Sie haben Javascript deaktiviert. Möglicherweise stehen Ihnen dadurch einige Features nicht zur Verfügung. Bitte aktivieren Sie Javascript.

Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihr Kontakt zu missio

Unsere Servicezeiten ,
Mo.-Do. 8-17 Uhr Fr. 8-13 Uhr

Goethestr. 43 , 52064 Aachen

Tel.:
0800 / 38 38 393
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Wir bauen ein Haus für Alle Solidarität mit bedrängten Christen Glauben teilen. Weltweit. Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

Nach Entführung syrischer Bischöfe: Patriarchen von Antiochien rufen Christen auf, im Land zu bleiben

© privat

23. April 2013

Gegenüber missio Aachen äußern Mitarbeiter des Patriarchates in Damaskus die Vermutung, dass die beiden Bischöfe mittlerweile in der Türkei sind – missio Aachen: Lage der Christen spitzt sich erneut zu.

Die beiden am heutigen Dienstag, 23. April 2013, in Syrien entführten Bischöfe von Aleppo Mor Youhanna Ibrahim von der syrisch-orthodoxen und Boulos al-Yazigi von der griechisch-orthodoxen Kirche könnten in die Türkei gebracht worden sein. Diese Vermutung äußerten Mitarbeiter des griechisch-orthodoxen Patriarchates in Damaskus am heutigen Nachmittag gegenüber dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen. Eine Bestätigung darüber liege allerdings noch nicht vor. Auch seien bisher keine Forderungen der Entführer im Patriarchat in Damaskus eingegangen, so die Mitarbeiter gegenüber missio Aachen. Bisher sei noch nichts Genaueres über das Schicksal der beiden bekannt.

„Mit der Entführung der Bischöfe spitzt sich die Lage der Christen in Syrien erneut zu“, meint der missio-Nahostreferent und Islamwissenschaftler Dr. Matthias Vogt (Foto). In den vergangenen Monaten seien immer wieder Kirchen bei den Gefechten zerstört worden. Bisweilen werde vermutet, dass radikale islamistische Kämpfer gezielt Kirchen angegriffen haben, um Christen einzuschüchtern. Gleiches gelte für die vielen Entführungsfälle. „Mit der Entführung der beiden Bischöfe wird nun ein erneuter Schlag gegen die Christen geführt, die etwa zehn Prozent der Bevölkerung Syriens ausmachen. Die schnelle Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit ist die Voraussetzung dafür, dass Christen eine Zukunft in Syrien sehen und nicht in großer Zahl das Land verlassen und so das Christentum aus einem seiner Ursprungsländer verschwindet“, sagt Vogt.

Eindringlich zum Bleiben im Land rufen in einer gemeinsamen Stellungnahme die beiden Patriarchen von Antiochien, Ignatius Zakka I. Iwas von der syrisch-orthodoxen und Johannes X. Yazigi von der griechisch-orthodoxen Kirche die Christen in Syrien auf. Das Schreiben wurde am heutigen 23. April 2013 veröffentlicht und liegt missio im Wortlaut vor. Die Kirchenoberhäupter betonen, dass die Christen integraler Bestandteil der syrischen Gesellschaft seien. Sie appellieren an alle Konfliktparteien, sich so zu verhalten, dass die konfessionelle Gewalt in Syrien nicht weiter angeheizt werde. Alle Syrer - Christen wie Muslime aller Glaubensrichtungen - ermutigen die Patriarchen zur Zusammenarbeit, um den blutigen Konflikt in ihrem Land zu beenden. Vor allem warnen sie davor, Menschen als Ware oder Pfand zu behandeln, um politische Ziele oder materiellen Gewinn zu erreichen; auch als menschliche Schutzschilde dürften sie nicht missbraucht werden. Die Oberhirten erinnern die Entführer daran, dass die beiden Bischöfe als Boten der Liebe in humanitärer Mission unterwegs gewesen seien. Sie mahnen sie zur Besonnenheit, damit nicht durch unüberlegte Aktionen lediglich den Zielen der Feinde Syriens gedient sei. Die Schwesterkirchen weltweit bitten die beiden Patriarchen, fest an der Seite der Kirche in Syrien zu stehen und bei ihren jeweiligen Regierungen dafür einzutreten, jegliche Art der Gewaltanwendung, der die Menschen in Syrien ausgeliefert seien, zurückzuweisen. Die Regierungen der Welt rufen sie dazu auf, die Menschen in Syrien nicht als Spielball politischer Interessen zu benutzen, sondern auf das Ende Gewalt und die Rückkehr zu einem friedlichen Zusammenleben in Sicherheit hinzuwirken.

© 2009-2017 missio Aachen