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Erdbeben kann Solidaritätswelle auslösen

15. April 2010

Das schwere Erdbeben, das am Mittwoch, 14. April 2010, den Westen Chinas erschüttert hat, kann eine Solidaritätswelle im Land bewirken. Diese Möglichkeit räumt unser China-Referent, Raimund Kern, angesichts der Katastrophe ein, die bislang mindestens 400 Menschen das Leben gekostet hat.

„Wenn man etwa zurück denkt an das Erdbeben 2008, das die Provinz Sezuan betroffen hat, so weiß man, dass die Kirche in China versucht, innersolidarisch etwas für Opfer zu tun. Sicherlich wird es wie 2008 auch Initiativen von Macao, Hongkong und Taiwan aus geben, aber auch international. Der Papst selbst hat ja zu Solidarität aufgerufen. Und in solchen Fällen muss die Solidarität neben dem wichtigen Gebet in finanzieller, materieller und psychologischer Hilfe bestehen.“

Und vor dem Erfahrungshintergrund des letzten großen Bebens kommt der Asienexperte zu dem Schluss:

„Dieses Erdbeben 2008 hat, so furchtbar es war, den Chinesen vielleicht doch die große Wichtigkeit der Solidarität noch einmal deutlicher vor Augen geführt. Seitdem hat auch die Religion einen höheren Stellenwert in China erhalten. Es sind ja dort fünf Religionen anerkannt. Neben dem Christentum Taoismus, Buddhismus und Islam. Das Christentum wird in protestantische und katholische Religion unterschieden. Durch die Katastrophe sind die Chinesen viel sensibler für die religiöse Dimension des Lebens geworden. Gerade durch die Hilfsmaßnahmen sind sie auch aufmerksamer dafür geworden, dass Christen für viel Gutes stehen.“

Doch Raimund Kern sieht eine noch größere Reichweite dieses Prozesses:

„Da zeichnet sich vielleicht auch ein Weg hin zu einer solidarischeren Gesellschaft in China ab. Denn bisher teilt sich die Gesellschaft ja in eine sehr kleine reiche Schicht und sehr viele Arme. Und dann gibt es noch die mittlerweile größer werdende Mittelschicht. Aber Mittelschicht und Arme sind wesentlich sensibler für dieses Verständnis von Solidarität, für das die Reichen leider noch nicht so ansprechbar sind.“

Quelle: Radio Vatikan

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