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Standpunkt

Glauben ist Freiheit

Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen

Drei Namen stehen auf der Gedenktafel neben dem Bischofshaus: „Gestorben beim Bomben anschlag des 11. März.“ Das Jahr fehlt, doch die Menschen hier werden es nicht vergessen. Eigentlich galt der Anschlag einer Einrichtung des pakistanischen Geheimdienstes, die Wucht der Detonation aber beschädigte auch die kirchlichen Gebäude in der Nachbarschaft schwer. Sie riss drei Menschen in den Tod, unter ihnen die dreijährige Tochter des Bischofsfahrers. Um ein Haar hätte der Vater der kleinen Meerab auch seinen Sohn verloren. Beim Spiel auf der Straße von Kriminellen entführt und an die Grenze verschleppt, konnte der Junge im letzten Moment fliehen.

Unvorstellbar? Ja, es ist unvorstellbar. Man weiß, dass das Leben in Pakistan nicht einfach ist, dass Christen benachteiligt werden und die Blasphemie-Gesetze für alle Minderheiten eine Bedrohung darstellen. Doch erst bei einem Besuch in dem muslimischen Land habe ich verstanden, was es heißt, in dieser Situation zu leben. Treffen kann es jeden, niemand ist sicher. Schwester Robina, Vizedirektorin einer katholischen Schule in Faisala bad, in der christliche und muslimische Schülerinnen hinter dicken Mauern gemeinsam lernen, erinnert an Malala, das Mädchen, das sich für die Bildung aller Kinder in Pakistan einsetzt und von den Taliban niedergeschossen wurde. Der Schulweg wird selbst in Städten wie Faisalabad für Mädchen zur Gefahr, Gottesdienste müssen von der Polizei geschützt werden. Wie ist es möglich, unter diesen Bedingungen seinen Glauben zu leben und so viel Zuversicht auszustrahlen?

Sich so kompromisslos in den Dienst der Menschen zu stellen? Unsere kirchlichen Partner sind sich bewusst, dass es sie jederzeit treffen kann. Kaum jemand weiß das besser als Sebastian Shaw, Erzbischof von Lahore. Sein Vorgänger entging dem Tod bei dem Bombenanschlag vom 11. März 2008 nur durch einen glücklichen Zufall. Als Opfer sieht Erzbischof Shaw seine Kirche dennoch nicht. Lieber freut er sich mit den Gläubigen über die Lebendigkeit der jungen pakistanischen Kirche. Eine mögliche Antwort finde ich bei Mariam Sejad, deren Familie alles verlor, als ein wütender Mob das christliche Wohnviertel niederbrannte. „Gott hilft uns, die Herausforderungen zu bestehen, denen wir gegenüberstehen“, sagt sie. „Unsere Religion ist unsere Freiheit. Wir folgen Jesus Christus und sind glücklich, Christen zu sein.“

Linktipp:
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