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missio fördert Flüchtlings- und Sozialarbeit im Libanon

Zur Reise von Papst Benedikt XVI.

11. September 2012

Wenn Papst Benedikt XVI. am kommenden Freitag, 14. September, in den Libanon reist, berichtet darüber auch der ökumenische Satelliten-Fernsehsender SAT-7 live, der im Nahen Osten bis hin nach Nordafrika gesehen wird. Der 1995 von 25 Kirchen und kirchlichen Organisationen aus dieser Region gegründete Sender will seinen Zuschauern die christliche Botschaft in der eigenen Sprache ohne fremden kulturellen oder politischen Ballast anbieten. Er hilft so den Christen des Nahen Ostens, ihren Glauben zu vertiefen - und informiert gleichzeitig die Muslime über das Christentum. Nach eigenen Angaben sehen im beispielsweise im Irak 5,3 Millionen Menschen SAT-7 regelmäßig und 2,6 Millionen Zuschauer geben an, wenigstens einmal die Woche einzuschalten. Einer der Geldgeber des Kanals ist das Internationale Katholische Missionswerk missio mit Sitz in Aachen. Insgesamt unterstützt das Werk derzeit 45 Projekte und Maßnahmen im Libanon mit einer Summe von insgesamt rund 1,15 Millionen Euro.

Zu den durch missio Aachen weiter geförderten Projekten zählt auch die kirchliche Flüchtlings- und Sozialarbeit. So leben etwa die "Kleinen Schwestern von Nazareth" aus Beirut seit 1987 in einem Camp mit Palästinensern in Dbaye zusammen. Sie kümmern sich um die Kleinsten, bereiten mit Müttern Gottesdienste vor, lindern gleichzeitig die materiellen Folgen von Arbeitslosigkeit, mangelnden Ausbildungsmöglichkeiten oder kaum vorhandener Gesundheitsvorsorge für die Flüchtlinge - und im Notfall bezahlen Sie das Schulgeld für die Kinder. In einem anderen Projekt betreuen die "Schwestern vom Guten Hirten" Arbeitmigrantinnen im Libanon, die wirtschaftlich ausgebeutet werden oder unter Fällen sexueller Nötigung leiden. Für diese Arbeit werden die Schwestern von der Kirche weitergebildet. Weiteres Beispiel: Eine Organisation christlicher Laien innerhalb des griechisch-katholischen Patriarchates mit Namen "Haus des Lichtes und der Hoffnung" in Antelias widmet sich der Arbeit mit sozial Ausgegrenzten wie minderjährigen Straffälligen oder obdachlosen Jugendlichen - aber auch der Betreuung von sexuell missbrauchten Kindern. Die Arbeit des Zentrums entwickelt eine missionarische Ausstrahlung auch auf muslimische Bürger, so dass vermehrt Muslime vom christlichen Menschenbild, unabhängig von Religion und Herkunft Menschen in Not zu helfen, angesprochen werden und im Zentrum mitarbeiten.

Sr. Saide von den Bon Pasteur Schwestern bei Ihrer täglichen Arbeit.
Sr. Saide von den Bon Pasteur Schwestern bei Ihrer täglichen Arbeit. © KNA / missio

Parallel zu dieser Projektarbeit beteiligt sich missio Aachen am Unterhalt der kirchlichen Infrastruktur im Libanon. Dazu zählt beispielsweise die Sanierung von Klöstern, Pfarrhäusern oder eines Katechese-Zentrums wie das in Ghadir-Jounieh der maronitischen "Schwestern von der Heiligen Familie", das der Glaubensunterweisung dient. Es betreut rund 20 Schulen im Umland, bildet jährlich etwa 70 Katecheten im Libanon und Syrien weiter. missio Aachen fördert in diesem Zusammenhang auch katechetische Sommercamps für Jugendliche der maronitischen Erzdiözese Tyr im Südlibanon an der Grenze zu Israel. Da die dortigen Gemeinden in von durch den Iran unterstützten Hizbollah-Milizen kontrollierten Gebieten liegen, findet an den Schulen für die Christen kein Religionsunterricht statt. Deshalb sind die Glaubens-Sommercamps für rund 1.200 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen vier und 20 Jahren für die spirituelle Erneuerung der Christen in der Region dringend notwendig.

Das Thema Bildung spielt für die katholische Kirche im Libanon in anderer Weise im Bereich der Hochschulen eine wichtige Rolle. missio Aachen und das dort angesiedelte Missionswissenschaftliche Institut (MWI) beteiligen sich etwa an der Finanzierung von Forschungsstipendien, von Forschungsprojekten zum interreligiösen Dialog oder der Publikation wissenschaftlicher Bücher und Reihen zu diesem Thema. Zu den Geförderten zählt etwa der christliche Autor Fadi Daou, ein bekannter libanesischer Theologe an der Jesuiten-Universität S. Joseph in Beirut, sowie die muslimische Autorin Nayla Tabbara, deren Promotionsstipendium durch missio Aachen mitfinanziert wurde. Sie forscht in der Groupe de Recherches Islamo-Chrétiennes (GRIC) und am UNESCO-Lehrstuhl für vergleichende Religionswissenschaften, Mediation und Dialog in Beirut. Beide Autoren arbeiten an der ADYAN - Libanesische Stiftung für interreligiöse Studien und spirituelle Solidarität.

Sr. Saide von den Bon Pasteur Schwestern bei Ihrer täglichen Arbeit.
© KNA / missio

Nicht zuletzt unterstützt missio Aachen die Arbeit der ökumenisch ausgerichteten Organisation "World Student Christian Federation", die mit Studenten im gesamten Nahen Osten arbeitet, um den christlich-islamischen Dialog zu stärken.

Der Einsatz von missio Aachen für den Aufbau und Erhalt kirchlicher Infrastruktur sowie die Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Laien, Ordensangehörigen und Klerus im Libanon ermöglicht zum einen den Christen im Nahen Osten, ihren Glauben von Gottesdienst bis zur Caritas auch praktizieren zu können. Zum anderen ermöglicht dies den sozialen und gesellschaftspolitischen Einsatz der Christen füreinander als auch für Menschen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Zugehörigkeit im Libanon. Dieses Engagement wiederum stärkt die Position der Christen insgesamt. Eine solche Solidarität, die die Arbeit von missio Aachen für alle im Nahen Osten lebende, diskriminierte, bedrängte und zum Teil auch verfolgte Christen gilt, soll die jeweiligen Ortskirchen letztlich in die Lage versetzen, den Auswanderungsdruck auf die Christen dort zu mildern. Auch die Reise von Papst Benedikt XVI. in den Libanon will die Christen im Nahen Osten ermutigen, in ihrer Heimat zu bleiben.

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