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Halt und Hoffnung für die Menschen in Papua-Neuguinea

06. September 2012

Im Monat der Weltmission rückt missio die Arbeit der katholischen Kirche in Papua-Neuguinea inmitten eines rasanten Umbruchs in den Fokus.

Papua-Neuguinea erlebt und erleidet zurzeit wie kaum ein anderes Land die Folgen eines rasanten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels. Die katholische Kirche steht dabei an der Seite der Menschen, die die bedrückenden materiellen wie seelischen Folgen eines solchen Wandels alleine nicht bewältigen können.

Die missio-Aktion zum Monat der Weltmission im Oktober will nun unter dem Leitwort „Dein Wort ist ein Licht für meine Pfade“ diese Arbeit in Deutschland bekannt machen. „In Papua-Neuguinea prallen traditionelle Lebensweise auf technischen Fortschritt und eine fortschreitende Globalisierung. Das führt bei vielen Menschen zu Orientierungslosigkeit und Konflikten. Eine extrem hohe Gewaltrate und zerbrochene Familien sind oft die Folgen“, erklärt missio-Präsident Prälat Klaus Krämer. „Die Kirche setzt sich für ein friedliches Zusammenleben ein und stärkt insbesondere Familien. Damit gibt sie den Menschen Halt und Hoffnung.“

Die Mehrheit der knapp sieben Millionen Einwohner des drittgrößten Inselstaates der Welt lebt in kleinen Dorfgemeinschaften, deren Alltag durch jahrhundertelang überlieferte Verhaltensweisen geprägt ist. Diese sind immer deutlicher spürbar den Einflüssen der Moderne ausgesetzt. Multinationale Konzerne drängen in das Land, da es reich an Bodenschätzen ist. Doch der schnelle, neue Reichtum ist für viele Einheimische mehr Fluch als Segen. In der traditionellen Kultur Papua-Neuguineas sind der Umgang mit Geld und eine langfristige Lebensplanung bisher kaum bekannt gewesen. Viele Arbeiter, die in der Rohstoff-Förderung beschäftigt sind, sichern mit ihrem Einkommen nicht die Zukunft ihrer Familien, sondern konsumieren ihren Lohn sofort. Folgen sind unter anderem Prostitution, AIDS, Alkohol- und Drogenmissbrauch. Gewalt, besonders gegen Frauen und Mädchen, ist stark verbreitet. Dies lässt neben Korruption und Vetternwirtschaft die Entwicklung des Landes stagnieren.

Auf diese Situation richtet die katholische Kirche in Papua-Neuguinea ihre pastorale Arbeit aus, initiiert Hilfsprogramme, engagiert sich in der Schul- und Bildungsarbeit, mahnt auf politischer Ebene vor Fehlentwicklungen. Mit 1,5 Millionen Gläubigen in 19 Diözesen ist die katholische Kirche die größte christliche Gemeinschaft des Landes, das mit 600 Inseln zwischen Äquator und Australien größer als Deutschland, Belgien und die Niederlande zusammen ist. Weite Teile des Archipels sind bis zum Ersten Weltkrieg deutsche Kolonie gewesen.

Insbesondere die gefährdeten Familien zu stärken, ist einer der Schwerpunkte kirchlichen Wirkens in Papua-Neuguinea. Dazu gehört etwa die Aus- und Weiterbildung von Ordensleuten, Priestern und engagierten Laien wie etwa bewährten katholischen Ehepaaren für diese Aufgaben. Diese bieten dann Familien Eheberatung an, unterstützen sie in der Haushaltsplanung oder im Konfliktmanagement. Die Kirche bietet aber auch Opfern von häuslicher und sexueller Gewalt qualifizierte Hilfe, Schutz und Zuflucht.

Weiter vermitteln engagierte Katholiken bei ethnischen Konflikten und werben für christliche Werte, die einem friedlichen und respektvollen Zusammenleben in den Dorfgemeinschaften dienen sollen. Dazu sind in den entlegenen Dschungelregionen auch „Kleine Christliche Gemeinschaften“ entstanden. In ihnen treffen sich Familien regelmäßig zu Gebet und Bibelstudium und tauschen sich über Probleme in den Familien aus.

Im Gesundheits- und Bildungsbereich trägt die katholische Kirche des Landes Verantwortung für etwa 19 Prozent der Gesundheitseinrichtungen sowie 15 Prozent der Schul- und Ausbildungseinrichtungen, darunter auch eine Universität.

Auftakt in Paderborn

Die bundesweite Eröffnung der Aktion zum Monat der Weltmission findet am Sonntag, 30. September 2012, 10 Uhr, mit einem Pontifikalamt im Hohen Dom zu Paderborn statt. Daran nehmen der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker, der im Erzbistum Paderborn aufgewachsene Erzbischof em. Karl Hesse, der bis August 2011 das Erzbistum Rabaul leitete, der Erzbischof von Port Moresby, John Ribat, und weitere Gäste aus Papua-Neuguinea teil. Schon am 28. September 2012 findet im Heinz-Nixdorf-Museumsforum das Konzert „Hear my Soul“ mit den Chören am Dom, Quintessenz und Judy Bailey statt. Der Kabarettist Erwin Grosche moderiert den Abend.

In den folgenden Wochen berichten im Rahmen der missio-Aktion vierzehn Gäste aus Papua-Neuguinea in rund 300 Veranstaltungen in ganz Deutschland von ihrer Arbeit.

Mit der Kollekte, die am Sonntag der Weltmission, dem 28. Oktober 2012, bundesweit in den katholischen Gottesdiensten gehalten wird, sammelt missio für die ärmsten Diözesen der Weltkirche.

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