auf Einladung von missio in Deutschland zu Gast sein werden. Sie sprechen lieber von dem unschätzbaren Zeugnis der christlichen Liebe, von dem Halt und der Hoffnung, die die Kirche in Ägypten den Menschen in dieser schwierigen Zeit gibt. Mit Ägypten steht dieses Jahr ein Land im Mittelpunkt der Solidaritätsaktion am Weltmissionssonntag, das uns fast täglich in den Nachrichten begegnet. Vielen Katholiken in Deutschland ist das Land durch Reisen vertraut. Wir haben den hoffnungsvollen Aufbruch des ägyptischen Volkes nach dem Sturz Mubaraks verfolgt. Nun sehen wir voller Sorge, wie das Land immer mehr an Stabilität, Sicherheit und Wirtschaftsleistung verliert. „Wir leben in einer Art Anarchie, und das betrifft alle Bevölkerungsgruppen“, sagte mir vor Kurzem ein Seelsorger aus Ägypten. Ob Christen oder Muslime: Immer mehr Menschen leben von Tag zu Tag und wissen nicht, wie es weitergehen soll.

Verunsicherung, wirtschaftliche Not und soziale Spannungen sind ein guter Nährboden für Auseinandersetzungen, wie sie Ägypten jetzt erlebt. Dabei kennt das Land sowohl eine Tradition der Toleranz des ägyptischen Islams als auch eine lange Geschichte als einer der Ursprungsorte des Christentums. Heute gehören insgesamt zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung den verschiedenen christlichen Kirchen an. Sie alle betonen die Herausforderung, durch ihr pastorales und diakonisches Wirken zu überzeugen und damit einer ganzen Gesellschaft Zukunft zu schenken. Die Christen ahnen, dass sie es schwer haben werden in den kommenden Jahren, doch sie wollen sich nicht einschüchtern lassen. „Ägypten ist unsere Heimat“, sagen uns unsere koptisch-katholischen Projektpartner. „Wir stellen keine besonderen Ansprüche, aber wir wollen bleiben.“ Ihr Optimismus und ihre Freude am Glauben haben mich in diesem Jahr bei vielen Begegnungen tief berührt. Was können wir als Christen in Deutschland in dieser Situation tun? Finanzielle und logistische Unterstützung ist wichtig; ohne Hilfe von außen wird die Kirche in Ägypten die enormen Aufgaben, die besonders im Bildungs- und Gesundheitsbereich vor ihr liegen, nicht bewältigen.

Aber unsere Solidarität muss tiefer gehen. Der koptisch-katholische Patriarch Ibrahim Isaac Sedrak wünscht sich, dass die Christen in Ägypten und Deutschland einander echte Partner sind, nicht nur Geldgeber und -empfänger. Auch deshalb hat missio zum Monat der Weltmission eine Gebetskette initiiert, mit der wir ein Zeichen unserer Verbundenheit setzen möchten. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Menschen in Deutschland die Gelegenheit nutzen, bei den zahlreichen Veranstaltungen im Oktober mit den missio-Gästen ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu beten und miteinander Gottesdienst zu feiern.

Linktipps:
Monat der Weltmission 2013 mit dem Beispielland Ägypten
Länderübersicht Ägypten

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