Sie haben Javascript deaktiviert. Möglicherweise stehen Ihnen dadurch einige Features nicht zur Verfügung. Bitte aktivieren Sie Javascript.

Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Kontakt zu missio

Unsere Servicezeiten ,
Mo.-Do. 8-17 Uhr Fr. 8-13 Uhr

Goethestr. 43 , 52064 Aachen

Tel.:
0800 / 38 38 393
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Glauben teilen. Weltweit. Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

Leben in Fülle, nicht in Wellness

Schwester Raphaela Händler, Missions-Benediktinerin von Tutzing, Ärztin und Buchautorin lebt seit 1969 in Afrika.

Der Oktober ist weltweit der Monat der Weltmission. In Deutschland ist das Motto in diesem Jahr ein Vers aus Psalm 96: „Verkündet Sein Heil von Tag zu Tag“. Aber: Was ist Sein Heil? Was ist die Botschaft? Wie soll sie verkündet werden?

Das Evangelium leben von Tag zu Tag: Das ist das Erste und der Auftrag an alle, die Jesus Christus in der Taufe angenommen haben und ihm nachfolgen wollen, von Tag zu Tag. Und so geht diese Aufforderung uns alle an, alle Christen. Wir können nicht glaubwürdig etwas verkünden, was wir nicht selber leben. Und wenn wir von etwas so erfüllt sind, dass es uns jeden Tag wichtig ist, dann wird sich das in unserem alltäglichen Leben auswirken und zeigen. Wir verkünden durch unser Leben, positiv und negativ.

Was ist dann kurz und bündig das Evangelium, das Heil? Dazu gibt es ganze Bibliotheken und viele Erklärungen. Aber ich möchte es ganz einfach sagen: Das Heil ist Jesus Christus, Gott und Mensch, auferstanden und bleibend bei uns, uns inspirierend durch seinen Geist. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat (Joh 3,16).

Was für ein Bild von Gott, wenn wir diesen Satz ernst nehmen, und welche Verheißung für uns! Ewiges Leben, Leben in Fülle (Joh 10,10) ist nicht ein Leben in Wellness, in immer neuen Aktivitäten, sondern hier und dann jenseits des Todes Frieden und Fülle im Geliebt-Werden und Lieben.

Papst Franziskus drückt das in seinem apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ auf seine Weise aus: Die erste Verkündigung ist: „Jesus Christus liebt dich, er hat sein Leben hingegeben, um dich zu retten, und jetzt ist er jeden Tag lebendig an deiner Seite, um dich zu erleuchten, zu stärken und zu befreien.“ Das ist die hauptsächliche Verkündigung, die man immer wieder auf verschiedene Weise neu hören muss. Und deshalb muss auch der Verkünder in dem Bewusstsein wachsen, dass er es nötig hat, selbst ständig evangelisiert zu werden (EG 104).

Dem Verkünden von Tag zu Tag geht deswegen voraus, das Evangelium zu leben von Tag zu Tag. Leben in der Verbundenheit mit Jesus Christus, der mein Heil ist, der mich liebt und der aktiv bei und in mir ist, der mich erleuchtet durch seinen Geist, der mir durch die Taufe und Firmung geschenkt wurde. Dazu braucht es das tägliche Bemühen, stille zu werden und auf sein Herz zu hören, zu beten, das Evangelium zu meditieren – und auch die Gemeinschaft der Glaubenden. Daraus erwächst das Leben in der Nachfolge Christi, die tätige Nächstenliebe als Antwort auf Jesu Liebe zu mir.

Jesus sendet mich, uns: „Heilt die Kranken, die dort sind und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe“ (Lk 10,9). Sind wir nicht in gewisser Weise alle krank und brauchen Heilung? Ich bitte Jesus, dass er mich heilt und durch mich andere.

Wir leben das Evangelium und verkünden es durch unser Leben, unsere Taten, unsere Worte – von Jesus gesandt. Er will, dass wir für ihn Hand und Fuß sind und sein Herz der Liebe. „Wir sind die Hände Gottes, der den Armen erhöht, der im Schmutz liegt“, so Papst Franziskus in Paraguay. Das ist unser Glaube, unsere Hoffnung und unsere Liebe – so weit entfernt von dem „normalen Alltag“, oder besser gesagt, so viel tiefer als der Alltag. Um die drei göttlichen Tugenden lohnt es sich zu beten.

Sr. Raphaela Händler OSB

© 2009-2017 missio Aachen