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Im Einsatz für verfolgte Christen

Gregor von Fürstenberg, Vizepräsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen (Foto), über das neue Buch von Volker Kauder zum Thema Religionsfreiheit.

27. November 2012

Volker Kauder neigt beim Thema „Religionsfreiheit“ nicht zu einfachen Parolen, sondern setzt sich für ein differenziertes Denken ein. Das zeigt auch das neue Buch „Verfolgte Christen. Einsatz für Religionsfreiheit“, das der Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion jetzt mit eigenen und Beiträgen anderer Fachautoren herausgegeben hat.

Aus europäischer Perspektive mag es ungewohnt sein, sich Christen als Opfer religiös motivierter Verfolgung schwach und bedrängt vorzustellen, präsentiert sich hierzulande das Christentum doch oft noch gleichsam in einem traditionellen Bündnis von Thron und Altar. Genau von dieser Bedrängung der Christen weltweit aber berichtet das streckenweise überraschend persönlich gehaltene Buch Kauders. Gleich in seinem Einleitungsbeitrag „Mein Einsatz für die verfolgten Christen“ versichert Kauder, dass ihm das Thema Religionsfreiheit „sehr am Herzen liegt“, weshalb er sich sehr freue, dass es ihm gelungen sei, das Anliegen Religionsfreiheit auf der politischen Agenda in Deutschland als Thema zu etablieren. Gelungen ist es ihm wohl auch gerade deshalb, weil er geschickt die Balance hält, indem er mit Blick auf die in Deutschland zu kultivierende Religionsfreiheit Sätze sagt wie: „Dass es für mich ebenso selbstverständlich ist, dass Muslime in Deutschland Moscheen bauen dürfen.“ In der vorgelegten Anthologie wird sensibel differenziert zwischen Christen in Verfolgungssituationen und Christen in Bedrängnis. Auch wenn einzelne Organisationen hierzulande auf diese wesentliche Unterscheidung verzichten und stattdessen gerne mit zum Teil hochgegriffenen pauschalen Zahlen von Verfolgten (schein-)argumentieren, sind die Autoren in dem von Kauder herausgegebenen Werk um eine differenzierte Sicht bemüht, welches die unterschiedlichen weltweiten Bedrängungssituationen von Christen nicht unterschiedslos in einem Topf wirft.

Volker Kauder und seine Mitautoren berichten von der Lebenssituation der Christen in Indien, dem Irak, Ägypten, der Türkei, Nigeria, sowie Indonesien. Im Anschluss an die persönliche Einführung des Herausgebers folgen Fachberichte von Menschenrechtsexperten. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der in der Deutschen Bischofskonferenz für die Weltkirche zuständig ist, betont in seinem Beitrag eindrucksvoll, dass es auch nach zweitausend Jahren an vielen Orten dieser Welt gefährlich und mit einem hohen Preis verbunden sei, sich zum Christentum zu bekennen.

Die Beiträge dieses Buches konzentrieren sich zum großen Teil auf muslimisch geprägte Länder. Auch wenn man zu Recht auf das Schicksal der Christen verweisen kann, die aufgrund ihres sozialen Engagements in Lateinamerika oder anderen Teilen der Welt bedrängt werden, fokussieren die Beiträge auf die Region, in der die Frage der Religionsfreiheit derzeit global am brisantesten ist.

Volker Kauder muss man in der Tat bescheinigen, dass er das Thema Christenverfolgung zu einem vielbeachteten Thema in der deutschen Tagespolitik gemacht hat. Damit liegt der Unionspolitiker auf einer Linie mit anderen Politikern auf der internationalen Bühne, wie etwa dem ehemaligen französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, der die religiöse „Säuberung“ des Mittleren Ostens beklagt und von den „Märtyrern“ in dieser Region spricht.

Religionsfreiheit ist Volker Kauder zu einem Herzensanliegen geworden. In seinem Buch „Verfolgte Christen“ stellt er dieses Herzensanliegen mit großer Glaubwürdigkeit dar, das mit persönlichen Reiseerfahrungen und Fotos abgerundet ist. Ein überzeugendes, persönliches Engagement, das dem Politikbetrieb gut tut.

Volker Kauder (Hrsg.): Verfolgte Christen. Einsatz für Religionsfreiheit. SCM Hänssler im SCM-Verlag GmbH & Co KG, Holzgerlingen 2012, 250 Seiten, ISBN: 978-3-7751-5418-5, EUR 14,90

Der Beitrag ist erschienen in: Die Tagespost, Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur, Ausgabe Nr. 129, Samstag, 27. Oktober 2012, www.die-tagespost.de.

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