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Hans-Georg Hollenhorst, missio-Diözesanreferent im Bistum Münster

Hans-Georg Hollenhorst ,
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v.l.n.r.: Stephan Schröer, Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, Marius Seidel, Julia Wehofsky
v.l.n.r.: Stephan Schröer, Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, Marius Seidel, Julia Wehofsky © Thomas Mollen / Bistum Münster

Jugendliche spenden alte Handys

2. Mai 2016

325 Euro – das klingt nicht nach einer großen Summe. Umgerechnet in syrische Pfund, ist das jedoch viel Geld für geflüchtete katholische Familien aus der umkämpften Stadt Homs. Diese Summe haben jetzt Vertreter der katholischen Jugendarbeit an Weihbischof Dr. Stefan Zekorn als Diözesandirektor des katholischen Hilfswerks missio übergeben. Damit werden 350 syrisch-katholische Familien unterstützt, die auf der Flucht vor den Kämpfen in ihrer Heimatstadt Homs ihr Hab und Gut verloren haben.

Zusammengekommen war der Betrag bei einer Handy-Sammelaktion in den vergangenen Monaten in den Kreisen Borken, Coesfeld und Recklinghausen. „Mit dem missio-Truck waren wir an Schulen und in Pfarreien, um auf die Ursachen von Flucht und Vertreibung hinzuweisen“, erläuterte Stephan Schröer vom Regionalbüro Mitte für Kinder- und Jugendseelsorge in Dülmen. Anschaulich wurde dies am Beispiel des Kongo: Dort wird das Mineralerz Coltan abgebaut, ein wichtiger Rohstoff in der Handy-Produktion. Seit Jahren schon tobt in dem Land ein blutiger Bürgerkrieg um die lukrativen Minen. „Es gibt Kämpfe zwischen der Regierung und Rebellen, aber auch zwischen verschiedenen Rebellengruppen untereinander“, beschrieb Schröer die Situation. Die Leidtragenden seien die Menschen. In der Beschäftigung mit dem Thema sei die Idee entstanden, alte Handys zu sammeln und ins Recycling zu geben, um so weniger Rohstoffe verbrauchen zu müssen und gleichzeitig etwas für Geflüchtete tun zu können.

© Thomas Mollen / Bistum Münster

„An unseren Handys klebt Blut, das muss man wissen“, stellte Weihbischof Zekorn ernüchtert fest. Die Arbeitsbedingungen in den kongolesischen Coltan-Minen seien katastrophal, insbesondere für Kinder. Gleichzeitig verdienten auch deutsche Firmen gut am Handel mit diesem Erz. „Ich appelliere an die Bundesregierung und die EU, endlich gesetzliche Regelungen für den Umgang mit Rohstoffen aus Konfliktgebieten zu schaffen“, betonte Zekorn. Gleichzeitig dankte er den Verantwortlichen des Regionalbüros und des BDKJ-Kreisverbands Borken dafür, dass sie die schwierige Situation im Kongo und in Syrien thematisiert und Jugendlichen zugänglich gemacht hätten. „Es wird deutlich, dass es unterschiedliche Hintergründe für Flucht und Vertreibung gibt. Eine Situation wie im Kongo erleben wir derzeit in mehreren Staaten Afrikas.“

540 Handys wurden während der von der BDKJ-Jugendstiftung weitblick unterstützten missio-Truck-Tour gesammelt. Das sei erst der Anfang, erläuterte Marius Seidel, Geschäftsführer des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Kreis Borken. Demnächst gehen die Verantwortlichen mit einer Wanderausstellung auf Tour, mit der sie Jugendlichen auch Tipps für das eigene Konsumverhalten geben wollen. „Und im September“, versprach Julia Wehofsky vom Regionalbüro, „holen wir den missio-Truck wieder in die Kreise Borken, Coesfeld und Recklinghausen.“

Linktipps:
Aktion "Saubere Handys"
Länderübersicht DR Kongo

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