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Erneute Gewaltausbrüche im Bundesstaat Plateau

Nigeria-Referent Toni Görtz berichtet aus Jos

Toni Görtz, missio-Länderreferent Nigeria

9. März 2010

Bei Angriffen auf mehrere christliche Dörfer nahe der zentralnigerianischen Stadt Jos starben in der Nacht zum Sonntag mehr als 100 Menschen. Agenturmeldungen sprechen sogar von bis zu 500 Toten. Muslimische Hirten, die der Volksgruppe der Fulani angehören, attackierten mehrere christliche Dörfer. Toni Görtz, Nigeria-Referent bei missio, befindet sich zurzeit in dem westafrikanischen Land und traf am Tag nach dem Massaker in Jos zu einem Besuch bei Erzbischof Ignatius Kaigama ein, dem katholischen Erzbischof von Jos.

Von seinen Eindrücken und den Hintergründen der Gewalt berichtet Toni Görtz in einem Telefon-Interview, das Sie nachfolgend in mehreren Teilen als mp3-Dateien hören können:

Wie haben Sie bei Ihrem Eintreffen in Jos die Situation erlebt? » Antwort (2:09 min)

Was ist am Tag nach dem Massaker passiert? Und wie schätzt Erzbischof Kaigama die Vorkommnisse ein? » Antwort (1:25 min)

Was war der Anlass für diesen Gewaltausbruch? » Antwort (1:09 min)

Wie reagiert Erzbischof Kaigama auf die erneute Gewalt? » Antwort (1:27 min)

In Medienberichten wird das Eingreifen der Armee als viel zu spät kritisiert. Können Sie dazu etwas sagen? » Antwort (1:23 min)

Hintergrund

Im Januar starben bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen in Jos mehr als 300 Menschen. Bereits 2001 und 2008 kam es in Jos und der Region immer wieder zu schweren Unruhen zwischen Christen und Muslimen mit mehr als Tausend Toten. Hintergrund des lange anhaltenden Konfliktes ist der Kampf der Volksgruppen um die immer knapper werdenden Ressourcen sowie um Macht, Einfluss und Privilegien.

...

Zugezogene gegen Einheimische

Bestimmten Volksgruppen in der Region, die als „einheimisch“ eingestuft werden, werden laut Verfassung Privilegien zugestanden, die den so genannten „Zugezogenen“ vorenthalten bleiben. Dadurch können sie sich einen besseren Zugang zu Bildung, Ressourcen und politischen Ämtern sichern.

Bestimmte Volksgruppen – die Birom, Afiseri und Anaguta – gelten in der Region als einheimisch. Sie sind mehrheitlich Christen. Die Hausa und Fulani – die meisten sind Muslime – gelten als Zugezogene, obwohl manche hier schon seit mehreren Generationen leben. Sie fühlen sich diskriminiert. Die Konkurrenz christlicher und muslimischer Gruppen löst immer wieder blutige Gewalt aus.

Downloads:

Menschenrechte in Nigeria: Hoffnungen und Hindernisse (PDF, 0.42 MB)
Icon: PDF
Human Rigths in Nigeria: Hopes and Hindrances (PDF, 0.4 MB)
Icon: PDF
Droits de l’Homme au Nigeria: Espoirs et entraves (PDF, 0.56 MB)
Icon: PDF
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