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Hoffnung für den Kongo

Mgr. Mugalu ist ist Bischof der Diözese Kilwa-Kasenga und Medienbeauftragter der Kongolesischen Bischofskonferenz. © R. Simon / missio

16. Februar 2012

Bischof Fulgence Muteba Mugalu blickt optimistisch auf die politische Lage in seinem Land.

In einem Interview mit missio berichtet Monsignore Fulgence Muteba Mugalu, Bischof aus der Demokratischen Republik Kongo, von der aktuellen politischen Lage im Kongo und der Rolle der Medien im politischen Prozess. Nach dem umstrittenen Ergebnis der Präsidentschaftswahl im November 2011 und einhergehenden Unruhen, scheint sich die Lage im Kongo zu beruhigen.

Im November 2011 fanden in der DR Kongo Präsidentschaftswahlen statt. Wie beschreiben Sie, Monsignore, die aktuelle politische Situation in Ihrem Land?

Nach der Wahl haben wir sehr schwierige Situationen erlebt, aber seitdem die vorläufigen Ergebnisse der Parlamentswahlen veröffentlicht sind, scheinen sich alle zu beruhigen. Es gibt viele Proteste, aber das liegt an der hohen Anzahl der Kandidaten für die Parlamentswahlen. Im Moment habe ich den Eindruck, dass sich die Angelegenheit gerade regelt. Das Schlimmste ist also vorbei. Wir werden jedoch aus den vergangenen Fehlschlägen lernen, damit die anstehenden Provinz- und Kommunalwahlen besser verlaufen.

Wie verhält sich die Kirche in dieser Situation?

Die Bischofskonferenz hatte Wahlbeobachter beauftragt. In den Pfarrgemeinden haben wir große Arbeit geleistet. Wir merken, dass es viele Fortschritte gibt, aber auch viele staatliche Vorschriften. Also hat die Bischofskonferenz gefordert, dass diese Vorschriften und die Arbeitsweise der Institutionen korrigiert werden. Unsere Bischöfe haben nicht das Recht, über die Gültigkeit der Wahlen zu urteilen. Dafür gibt es entsprechende Institutionen im Kongo. Wir akzeptieren, wie sie entschieden haben, weil wir nur Seelsorger sind. Wir sind Seelsorger für alle. Da, wo es Missstände gibt, weisen wir jedoch darauf hin. So hat die Bischofskonferenz gefordert, dass der Friede und die Gewaltlosigkeit sowie die Demokratie Einzug gewinnen und dass die begangenen Fehler korrigiert werden.

Bischof Fulgence Muteba Mugalu, Kilwa-Kasenga, DR Kongo, am 14. Februar 2012 zu Besuch bei missio.
© R. Simon / missio

Welche Rolle spielen die Medien in diesem politischen Prozess?

Die Medien spielen eine große Rolle, um über den Verlauf des Wahlprozesses zu berichten. Im Kongo gibt es einen Medienboom, was die Fernseh- und Radiosender und sogar die Presse betrifft. Oft gab es Ausschreitungen, aber mittlerweile existiert ein hervorragendes Konzept, durch das die Medien angeleitet werden sollen. Sie sind wichtig für die Entwicklung der Demokratie in unserem Land. Sie formen das Bewusstsein der Bevölkerung und sollen daher gute, unabhängige Informationen liefern.

Mgr. Mugalu, Sie sind Medienbeauftragter der Kongolesischen Bischofskonferenz. Wie nutzt die katholische Kirche die Medien und welche Medien setzt sie ein?

Wir haben ein gemeinsames Netzwerk der diözesanen Radiosender. Einige Bistümer haben außerdem einen Fernsehsender. Etwa zehn Diözesen gestalten sogar eine eigene Internetseite. All diese Mittel dienen der Bildung der Bevölkerung. Es geht natürlich vor allem um die Evangelisierung, aber auch um die Erziehung der Menschen zu einem verantwortungsbewussten Handeln als Bürger. Neben diesen diözesanen Radio- und Fernsehsendern pflegen viele Bistümer eine Partnerschaft mit den staatlichen Medienanstalten. In meiner Diözese gibt es zum Beispiel drei Fernsehsender, die zwar staatlich sind, die aber von uns geleitet werden. Durch diese Sender formen wir die Demokratie mit und vor allem im Wahlprozess hat uns dieses Sprachrohr sehr geholfen. Außerdem gibt es das traditionelle Rundfunkwesen, welches es ermöglicht, soziale Informationen und solche, die die Kirche betreffen, zu vermitteln. Auf diese Weise decken wir praktisch das gesamte Staatsgebiet ab.

Bischof Fulgence Muteba Mugalu, Kilwa-Kasenga, DR Kongo, am 14. Februar 2012 zu Besuch bei missio.
© R. Simon / missio

Wie betrachten Sie die Unterstützung von missio in Ihrer Diözese und im Kongo generell?

missios Einsatz für unsere Kirche im Kongo ist wirklich beachtlich. missio fördert vor allem die Ausbildung der pastoralen Mitarbeiter. missio ermutigt die kirchlichen Kräfte und Diözesen sehr. Dadurch ist unsere Kirche wirklich eine vereinende Kirche. Ich bin innerhalb der Bischofskonferenz Präsident der Fondation Plevœts. Diese Stiftung vergibt Stipendien an Geistliche und missio trägt mit 20 Stipendien dazu bei.

In meiner Diözese Kilwa-Kasenga konnten wir dank missio zwei Kirchengemeinden gründen. Die Kirchen werden hoch geschätzt: Kinder werden getauft, es finden Pfarrveranstaltungen statt. Nun können die Priester nah bei den Menschen seelsorgerische Arbeit leisten. Sie brauchen nur fünf bis 20 Kilometer zu ihren Gemeindemitgliedern zu fahren, um ihnen die Sakramente zu spenden. Wir sind bis heute sehr froh über die Partnerschaft mit missio.

Das Interview führte Caroline Johnen.

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