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Die WM-Verlierer

Südafrika putzt sich heraus für die Fußballweltmeisterschaft – die erste auf dem Schwarzen Kontinent.

Zwei Welten: Im Schatten des neuen Fußballstadions von Kapstadt verstecken sich Obdachlose. Sie leben von dem, was die Reichen in der Nachbarschaft wegwerfen. © Fritz Stark / missio

Wenn am 11. Juni die Spiele beginnen, will sich das Land am Kap von seiner besten Seite zeigen. Wer nicht ins Bild passt, muss verschwinden. So wie Nadine, Dolly und Johannes.

Nadine presst die zerknitterte Zeitung an ihren Leib, als hätte sie Bauchschmerzen. „They forced us to Blikkiesdorp“ prangt in dicken Lettern über dem Aufmacher. „Sie haben uns gezwungen, in das Blechdorf zu ziehen.“ Die Ausgabe der People’s Post ist zwei Wochen alt. Ein paar schmuddelige Seiten, die allenfalls noch dazu taugen, um auf dem Markt den Fisch einzuwickeln. Doch Nadine klammert sich an sie, als stünde damit ihre Existenz auf dem Spiel. Die Zeitung ist so etwas wie ihr persönlicher Triumph. Der Beweis, dass es stimmt, was sie und die anderen sagen.

Hinter dem Tafelberg versinkt derweil die Sonne in spektakulärem Abendrot und vergoldet selbst die schmutzigen Sandhügel am Stadion. An Kapstadts „Waterfront“, wo clevere Geschäftsleute die Kolonialgebäude der alten Viktoriawerft längst in teure Restaurants verwandelt haben, suchen erste Touristen einen Sitzplatz mit Seeblick. Vereinzelt läuft noch ein Jogger oder Hund mit Herrchen über den Strand. Sie müssen sich beeilen. Denn mit Einbruch der Dunkelheit wird es gefährlich auf Kapstadts Straßen – die Reichen trauen sich dann nur noch im Auto vor die Tür.

Sie wohnen in den edlen Appartements, nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt. Vor ihren Häusern klatschen die Wellen des Atlantischen Ozeans auf den Sand, dahinter leuchtet der Stolz der Millionenstadt: Angestrahlt von einer gigantischen Wattzahl, plustert sich das neue Fußballstadion wie ein dickes weißes Plumeau in der Dunkelheit. Unten im Parkdeck glitzert das Chrom von Luxuskarrossen. Südafrikas Vorzeigestadt übt für „Zwanzigzehn“, wie die Einheimischen die Weltmeisterschaft nennen: Vor ein paar Tagen haben sie das Stadion mit 20 000 Menschen gefüllt. Am Wochenende werden 40.000 Besucher zu einem Rugbyturnier erwartet. Die Macher proben den Ernstfall. Wenn FIFA-Chef Joseph Blatter am 11. Juni die Bühne betritt, muss das Räderwerk reibungslos laufen.

„Die Fußball-WM ist gar nicht so schlecht. Die Sache ist nur, dass sie uns hier loswerden wollen“, sagt Nadine. Sie spricht schnell und laut, ihre raue Stimme verrät den Alkohol. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass ihr buntes T-Shirt nicht mehr ganz sauber ist. Unter den Fingernägeln und in den Hautfalten zeichnen sich Schmutzränder ab.

Das Problem ist das Wasser. Nadine muss in den umliegenden Häusern darum betteln. Wenn sie Glück hat, wird auf dem Kricketplatz der Rasen gesprengt und sie kann etwas abzapfen. Die 42-Jährige lebt mit einem Dutzend Kumpeln nur einen Steinwurf vom Stadion und den teuren Appartements entfernt. Doch die wenigen Meter dazwischen wirken wie eine unsichtbare Bannmeile: Sie trennen Reichtum von Armut, Selbstbewusste und Selbstdarsteller von denen, deren Überlebensstrategie darin besteht, möglichst nicht aufzufallen. Wenn Nadine und ihre Freunde Glück haben, fällt etwas vom Überfluss der anderen für sie ab. Er landet als Essensrest in den Mülltonnen, die sie durchsuchen, oder als Almosen in ihrer aufgehaltenen Hand: ein paar Münzen, die vom schlechten Gewissen freikaufen. Passanten lassen sie im Vorbeigehen in ihre Finger gleiten, eilig, ohne sie anzuschauen und sorgsam darauf bedacht, jede Berührung zu vermeiden. Schmutz und Elend gehören nicht in die Welt, die ihren Wohlstand mit Mauern und Stacheldraht sichert.

Bannmeile zwischen Arm und Reich

Eingezäunt: Zur Fußball-WM siedelt Kapstadt seine Obdachlosen in dieses Container-Camp um. © Fritz Stark / missio

Die Hügel hinter dem Stadion könnten ein lauschiges Plätzchen sein: Oleanderbüsche wiegen ihre Blüten im Sommerwind, den sorgfältig gemähten Kricketplatz nebenan beplätschert künstlicher Regen. Zwischen den struppigen Grasbüscheln hier oben aber krallen sich Klopapierfetzen, leere Tüten und Flaschen fest. Es riecht nach Exkrementen, Unrat, ungewaschener Kleidung.

Nonsolo, die Alte mit der schief sitzenden Nike-Mütze, will erst reden, wenn sie eine Zigarette bekommt. Marlene steckt ihr wortlos eine zu. Die 40-Jährige ist Sozialarbeiterin bei „Women in Need“ (WIN), „Frauen in Not“. Die Einrichtung versucht, Mütter und deren Kinder aus der Obdachlosigkeit zu holen und gehört zum katholischen Verband für Wohlfahrt und Entwicklung, einem Projektpartner des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in Aachen. Marlene ist oft auf den Straßen von Kapstadt unterwegs – zu denen, die das Leben in die Gosse gespült hat. Sie spricht die Obdachlosen an, ermuntert sie, in die Suppenküche von WIN zu kommen, im Recyclingprojekt mitzuarbeiten und ihre Kinder in den Kindergarten der Organisation zu bringen.

„Die Frauen sind vielleicht nicht immer perfekte Mütter“, erklärt Projektleiterin Ronni Mehl. „Aber sie lieben ihre Kinder.“ Doch aus dem Sohn oder der Tochter einer Obdachlosen wieder schnell wieder ein Straßenkind. „Wir wollen diesen Teufelskreis durchbrechen.“

Nonsolo hat seit 40 Jahren kein Dach über dem Kopf. Mit Nikotin betäubt sie den Hunger, mit Alkohol das Elend – und das Gehirn. Bei Sonnenuntergang hat die alte Frau ihr Nachtquartier aufgeschlagen und sich in eine schmuddelige Bettdecke gerollt. Unter einer umgestülpten Plastikschüssel hütet sie ihren Schatz, einen halben Laib Brot. „There’s no food in Blikkiesdorp. In Blikkiesdorp gibt es kein Essen“, wiederholt sie immer wieder. Es sind die einzigen Worte, die sich aus ihrem unverständlichen Kauderwelsch lösen.

Der Besuch von Ronni und ihren Mitarbeitern weckt Aufmerksamkeit. Ein halbes Dutzend Männer und Frauen schält sich aus Lumpen, Haufen von Plastiktüten und kommt zögernd näher. Als sie die Leute von WIN erkennen, geben sie ihre Vorsicht auf. Nadine hat in einer Suppenküche der Hilfsorganisation gekocht – bis die wegen der hohen Mietkosten schließen musste. „Früher habe ich als Hausangestellte gearbeitet“, erzählt die 43-Jährige. „Warum ich auf der Straße gelandet bin? Ich habe meinen Job verloren. Ich fange an zu weinen, wenn ich darüber reden muss.“

Was ihr heute bleibt, sind Gelegenheitsjobs. Morgens, wenn es hell wird, versteckt Nadine ihre Sachen unter den Büschen. Dann geht sie zum Verkehrsamt und winkt auf dem Parkplatz die Autos ein. Andere waschen Wagen, erledigen Gartenarbeiten oder tragen Einkäufe. Das bringt ein paar Rand und ein bisschen Selbstwertgefühl. Und wenn es nicht anders geht, helfen sie sich in ihrer Not auch mit kleinen Diebstählen. Denn die Gesellschaft verachtet Menschen wie sie. Vor allem jetzt, zur Fußball-WM, soll die Stadt sauber, sprich frei von Obdachlosen, sein.

Obdachlose gelten schnell als Straftäter

Beengt: Die Barackenhütten stehen Wand an Wand. 16 Leute und mehr teilen Toilette und Spülstein. © Fritz Stark / missio

Doch die Unterkünfte für die geschätzten 1500 Menschen, die auf Kapstadts Straßen leben, sind chronisch überbelegt. „Sie kriminalisieren uns“, klagt Johannes. „Wenn in der Stadt ein Verbrechen begangen wird, taucht die Polizei hier auf und sperrt uns ein.“ Er selbst hat schon einige Wochenenden in der Zelle verbracht – jedes Mal unter fadenscheinigen Gründen: Einmal lautete der Vorwurf „Trunkenheit“, ein andermal „Herumlungern“. Es sind Drohgebärden, das wissen die Obdachlosen. Unter den Schikanen leiden sie trotzdem.

Erst heute morgen hat Johannes wieder so etwas erlebt. Er war vorsichtig und hat sich ein wenig abseits gehalten, als die Beamten auftauchten. Nadine war schon weggegangen und hatte ihre Sachen versteckt. Aber die Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben sie trotzdem gefunden und alles abtransportiert: die paar Lebensmittel, Tüten mit Kleidern und Bettdecken, ihre ganze schäbige Habe. Nadine ist verzweifelt. Die Zeitung ist das einzige, was ihr geblieben ist. Und noch während ihr Kumpel erzählt, fährt wie zur Bestätigung wieder ein Streifenwagen vorbei – demonstrativ langsam, doch diesmal ohne zu halten.

„Ich gehe nicht zurück nach Blikkiesdorp“, sagt Johannes trotzig. Drei Monate war er da, in dieser verrufenen, von Drogendealern und Kriminellen beherrschten Gegend, 30 Kilometer vor den Toren der Stadt. Wie Vieh hatten sie ihn und die anderen Obdachlosen mit einem Lkw dort hingekarrt und abgeladen. „Sie zeigten uns eine Baracke, haben uns registriert und sind einfach abgehauen.“ Kein Wort mehr von den Versprechungen der Stadtverwaltung, in Blikkiesdorp bekämen sie Geld und Lebensmittel. „Es gab nichts“, klagt Johannes. Nur eine leere Wellblechhütte auf sandigem Boden, Wand an Wand mit 2000 anderen. Die Verantwortlichen halten sich bedeckt. Trotz wiederholter Anfragen war von Kapstadts Pressesprecher, Pieter Cronje, keine Stellungnahme zu erhalten.

Abwechselnd fahren Dolly und Boots mit ihren Messern in eine Dose Corned Beef und streichen sie auf den Toast. Für sie ist die billige Konserve ein kleines Festmahl. Vorhin hat das Paar von WIN einen Eimer mit Lebensmitteln bekommen – das zwingt sie nicht wieder zu Bohnen oder Reis wie fast jeden Tag. Die beiden haben keinen Kühlschrank, keinen Herd. Ihr Essen brutzeln sie auf einem Propangaskocher. Die wenigen abgenutzten Möbel haben andere ihnen geschenkt. Trotzdem betrachten sie Blikkiesdorp als Aufstieg.

Ein Lager wie während der Apartheid

Kontrolliert: Suleija zeigt, wo sie früher in Woodstock gelebt hat. Die Polizei fährt regelmäßig Streife, um zu verhindern, dass sich wieder Obdachlose hier nie © Fritz Stark / missio

Offiziell heißt die Siedlung vollmundig „Symphony Way“. Ihre Bewohner aber nennen sie spöttisch nur „Blikkiesdorp“. Das ist Afrikaans, die Landessprache, die den meisten Farbigen vertrauter als Englisch ist, und bedeutet „Blechdorf“. Der Spitzname trifft ins Schwarze: Soweit das Auge reicht, reihen sich Wellblech-Container aneinander, jeder exakt 25 Quadratmeter groß. Die Zinkwände sind dünn, eine kräftige Schere reicht, um sie aufzuschneiden. Im Sommer staut sich innen glühende Hitze, im Winter wird es schneidend kalt. Jede Baracke beherbergt rund sechs Personen, manchmal noch mehr. Mit den Bewohnern von drei anderen Containern teilen sie Toilette und Spülstein. Duschen gibt es nicht. Bisher leben rund 10 000 ehemalige Obdachlose und illegale Siedler in „Blikkiesdorp“, eineinhalbmal so viele sollen es werden. Die ganze, von Stacheldraht umzäunte Siedlung erinnert fatal an die Transitcamps, wie sie die Apartheidsregierung in den 50er- Jahren für Schwarze einrichtete, um sie zuerst von den Weißen in den Städten abzusondern und sie dann in Townships umzusiedeln.

Auch Blikkiesdorp ist als Übergangssiedlung geplant. Später sollen die Leute in kleine Häuser umziehen, die der Staat millionenfach nach demselben Modell für die Armen baut. Doch allein in Kapstadt haben 400 000 ein solches „government house“ beantragt; die Wartezeit beträgt Jahre. „Wir fürchten, dass Blikkiesdorp ein Dauerzustand wird“, sagt Ronni Mehl. Sie und ihr Team halten weiter engen Kontakt zu Menschen wie Dolly, die sie vorher auf der Straße betreut haben. Aber sie können unmöglich allen Bewohnern helfen. Deshalb versucht WIN, andere Hilfsorganisationen mit ins Boot zu holen und in einem ersten Schritt vor allem für Einkommensquellen und Kinderbetreuung zu sorgen.

„Das Leben auf der Straße hat mich krank gemacht“, erzählt Dolly. Zehn Jahre lang hat sie in Green Point, mitten im Zentrum von Kapstadt, gelebt, in ständiger Angst vor der Polizei, vor Hunger, Kälte und sexuellen Übergriffen. „Wenn ich nachts aufwachte, hatte ich einen Mann im Rücken oder eine Hand auf den Schenkeln. Als ich bei anderen Paaren Schutz suchen wollte, haben sie mich weggejagt.“ Nie hätte Dolly geglaubt, dass sie einmal so enden würde: mittellos, abgemagert, heruntergekommen. Am liebsten wäre sie im Boden versunken, als sie eines Tages zufällig ihrer Mutter begegnete. Das Angebot, wieder nach Hause zu kommen, lehnte sie ab – stolz, aber auch voller Scham.

Familie zerbrochen, Job verloren

Ablehnend: Suleija fand das Leben auf der Straße besser. Sie verachtet Blikkiesdorp. © Fritz Stark / missio

Dabei hatte Dolly gar keinen schlechten Start gehabt. Mit sechzehn war sie nach Kapstadt gegangen und fand Arbeit in einer Reinigungsfirma. Anfang zwanzig bekam sie ihr erstes Kind, fünf Jahre später das zweite. Ihr Lebensgefährte verdiente ganz ordentlich. „Wir hatten ein Haus. Wir wollten heiraten“, erinnert sich Dolly. „Ich hatte schon mein Hochzeitskleid.“ Das Baby war erst wenige Monate alt, als Shaun sie sitzenließ. Allein konnte Dolly die Miete nicht mehr bezahlen. Sie fing an zu trinken, verlor ihren Job. Zum Leben auf der Straße war es da nur noch ein kleiner Schritt. Dass sie dort Boots traf, war ihre Rettung.

„Er wollte nicht, dass ich in Mülltonnen nach Essen suche“, erinnert sich Dolly. Boots schützte sie, die kleine zierliche Frau, und ihre Würde. Jahrelang schlugen die beiden nachts an der Summerset Road ihr Zelt auf – dort, wo heute der Weg zum Stadion führt. Ein Lkw, der jeden Abend an derselben Stelle parkte, verbarg sie vor den neugierigen Blicken.

Auch Boots Leben war aus den Fugen geraten, als seine Familie zerbrach. Suleija ist in einem Waisenhaus aufgewachsen, hat sich allein durchgeschlagen, seit sie dreizehn war und setzt heute alles daran, dass es ihren Kindern später einmal besser geht. „Sie haben uns hier abgeladen wie Müll“, bellt die resolute Muslima und zeigt verächtlich auf die Baracken ringsum. „Hier gibt es keine Arbeit, hier ist es nicht sicher.“ Ihre kleine Tochter hat sie deswegen vorsorglich bei Verwandten untergebracht. Für ihren Sohn sucht sie eine Schule in einer besseren Gegend. In manche Hütten ist schon eingebrochen worden, nachts traut sich in Blikkiesdorp niemand mehr vor die Tür. Zwar gibt es einen Sicherheitsdienst, doch der achtet nur darauf, dass niemand die Container beschädigt.

Suleijas Leben, das war Woodstock. In dem Stadtviertel hat sie viele Jahre in einem Park gehaust. Die Obdachlosen kannten sich und haben wie eine Familie füreinander gesorgt. Suleijas zwei Jüngste haben hier den Kindergarten von WIN besucht, sie selber hat im Recycling-Projekt der Organisation gearbeitet. Und, darauf ist sie besonders stolz: mit Ronnis Hilfe eine Entziehungskur gemacht. Nur eine Schachtel Zigaretten steckt sich die 49-Jährige schnell in den Ausschnitt, bevor sie zu Chris und Marlene ins Auto steigt. Sie will die beiden WIN-Mitarbeiter noch einmal in ihre alte Heimat begleiten.

Woodstock ist ein Viertel, in dem einzelne viktorianische Villen noch von besseren Zeiten zeugen. Heute lebt hier der untere Mittelstand. Jeden Mittag gibt WIN hier warmes Essen an Obdachlose aus. An der Bahn trifft Suleija alte Bekannte. Die Männer schieben Einkaufswagen voll Altglas und Alteisen, deren Inhalt sie zu etwas Geld machen wollen. Plötzlich zieht einer aus seinem undurchschaubaren Durcheinander an Plastiktüten einen Fisch und schenkt ihn der Muslima. Auf die Frage, woher er das kapitale Tier habe, lächelt sie verschmitzt, zögert einen Moment und erklärt dann mit zahnlosem Grinsen: „Oh, wir sind alle kleine Gauner.“

Text: Beatrix Gramlich / Fotos: Fritz Stark

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