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Frieden auf Mindanao entscheidet sich nun auch bei Fragen um Erzbergbau

© Karl-Heinz Melters / missio

missio in Aachen unterstützt weiter christlich-islamischen Dialog nach dem Friedensabkommen zwischen philippinischer Regierung und islamischen Rebellen.

19. Oktober 2012

Das jüngste Friedensabkommen der philippinischen Regierung mit der islamischen Rebellenorganisation MILF über eine Autonomie von Teilen der Insel Mindanao „muss sich jetzt bei vielen Fragen des Alltags wie der nach einer unabhängigen Justiz, Landbesitz und Schürfrechte noch beweisen“, mahnt Frank Kraus, Leiter der Auslandsabteilung des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in Aachen. „Gleichwohl ist es ein erster wichtiger Schritt in Richtung eines friedlichen Miteinanders von Christen und Muslimen“, so Kraus weiter. Der seit 40 Jahren tobende Krieg zwischen der philippinischen Armee und den Rebellen forderte bisher mehr als 120.000 Menschenleben. „Ein weiteres positives Zeichen sind die jahrelangen Bemühungen vieler christlicher Gruppen um den ,Dialog of live‘, das Gespräch im Alltag zwischen den Menschen verschiedener Religionen in dieser Region“, sagt Kraus.

Auf Mindanao engagiert sich das Hilfswerk missio Aachen mit verschiedenen Projekten. Es unterstützt beispielsweise mit rund 46.000 Euro ein christlich-muslimisches Jugendprogramm in Zamboanga an der Südwestspitze der Insel. Die Bewegung Silsilah organisiert Jugendlager, Seminare oder einen „Tag der Harmonie, Solidarität und Frieden“. Die Veranstalter um den katholischen Priester Sebastiano D’Ambra rechnen dabei in diesem Jahr mit knapp 5.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Weiter beteiligt sich missio Aachen von 2013 bis 2015 mit 135.000 Euro etwa an der Aus- und Weiterbildung katholischer Laien, Priesterseminaristen, Ordenskandidaten, Priester und Ordensleuten in der Kirchenprovinz Ozamiz auf Mindanao. Sie können Kurse beispielsweise zu den Themen „Apostolat Familie und Leben“, „Soziale Aktion, Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ oder der Jugendarbeit besuchen.

Mit 81 Prozent der rund 95 Millionen Einwohner stellen auf dem fünftgrößten Inselstaat der Welt die Katholiken die Bevölkerungsmehrheit. Etwa fünf Prozent sind Muslime, die vor allem im Süden der Philippinen leben. Der Konflikt auf Mindanao entzündete sich, als dort Christen aus übervölkerten nördlichen Landesteilen angesiedelt wurden und so Muslime in Regionen, in denen sie ursprünglich die Mehrheit waren, zur Minderheit wurden.

Mit dem am 15. Oktober 2012 unterzeichneten Friedensabkommen soll nun eine autonome Region „Bangsamoro“ in den Teilen auf Mindanao eingerichtet werden, in denen Muslime in der Mehrheit sind. Ob dieser Frieden hält, hängt für missio-Auslandsabteilungsleiter Kraus vor allem davon ab, wie weit die Autonomie tatsächlich reicht, wie der Besitz an den Land- und Schürfrechten für den ertragreichen Erzbergbau in der autonomen Region verteilt wird und wer von den Gewinnen daraus profitiert.

Hören Sie zum philippinischen Friedensabkommen ein Interview des Domradio mit missio-Auslandsabteilungsleiter Frank Kraus vom 23. Oktober 2012:

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