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Hans-Georg Hollenhorst, missio-Diözesanreferent im Bistum Münster

Hans-Georg Hollenhorst ,
Diözesanreferent Münster

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missio-Truck verschafft Einblicke in die Flüchtlingsproblematik

Was habe ich mit Flüchtlingen im Kongo zu tun? Eine Frage, die sich vielleicht so manche Schülerin und so mancher Schüler am 26. September 2014 vor dem missio-Truck in Münster stellte. Im Rahmen des 750-jährigen Domjubiläums stand die mobile und multimediale Ausstellung auf dem Prinzipalmarkt. Am Beispiel der politisch-wirtschaftlichen Lage in der westafrikanischen Republik Kongo wurde die weltweite Flüchtlingsproblematik thematisiert.

29. September 2014

Die Ausstellung im misso-Truck, "Menschen auf der Flucht" diene als Türöffner, "um über dieses ja gerade sehr aktuelle Thema nachzudenken und ins Gespräch zu kommen", betont Hans-Georg Hollenhorst, missio-Diözesanreferent im Bistum Münster. Schon am Freitag morgen, dem "Tag der Schulen" beim Domjubiläum, war der Besucherandrang groß.

Millionen Menschen sind derzeit weltweit vor Hunger, Verfolgung, Krieg und Katastrophen auf der Flucht. "2013 wurden 109.580 Asylanträge in Deutschland erfasst, von denen 38,5 Prozent abgelehnt wurden", ist der mobilen Ausstellung zu entnehmen. "Total krass" wie zwei Schülerinnen nach dem Rundgang durch die interaktive Ausstellung finden. "Krass", weil man nicht nur theoretisch mit der Situation im Kongo konfrontiert werde, sondern sich auf dem Rundgang in die Lage von Flüchtlingen versetzen müsse und dabei sehr konkrete Fluchtentscheidungen zu treffen hatte, "über die man sonst gar nicht nachdenkt", sagen die Schülerinnen aus Borken.

Denn die Besucher der Ausstellung nehmen die Identität eines Bürgerkriegs-Flüchtlings der kongolesischen Republik an und stellen sich dann ganz realen Fragen, die auf der Flucht auftauchen: "Die Milizen haben bereits Dein Dorf erreicht. Du musst das Haus sofort verlassen. Wähle drei Dinge, die Du mitnimmst", heißt es zum Beispiel. Aber, was hilft einem Menschen auf der Flucht? Warme Kleidung? Eine Kerze? Ein Taschenmesser? Viel zu essen? Ein Adressbuch? Der Personalausweis oder gar die Zeugnisse? Eigentlich möchte man alles mitnehmen. Schließlich erreichen die Bürgerkriegsflüchtlinge zwar ein sicheres Nachbarland, werden dort allerdings alles andere als willkommen geheißen. "Beklemmend", beurteilt eine Schülerin den Schlusspunkt der Ausstellung.

Doch dass auch die Menschen in Deutschland ganz konkret daran mitwirken können, dass sich die Lage im Kongo verbessert, zeigt die Aktion "Saubere Handys", auf die vor dem missio-Truck aufmerksam gemacht wird: In Form einer Unterschriftenkampagne fordert missio namhafte Mobilfunkhersteller dazu auf, in ihren Handys kein Coltan zu verwenden, das illegal verkauft wird. "Mit dem illegalen Abbau des begehrten Rohstoffes werden die Milizen und somit der Krieg finanziert", erklärt Hollenhorst. "Dass unsere Smartphones etwas mit einem Krieg in Afrika zu tun haben könnten, wussten wir bisher nicht", zeigt sich eine Schülergruppe aus Vechta ebenso erstaunt wie nachdenklich und unterschreibt gerne.

Kathrin Hartz, Bischöfliche Pressestelle Münster

Linktipps:
missio-Truck
Aktion "Saubere Handys"
Unterschriftenaktion für saubere Handys
Länderübersicht DR Kongo
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