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Lieber Spender, Wohltäter und Freunde!

23. Februar 2012

„Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit.“ (1 Kor. 12,26)

Das Wort Gottes ist lebendig und wirkt unter uns, das merken wir, die Schwestern vom Guten Hirten, in der Region des Nahen Osten, wo wir vor einer Situation der Gewalt stehen, die unsere Werte des Zusammenlebens, der Toleranz und der Liebe zu zerstören droht. Diese unkontrollierte Gewalt zerreißt die Welt, die Kultur, die Herzen, sie säht Streit, Hass und Zerfall der Person, der Familie und der Welt.

Aus dieser düsteren Lage heraus möchte ich Ihnen im Namen aller meiner Mitschwestern in Syrien danken für Ihre Unterstützungsbriefe, E-Mails und Gebete. Sie sind ein Zeichen der unbegrenzten Liebe unseres Gottes, der Mensch wird in den brüderlichen Verbundenheit und der kreativen Solidarität.

Ich habe gerade einige Tage mit unseren Schwestern in Syrien verbracht. Sie setzen ihre Mission mutig fort, indem sie eine noch größere Zahl von Frauen und Kindern in der Anlaufstelle in Damaskus aufnehmen. Hinzu kommt die ganze Hilfe, die die Schwestern zusammen mit Freunden und Helfern den Familien auf der Flucht leisten, die im christlichen Viertel Bab Touma Schutz suchen.

Unsere Telefonhotline für Menschen in Not - eine Arte Telefonseelsorge - ist von der Region rund um Damaskus ausgeweitet worden auf alle Provinzen Syriens. Diese landesweite Ausweitung ist möglich geworden durch die Arbeit unserer Mitarbeiter, die Hilfe unserer Freunde und lokaler Organisationen sowie die Unterstützung des Innenministeriums.

Unsere Mitarbeiter halten sich bereit, um allen Menschen in Not zu dienen, ungeachtet ihrer Herkunft oder religiösen Zugehörigkeit.

Besondere Beachtung schenken wir den irakischen Familien, die dieses Drama mit noch größerem Schmerz durchleben, weil sie ja schon die Bitternis einer Flucht durchgemacht haben mit allem was dazu gehört an Angst und Unsicherheit, Armut und Bedrängnis.

Wir bereiten ein Team von jugendlichen Freiwilligen auf Nothilfemaßnahmen zur Aufnahme syrischer und irakischer Familien aus den umkämpften Zonen vor. Dabei arbeiten wir mit dem Catholic Relief Service und Caritas Nahost zusammen, die bereits Aufnahmestrukturen in den Nachbarländern Türkei, Jordanien, Irak und Libanon aufgebaut haben, um Flüchtlinge aus Syrien zu versorgen.

Wir sammeln Geld bei lokalen Wohltätern und einigen Botschaften und erhalten Mittel von unserer Kongregation. Das Entwicklungsbüro unserer Provinz arbeitet an einem Nothilfeprojekt, das es uns erlaubt, Nahrungsmittel, Wäsche, Decken sowie Brennstoff zum Heizen zu verteilen.

Ich möchte Ihnen erneut herzlich und aufrichtig danken für Ihre Freundschaft und Ihre Unterstützungsschreiben. Wir zählen auch weiterhin auf Ihre Gebete – unser Volk braucht sie dringend.

Sr. Marie Claude Naddaf
Provinzobere der Schwestern vom Guten Hirten für Libanon und Syrien

© Projektpartner

Und jetzt einige Worte der Mitschwester Georgina, die uns aus Homs geschrieben hat, wo sie sich zusammen mit unserer Dekanin, Sr. Etienne, aufhält.

Liebe Mitschwestern,

zunächst möchte ich den Worten meiner Mitschwestern aus Damaskus anschließen, um Ihnen Dank zu sagen für Ihre Liebe und Ihr Interesse für, für unsere Heimat Syrien und ganz besonders für unser Stadt Homs, die bereits seit einigen Monaten sehr zu leiden hat. Ihre Unterstützung schenkt uns Trost und gibt uns den Mut, Zeugen der barmherzigen Liebe Jesu, des Guten Hirten, für die Armen und Leidenden unserer Welt zu sein.

Uns wird immer wieder die Frage gestellt: Warum seid ihr eigentlich noch in Homs? Warum haltet ihr euer Haus weiter geöffnet?

Lassen Sie mich Ihnen einige Gründe nennen und Sie auch weiterhin um Ihre Unterstützung und Ihr Gebet bitten. Unser Haus bleibt geöffnet, um Studentinnen und anderen Frauen, die von Überfällen, Vergewaltigung und Geiselnahme durch bewaffnete Banden bedroht sind, Schutz zu bieten. Manche Mädchen wurden uns von ihren Familien anvertraut, um dem Schlimmsten zu entkommen. Ich nenne Ihnen das Beispiel von drei Mädchen aus Hama, drei aus Nabek, drei aus Alzahra und drei aus Rableh in der Nähe von Ksseir. Diese Mädchen sind sunnitische Musliminnen, Alawitinnen und Christinnen. Sie sind bei uns untergebracht, um ihr Leben zu schützen.

Die Menschen kommen, um zu beten und um uns um moralische Unterstützung zu bitten. Unsere Anwesenheit in Homs gibt ihnen Sicherheit und hält sie davon ab, ihre Häuser aufzugeben und zu fliehen. Die Situation ist jetzt sehr kritisch, aber wir denken schon an die Zeit nach dem Krieg: Wie können wir den Familien helfen, ihr normales Leben wieder aufzunehmen nach all den Schrecken des Krieges? Wie sollen sie wieder zusammenleben nach so viel Zerrissenheit und Gewalt? Wie einen Plan für die Unterstützung der Kinder aus den Kampfgebieten entwickeln, die Zeugen von solcher Aggressivität und Grausamkeit wurden, die mit ansehen mussten, wie Familienangehörige getötet wurden?

Unsere Gemeinschaften in Syrien sind Orte der Begegnung , des Austauschs und des Teilens für alle Gruppierungen der syrischen Gesellschaft. Wir arbeiten an Strategien, um Ausgeschlossene zu erreichen, Menschen, die allen möglichen Formen der Gewalt ausgesetzt sind.

Ist es nicht so, dass der Liebe nichts unmöglich ist? Gestärkt durch die Liebe unseres Guten Hirten, gestärkt auch durch Ihre Liebe, Ihre Unterstützung und Ihre Gebete, können wir Brücken des Friedens und der Versöhnung bauen zwischen Brüdern. Das ist es, warum wir auf Fürsprache der Heiligen Marie Euphrasie, Gründerin der Kongregation der Schwestern vom Guten Hirten, bitten.

Sr. Georgina Habache
Schwestern vom Guten Hirten
Verantwortliche der Gemeinschaft in Homs (Syrien)

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