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Erzbischof Kaigama: “Ich wünsche mir auch für unsere Land eine Solidaritätskundgebung wie in Paris, die die Gewalt der Boko Haram verurteilt”

© missio / Hartmut Schwarzbach

12. Januar 2015

Abuja (Fides) - “Die neue Strategie der Terroristen der Boko Haram besteht darin kleine Mädchen als Selbstmordattentäterinnen in die Luft zu jagen. Das ist schrecklich und unvorstellbar”, so der Vorsitzende der Nigerianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama von Jos, nach den jüngsten Attentaten, bei denen sich drei Mädchen mitten in der Menge in die Luft sprengten. Dabei starben im Norden Nigerias insgesamt 27 Menschen.

Erzbischof Kaigama vermutet, dass die Mädchen die Sprengsätze selbst gezündet haben könnten und die Explosion nicht, wie andere vermuten, mit einer Fernsteuerung gelenkt wurde: “Diese Mädchen wurden indoktriniert, bei einer Gehirnwäsche wurde ihnen versprochen, dass sie durch diese Aktionen ins Paradies kommen würden. Wir kennen ja bereits das traurige Phänomen der Kindersoldaten in verschiedenen Regionen Afrikas, wo Kinder ebenfalls mit schrecklichen methoden indokrtieniert und zu Mordmaschinen gemacht werden.”

Auf die Frage, ob Boko Haram eher eine sektiererische Bewegung ohne eigentlichen religiösen Hintergrund sei, antwortet Erzbischof Kaigama: “Ja, es handelt sich um eine sektiererische Bewegung, die unabhängig von den meisten Muslimen in Nigeria agiert, bei denen es sich um gute Menschen handelt. Es freut mich, dass einige hochrangige muslimische Religionsvertreter in Nigeria sich inzwischen von Boko Haram distanzieren und ihre schrecklichen Aktionen veurteilen und dabei betonten, dass diese der islamischen Lehre widersprechen.”

“Doch es muss mehr getan werden”, so Erzbischof Kaigama, “ich denke dabei zu Beispiel an die große Kundgebung in Paris gegen die Morde in Frankreich. Ich wünsche mir auch bei uns eine solche Solidaritätskundgebung, die die nationale Einheit demonstriert und Spaltungen auf politischer, ethnischer und religiöser Basis überwindet, damit wir nein sagen zur Gewalt und eine Lösung für die Probleme finden, unter denen Nigeria leidet,”

Vor der Gewalt der Boko Haram im Norden Nigerias flohen Tausende von Zivilisten. Auf die Frage, wo diese Menschen Zuflicht finden antwortet Erzbischof Kaigama: “Die Binnenflüchtlinge sind in verschiedenen Teilen Nigerias untergebraucht, auch bei uns in Jos halten sich zahlreiche Flüchtlinge auf. Während der Weihnachtszeit haben wir eine Kollekte für diese Menschen veranstaltet. Unter den Flüchtlingen befinden sich auch Priester, deren Pfarreien verwüstet wurden. Doch es muss daran erinnert werden, dass es es sich bei den Flüchtlingen sowohl um Christen als auch um Muslime handelt: sie alle mussten vor der Gewalt der Boko Haram fliehen, zudem gibt es auch viele Mischehen zwischen Christen und Muslimen. Wer mit der Ideologie der Boko Haram nicht einverstanden ist, und dies gilt sowohl für Muslime als auch für Christen, ist zur Flucht gezwungen”, so der Erzbischof abschließend. (L.M.) (Fides 12/1/2015)

Quelle: fides.org, 12.01.2015

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