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Pakistan

„Wir hoffen, dass sie am Ende freikommt“

Die Christin Asia Bibi sitzt wegen wegen angeblicher Gotteslästerung seit fünf Jahren in Pakistan im Gefängnis. Sie ist zum Tode verurteilt. Die 43-jährige fünffache Mutter bestreitet den Vorwurf. Ende Mai 2014 eine Berufungsverhandlung verschoben. Asia Bibis Ehemann Ashiq Masih, 48, führt seit ihrer Verhaftung ein Leben auf der Flucht, hat aber immer zu ihr gestanden.

Herr Ashiq Masih, können Sie uns berichten, was Ihrer Frau widerfahren ist?

Meine Frau war mit muslimischen Frauen dabei, Obst zu ernten. Da bat der Eigentümer der Obstplantage Asia, den Frauen aus dem Brunnen Wasser zum Trinken zu bringen. Die muslimischen Frauen gerieten darüber in Wut. Warum sollte Asia das Wasser holen? Sie gehörte doch der Kaste der Unberührbaren an!

Und was geschah dann?

Es begann eine Diskussion unter diesen Frauen. Schließlich fragten sie Asia: Euer Prophet Jesus Christus wurde also ohne Vater geboren? Sie stritten sich. Doch Asia sagte kein einziges Wort über den Propheten Mohammed. Dennoch behaupteten die Frauen das später.

Wie ging es weiter?

Der Vorfall kam beim Freitagsgebet in der Moschee zur Sprache. Danach schleppte eine aufgebrachte Menge Asia Bibi vom Feld weg zum Großgrundbesitzer. Sie schlugen sie, zerrissen ihre Kleider. Sie wollten sie töten. Sie sagten, sie solle zum Islam konvertieren, dann könne sie gehen. Sechs bis sieben Stunden bedrohten sie Asia. Doch sie weigerte sich. Dann rief jemand die Polizei, und die nahm sie mit.

Asia Bibi

Was dachten Sie, als Sie von der Anklage der Blasphemie hörten?

Wir bekamen Angst, weil in dieser Gegend bereits solche Fälle bekannt geworden waren. Sie haben ganze christliche Dörfer in Brand gesteckt. Die Menschen sind bei lebendigem Leib in ihren Häusern verbrannt. Als wir das hörten, dachten wir, wir erleiden dasselbe.

Und was taten Sie und Ihre Kinder?

Einige Tage lang blieben wir im Dorf. Doch weil unser Leben bedroht wurde, brachte ich die Kinder in eine andere Stadt. Seit dem Vorfall sind sie hinter mir her. Am Telefon haben sie mir sogar gedroht, mich umzubringen.

Welche Entscheidung wird Ihrer Meinung nach am Ende gefällt werden?

Da wir im Glauben an Jesus Christus leben, hoffen wir, dass sie am Ende freikommen wird.

Wie beurteilen Sie Ihre Zukunft in Pakistan?

Falls Asia Bibi aus dem Gefängnis entlassen wird, kann sie kein normales Leben führen. Man wird ganz sicher versuchen, sie umzubringen. Ich wünsche mir, dass meine Frau freikommt und von allen Anschuldigungen freigesprochen wird. Wir hoffen dann, in einem sicheren Land außerhalb Pakistans leben zu können.

Interview: Bettina Tiburzy

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