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Apostolischer Nuntius in Syrien: „Spirale der Gewalt“

© wikimedia.org

10. Februar 2012

Von einer „Spirale der Gewalt“ spricht der päpstliche Nuntius in Syrien, Mario Zenari, mit Blick auf die Eskalation der letzten Tage. Während die Bombardements der Sicherheitskräfte gegen Oppositionelle in Homs weitergehen, kam es an diesem Freitag auch in Aleppo zu Angriffen auf Regierungsgebäude. Radio Vatikan erreichte Zenari an diesem Freitag in Damaskus, der Brennpunkt Homs liegt gut 100 Kilometer nördlich von der syrischen Hauptstadt entfernt. Der Vatikanvertreter zeigte sich tief betroffen über die jüngsten Ereignisse:

„Das ist eine Spirale der Gewalt, die sich von Tag zu Tag zuspitzt und auf Kosten Unschuldiger geht. [...] Es ist unglaublich, schrecklich, in Homs wird auch auf Kinder geschossen, ja auf alles, was sich bewegt. Man schießt auf junge Menschen, die vielleicht nur Einkäufe oder Essen in den Händen halten. Es beginnen nun auch die Lebensmittel knapp zu werden, es ist schwer, die Verletzten zu versorgen und ihnen überhaupt zu helfen. Heute Morgen hörte ich von einer griechisch-orthodoxen Gläubigen, die ihre toten Angehörigen nicht beerdigen kann, darunter ihren Vater.“

Weiter warnt der Nuntius vor einer humanitären Katastrophe in Syrien: Neben der Gewalt kommt es zu Lebensmittelknappheit, Neugeborene in Krankenhäusern können nicht mehr versorgt werden und Blutreserven werden knapp. Dazu Zenari: „Hier muss mehr getan werden, wir müssen uns beeilen und das Mögliche tun."

Die Chance auf einen Dialog der Konfliktparteien oder auf diplomatische Eingriffe von außen sieht der Nuntius vor allem durch die unübersichtliche Lage behindert; so seien die Hintergründe des Angriffes auf Aleppo von diesem Freitag zum Beispiel noch völlig unklar. Dennoch dürfe man die Hoffnung auf die Einleitung einer friedlichen Lösung nicht aufgeben. Angesichts des Klimas der Gewalt und des Hasses im Land sieht Zenari vor allem die Christen in Syrien in einer Vermittlerrolle:

„Die christliche Gemeinschaft wird bislang respektiert, sie ist kein Angriffsziel wegen ihrer Religion. Bisher wurden ja auch keine Kirchen beschädigt. Wenn man die Lage mit der in anderen Ländern der Region vergleicht, gibt das ein wenig Hoffnung. Positiv ist, dass die Christen akzeptiert sind und deshalb eine wichtige Rolle spielen können: Sie können im Klima des Hasses eine Brücke sein. Sie dienen dem Land und bieten ihren Geist des Dialoges, der Versöhnung und der Vergebung an.“

(rv 10.02.2012 pr) / Quelle: Radio Vatikan

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