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Erzbischof von Kaduna: Trotz aller Gewalt - die Demokratisierung in Nigeria ist nicht aufzuhalten

Erzbischof Matthew Man Oso Ndagoso (Kaduna, Nigeria) © Weigold / Konradsblatt

19. April 2011

„Ich habe erste Meldungen erhalten, dass eine Pfarrei oder Pfarrbüro in unserer Erzdiözese niedergebrannt worden sein soll und auch zwei weitere kirchliche Einrichtungen“, erklärte der Erzbischof von Kaduna, Matthew Ndagoso, gegenüber missio am Montagabend (18.04.2011). „Doch trotz aller Gewalt ist die Demokratisierung Nigerias nicht aufzuhalten. Die Wahlen waren die transparentesten und fairsten Wahlen, die Nigeria bisher erlebt hat.“ In der Stadt im muslimisch geprägten Norden Nigerias war es am Montag zu gewaltsamen Protesten Jugendlicher gekommen, nachdem sich abzeichnete, dass Präsidentschaftskandidat Goodluck Jonathan, ein Christ aus dem Süden, die Wahl gewinnen würde.

In Kaduna, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates im Norden Nigerias, leben mehrheitlich Muslime. Hier hat es in der Vergangenheit immer wieder Gewalt gegen Christen mit vielen Toten gegeben. Die Lage in Kaduna sei sehr angespannt, berichtete Erzbischof Ndagoso. Es herrsche eine Ausgangssperre. Polizei und Militär seien auf den Straßen. „Leider besteht zurzeit die Gefahr, dass sich die Gewalt, die zunächst gegen Parteibüros, staatliche Einrichtungen und Polizei gerichtet war, auch gegen Christen richten wird. Es besteht die Gefahr, dass die für die Gewalt Verantwortlichen die Christen erneut als Sündenböcke abstempeln“, sagte Erzbischof Ndagoso und betonte: „Wenn die Anhänger des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten meinen, ihr Kandidat sei betrogen worden, dann geht es um politische Fragen, nicht um religiöse.“

Erzbischof Ndagoso erklärte, dass es besonders junge Leute gewesen seien, die die Gewalt angezettelt hätten. Viele von ihnen seien sehr arm, hätten keinerlei Ausbildung und glaubten jetzt, ihr Kandidat sei betrogen worden.

Nach amtlichem Wahlergebnis ist Präsident Goodluck Jonathan zum Sieger der Präsidentenwahlen in Nigeria erklärt worden. Nach dem offiziellen Endergebnis erhielt er knapp 22,5 Millionen Stimmen. Sein größter Herausforderer, Ex-Militärmachthaber Muhammadu Buhari, ein Muslim aus dem Norden, konnte gut 12,2 Millionen auf sich vereinen.

„Diejenigen, die nun die Gewalt anzetteln, müssen akzeptieren, dass man sich über Wahlergebnisse nicht hinwegsetzen kann“, sagte Erzbischof Ndagoso.

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