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missio unterstützt Koordinationsbüro im Irak

30. August 2012

Die mit Rom unierten Kirchen im Irak errichten ein Koordinationsbüro. Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen begleitet dieses Projekt. Es soll helfen, die Lebensbedingungen für die Christen in dem an den Folgen von Gewalt und Not leidenden Land zu verbessern. Das ist eines der Ergebnisse der Irak-Konferenz, die vom 27. bis 29. August in Aachen getagt hat.

27.-29.08.2012: Irak-Konferenz des Missionswissenschaftlichen Instituts Missio in Aachen (MWI)
© Andreas Herrmann / missio

Die mit Rom unierten katholischen Kirchen im Irak wollen ein gemeinsames Koordinationsbüro im nordirakischen Erbil eröffnen. Es soll beispielsweise die Arbeit der irakischen Bistümer unterstützen. Das ist eines der Ergebnisse der Irak-Konferenz, die vom 27. bis 29. August beim Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen stattgefunden hat. „Wir rechnen damit, dass das Büro gegen Ende des Jahres seine Arbeit aufnehmen kann“, sagte am Mittwoch (29. August) Professor Dr. Harald Suermann vom Missionswissenschaftlichen Institut Missio (MWI) in Aachen, das die Veranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Bischofskonferenz organisierte. „Für uns ist das ein sehr wichtiges Anliegen. Deshalb wird missio dieses Projekt weiter begleiten und unterstützen. Es hilft den Christen im Irak, ihre Präsenz in der Gesellschaft zu stärken“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, missio-Präsident Aachen.

In Aachen überlegten die Vertreter der irakischen Kirchen weiter, was sie gemeinsam für Bildung und Gesundheit, den Aufbau christlicher Medien oder eine politische Interessenvertretung tun können. Zunächst sollen modellhafte Projekte organisiert werden. Vorgeschlagen dafür wurden unter anderem Gesundheitsstationen für besonders arme Bevölkerungsschichten, Hilfe für durch Krieg und Flucht traumatisierte Menschen, die Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft durch Kleinkredite und neue Vermarktungsmöglichkeiten oder internet-basiertes Lernen an kirchlichen Schulen und Universitäten. Solche Initiativen sollen dann die materiellen Lebensbedingungen der Christen verbessern helfen, damit sie unter dem Eindruck von Gewalt und Not nicht weiter auswandern. Wobei die Angebote der Kirchen für Menschen jeder Religion und Herkunft im Land offen sein sollen. Einige irakische Bischöfe forderten Unternehmer in Europa auf, im Irak zu investieren, um dort Arbeitsplätze zu schaffen.

Besonderes Interesse zeigten die Vertreter der irakischen Kirchen auch an der Einrichtung einer nicht-staatlichen Beobachtungsstelle, die Verletzungen der Menschenrechte und Religionsfreiheit von Christen und anderen Bürgern im Irak dokumentiert. Insgesamt müssen die Christen im Irak mehr Einfluss auf die Politik und Gesetzgebung suchen, forderten mehrere kirchliche Würdenträger. Sie warnten allerdings davor, pauschal von Christenverfolgung im Irak zu reden, auch wenn es das im Einzelfall gebe. Treffender beschreibe der Begriff der bedrängten Christen die Situation. "Es gibt keine systematische Verfolgung der Christen", sagte etwa der lateinische Erzbischof von Bagdad, Jean Sleimann.

An der Konferenz nahmen als kirchliche irakische Vertreter neben Erzbischof Sleimann noch Erzbischof Bashar Warda CSSR, chaldäischer Erzbischof von Erbil, Erzbischof Botros Moshe, syrisch-katholischer Erzbischof von Mosul, Erzbischof Amel Nona von der chaldäischen Diözese Mosul, Weihbischof Shlemon Warduni und der Dominikaner Youssif Thomas Mirkis aus Bagdad teil. Daneben besuchten auch Vertreter deutscher Diözesen, der Deutschen Bischofskonferenz und weiterer kirchlicher Hilfswerke die Tagung.

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen unterstützt im Irak unter anderem die nordirakische chaldäische Erzeparchie Erbil. Dort wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Flüchtlinge aufgenommen, die in die christlichen Gemeinden integriert werden müssen. missio Aachen fördert zum Beispiel Katechesen für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Dieses auf drei Jahre angesetzte Programm kostet rund 135.000 Euro.

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Informationen zu Erzbischof Bashar Warda
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Informationen zu Erzbischof Jean Sleiman
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Informationen zu Professor Harald Suermann
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