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Jacqueline Schlesinger ,
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Der Aids-Truck in Geisenheim

20. April 2012

Bundestagsabgeordneter Willsch erhält mit vielen bunten Handabdrücke die Forderung nach verstärktem Einsatz gegen HIV/Aids.

Für die Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen Rheingau, der Leopold-Bausinger-Schule, der Rheingauschule und der St. Ursula-Schule war gleich in der ersten Schulwoche nach den Osterferien etwas Besonderes geboten: Der missio Aids-Truck war da!

Mehr als 500 Jugendliche hatten innerhalb der vier Tage die Chance, die multimediale Ausstellung zu HIV/Aids zu besuchen. Mit MP3-Playern und Kopfhörern tauchten sie im Inneren des Lastwagens in die Lebenswelt ihrer Altersgenossen im südlichen Afrika ein. In einer Hörgeschichte trafen die Rheingauer Jugendlichen auf Kajunga, eine Aidswaise aus Uganda, und den Südafrikaner Charles, dessen bester Freund an den Folgen von Aids gestorben ist. Sie erzählen von Armut und Gewalt, aber auch von der Aufklärungsarbeit in ihrer Heimat.

Am Freitag, 20. April 2012, besuchte der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch den Aids-Truck in Geisenheim. Er traf dort eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die am Unterricht mit dem Aids-Truck teilgenommen hatten. Die Schulleiterin der Beruflichen Schulen Andrea Stegmann, die bei diesem Besuch für die vier beteiligten Schulen sprach, berichtete den anwesenden Jugendlichen von den 80er Jahren, als man den HI-Virus entdeckte. Das Thema sei damals sehr präsent gewesen. Es habe eigentlich jeden Abend auf irgendeinem Fernsehkanal ein Programm zu HIV/Aids gegeben. Worüber man damals noch wenig wusste, das waren die massiven Auswirkungen, die der Virus in den Entwicklungsländern haben würde. Ferner hatte man damals gehofft und gedacht, dass schnell ein Impfstoff oder ein Medikament entwickelt werden würde, so Stegman weiter. Auch wenn die Antiretrovirale Therapie das Leben Infizierter um Jahre verlängern kann, so ist Aids auch heute noch immer unheilbar.

In Geisenheim übergaben Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Aktion Schutzengel „Aids & Kinder“ Handabdrücke an den Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch © Beate Ringwald, missio-Diözesanstelle Limburg

Von seinem Besuch in Burkina Faso und im Senegal berichtete der Bundestagsabgeordnete Willsch. Er habe sich dort über die Präventionsarbeit informiert und Einrichtungen, die sich um HIV-positive Menschen kümmern, besucht. Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten machten die Jugendlichen deutlich, dass ihnen das Schicksal der Jugendlichen im globalen Süden nicht egal ist. Sie wollten wissen, wie die staatlichen Entwicklungshilfegelder transferiert werden und ob diese bei den Menschen ankommen. Willsch erklärte ihnen, dass die Bundesregierung bei der Bekämpfung von HIV/Aids mit dem Bundesunternehmen sowie Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeite, und dass man so lokale Strukturen und Organisationen in den Ländern unterstütze.

Die anwesenden Schülerinnen und Schüler hatten vielerlei Vorschläge, wie der Kampf gegen Aids erweitert und wie dies finanziert werden könne. Sie fragten beispielsweise, ob man nicht bei den Verwaltungskosten einsparen könne. Die Jugendlichen machten die Situation der Aidswaisen zum Thema: Viele sehen keinen anderen Weg ihr Überleben zu sichern, als sich zu prostituieren. Ein Schüler der achten Klasse bat nachdrücklich, ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen. Eine Schülerin der Berufsfachschule für Sozialassistenz setzte sich für mehr Präventionsangebote wie den Aids-Truck an deutschen Schulen ein. Der Besuch des Aids-Trucks habe sich gelohnt, da waren sich die Schulen einig und dankten den Truckbegleiterinnen von missio für den qualifizierten Unterricht.

Nach Geisenheim eingeladen hat missio-Diözesanreferentin Beate Ringwald. Sie stellte beim Besuch des Bundestagsabgeordneten die Aktion Schutzengel „Aids & Kinder“ vor, dessen Bildungsformat und Herzstück die Tournee des Aids-Trucks ist. Ringwald machte deutlich, dass sich das Internationale Katholische Missionswerks missio im Jahr 2001 auf Bitten afrikanischer Partner entschied, HIV/Aids in den Mittelpunkt der Schutzengelkampagne zu stellen. Im Rheingau haben bereits andere Veranstaltungen zur Aktion Schutz stattgefunden. 2010 hat die Katholische Frauengemeinschaft in Lorchhausen bei einer Lichtaktion, Besucher des Weihnachtsmarktes, zur Solidarität mit den weltweit 34 Mio. Menschen, die mit dem HI-Virus leben, angeregt.

Die Aktion Schutzengel „Aids & Kinder“ fordert die Bundesregierung auf, sich verstärkt dafür einzusetzen, dass allen von HIV/Aids betroffenen Menschen Zugang zu Diagnostik und Therapie ermöglicht wird. Aus der Sicht von missio ist dazu entsprechend der Wirtschaftskraft Deutschlands ein Beitrag von 10% zum internationalen Finanzbedarf bei der Bekämpfung von HIV/Aids notwendig. Bundesweit haben sich insgesamt 127.000 Menschen an der Aktion Schutzengel und dieser Forderung beteiligt – mit ihrem Handabdruck.

In Geisenheim übergaben die Schülerinnen und Schüler ihre Handabdrücke an den Bundestagsabgeordneten Willsch, sowie ein zweites Tuch mit bunten „Händen“, das aus Taunusstein stammt, wo der Aids-Truck im vergangenen Sommer Station machte. Das Anliegen, das hinter den Handabdrücken steht, wurde dem Politiker anvertraut und mitgegeben. Die Handabdrücke verbleiben im Rheingau-Taunus-Kreis. Die Dezernentin für Soziales und Gesundheit Monika Merkert, die Landrat Burkhard Albers in Geisenheim vertrat, will für die Tücher mit den bunten Handabdrücken einen prominenten Platz im Kreishaus in Bad Schwalbach finden.

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