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Werkstattabend „Flüchtlinge willkommen!?“

12. Mai 2015

Erzbischof Hans-Josef Becker: „Das Thema ‚Flüchtlinge‘ gehört zum Altar und der Altar gehört zum Thema Flüchtlinge.“

© K.-M. Flüter

„Die Kirche bietet vorerst Schutz, aber der Schutz wird nicht lange dauern.“ Die Angst ist dem Gemeindevorsteher Marcel von den Lippen abzulesen. Seine Stimme zittert. Plötzlich schießen Soldaten in die Fenster der Kirche. „Duckt euch“, schreit Marcel verzweifelt. „Uns bleibt keine Zeit mehr. Wir müssen sofort fliehen!“

Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung im missio-Truck sind keine Zuschauer, sondern mittendrin im Geschehen. Sie schlüpfen in die Rolle eines Flüchtlings. In der Kirche haben sie vorerst Schutz gesucht, als das Dorf im Osten der Demokratischen Republik Kongo von Rebellen überfallen wird. Dann beginnt ihre Flucht ins Ungewisse.

Am 28. April machte der missio-Truck „Menschen auf der Flucht. Weltweit.“ auf dem Paderborner Domplatz Halt. Eine große Gruppe haupt- und ehrenamtlicher Helfer in der Flüchtlingsarbeit aus dem gesamten Erzbistum waren gekommen, um sich mit dem Schicksal von Millionen Menschen auseinander zu setzen, die weltweit auf der Flucht sind.

Auch Betroffene waren unter der großen Besucherzahl. Einige von ihnen entschieden, den Truck nicht zu betreten. Sie hatten Sorge, durch die interaktiven und computersimulierten dargestellten Fluchtszenen im Truck an ihr eigenes Schicksal erinnert zu werden. Mit den betroffenen Ausstellungsbesuchern kamen sie auf dem Domplatz über ihre eigenen tragischen Lebensgeschichten ins Gespräch.

Anschließend luden das Erzbistum Paderborn, die missio-Diözesanstelle, das Diözesankomitee, der Diözesancaritasverband und der Caritasverband Paderborn zum Werkstattabend „Flüchtlinge willkommen!?“ ein.

v.l.n.r.: M. Strätling, H. Krane, A. Kaufmann, W. Sosna, Magdalena Birkle (missio), A. Manegold, U. Klauke, E. Völse, Erzbischof Hans-Josef Becker, C.Auffenberg © Karin Stieneke

Fast 250 Engagierte in der Flüchtlingsarbeit drängten sich in die Aula der Bildungsstätte Liborianum. Mit so viel Interesse hat selbst missio-Diözesanreferentin Magdalena Birkle als Initiatorin und Verantwortliche für die Veranstaltung nicht gerechnet. Weil der Raum dem Andrang nicht gewachsen war, beschlossen die Veranstalter: "Lassen Sie uns in die nebenangelegene Kirche umziehen." Dicht gedrängt fanden kurz darauf alle Teilnehmenden einen Sitz- oder Stehplatz in der Kirche. Den einen oder anderen mag die dichte Atmosphäre in der Kapuzinerkirche an die Anfangsszene im missio-Truck erinnert haben.

Die provisorischen Rahmenbedingungen störten Erzbischof Hans-Josef Becker nicht. Die Kirche sei der richtige Ort für das Gespräch über Flüchtlinge und Hilfen für Flüchtlinge: „Dieses Thema gehört zum Altar und der Altar gehört zum Thema Flüchtlinge.“ In seiner mehrfach von spontanem Applaus unterbrochenen Rede bezog der Paderborner Erzbischof ausführlich und pointiert Stellung zu politischen Fragen des Asylrechts, etwa zur „Dublin-Verordnung“, zum „Kirchenasyl“ und zur Lage der sogenannten „Wirtschaftsflüchtlinge“.

Der Werkstattabend war ein Ort, um über Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten der haupt- und ehrenamtlichen Arbeit für Flüchtlinge zu diskutieren.

Dazu war in mehreren Workshops die Möglichkeit. Der Gesprächsbedarf ist so groß, dass schon an diesem Abend der Wunsch laut wurde, zu ähnlichen Werkstätten in weiteren Orten des Bistums einzuladen. Vor allem die Zusammenarbeit und Unterstützung von Ehrenamt und Hauptamt war Gegenstand vieler (An-)Fragen.

In Paderborn kamen nicht nur Helfer und Unterstützer zu Wort, sondern auch die Betroffenen selbst. Pastor Meinolf Wacker aus Kamen war mit mehreren Flüchtlingen gekommen. Sie berichteten über ihre Flucht und ihre Ängste, über Verfolgung und Verlust der Heimat, aber auch über ihre Hoffnungen für ihr neues Leben.

K.-M. Flüter / M. Birkle

Linktipps:
missio-Diözesanstelle Paderborn
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