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missio-AidsTruck an der Realschule plus in Kelberg/Eifel

© Brigitte Bettscheider / Bistum Trier

1. Juni 2010

Unser von Ort zu Ort fahrende Aids-Truck mit seiner Lern- und Erlebnis-Ausstellung macht zur Zeit im Bistum Trier Station. Einen der ersten Stopps legten der Truck und sein Team am 1. Juni an der Realschule plus in Kelberg (Dekanat Daun/Eifel) ein.

„Das hat mich am meisten schockiert“, sagt der 16-jährige Daniel Semrau, als er mit seiner Klasse 9R und Klassenlehrer Ernst Geilenkirchen den AidsTruck verlässt. Er erklärt mit Blick auf die zwei Möglichkeiten, durch die Ausstellung zu gehen: „Ich hatte mich für den Weg mit Charles aus Südafrika entschieden.“ Per Kopfhörer erfuhr Daniel, dass Charles’ HIV-infizierter Freund gestorben ist und dass er ihn selbst begraben musste. „Dazu hätte ich nicht die Kraft gehabt“, glaubt der Neuntklässler. So eine Ausstellung habe er noch nie erlebt. „Sehr gut gemacht“, meint er. Das findet auch seine Klassenkameradin Christina Hahn. „Es ist krass, was Charles einem alles erzählt“, erklärt die 15-Jährige und nennt den „Marktplatz“ und den „Erinnerungsraum“ als besonders beeindruckende Elemente der Ausstellung. Auch Andreas Görgen (15) ist als Schüler der 9R in dem Truck gewesen. „Wir leben hier im reinsten Luxus“, sagt der Junge, „wenn man mal mit Afrika vergleicht.“ Schlimm sei, dass es für die vielen Millionen Aidskranke kaum Medikamente gebe. Schlimm sei auch der Umgang mit den Frauen. „Vergewaltigungsopfer werden aus der Dorfgemeinschaft ausgestoßen“, nennt Andreas als ein weiteres Beispiel der harten Fakten der Ausstellung.

In der anschließenden Runde im Klassenzimmer kommt die missio-Mitarbeiterin Katrin Sijbom mit den Mädchen und Jungen über Begriffe wie „Waisenkinder“, „Tabuisierung“, „Hygiene“ und „Bildung“ ins Gespräch. „Hier ist Gleichberechtigung, in Afrika haben Frauen kaum Rechte“, meldet sich eine Schülerin zu Wort. „Man spricht nicht darüber, wenn man infiziert ist, denn sonst wird man diskriminiert“, erklärt ein Junge. Und: „Die Menschen dort sind zu wenig aufgeklärt.“ Katrin Sijbom berichtet der Klasse, dass die afrikanischen Länder keine Sozialstaaten seien. Es gebe zwar inzwischen eine Reihe von Heimen für die Aidswaisenkinder. „Aber Heime gehören nicht zur Kultur Afrikas“, betont sie. Daher trage Aids dort auch zur Kulturveränderung bei. Sie gibt den Jugendlichen Hinweise, wie sie selbst Aids entgegen treten können. Und sagt: „Wenn ihr denkt, dass ihr euch angesteckt habt, könnt ihr beim Gesundheitsamt einen anonymen und kostenlosen Aidstest machen lassen.“ Sie lobt die 9R: „Ihr habt viel Vorwissen aus dem Biologieunterricht und ward sehr offen.“

Zum aktuellen Team des AidsTruck gehört auch missio-Referent David Krapp. „Alle Truck-Begleiter haben eine umfassende Ausbildung und waren selbst in Afrika“, berichtet er. Zu den Hauptanliegen der multimedialen Ausstellung in dem bunt bemalten Großraumtruck gehörten, Aufmerksamkeit auf der Fahrt durch das deutschsprachige Mitteleuropa zu erregen und die überwiegend jugendlichen Ausstellungsbesucher zu solidarischem und verantwortungsvollem Handeln zu bringen. Im Sinne der Nachhaltigkeit könnten die Jugendlichen E-Mails schicken und übers Internet (schuelervz.net und facebook.com) Kontakt halten.

Die Schulsozialarbeiterin Irina Bischler hatte den Besuch des missio-AidsTrucks an der Kelberger Schule organisiert. Nächster Truckstandort war die Realschule puls in Gillenfeld (Dekanat Daun), wo die Lehrerin Cornelia Paschke-Hubbert und der Gemeindereferent Stefan Becker das Projekt betreuten.

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