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Frauen in Kirche und Gesellschaft stärken

19. Oktober 2010

Indische Ordensfrau zu Gast beim Frauenmissionswerk in Koblenz

Über die Situation von Frauen und Kindern in Indien hat die indische Ordensschwester Lilly Francis am 19. Oktober beim Päpstlichen Missionswerk der Frauen in Koblenz berichtet. Schwester Lilly ist im Monat der Weltmission auf Einladung des Internationalen Katholischen Missionswerks missio im Bistum Trier zu Gast. Das Thema des Monats der Weltmission „Geh und handle genauso“ lenkt den Blick auf das vielfältige Engagement indischer Ordensfrauen.

Schwester Lilly Francis mit missio-Diözesanreferentin Andrea Tröster (li) und Beatrix Hecken-Knieling (re)
Schwester Lilly Francis mit missio-Diözesanreferentin Andrea Tröster (li) und Beatrix Hecken-Knieling (re). © Bischöfliche Pressestelle Trier, Redaktion Koblenz

Schwester Lilly, die der Ordensgemeinschaft der Salesianerinnen von der Unbefleckten Gottesmutter Maria angehört, arbeitete als Lehrerin und Sozialarbeiterin. Bei ihrer Arbeit in indischen Slums habe sie sich vor allem um Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen waren, gekümmert. In zehn Jahren habe sie in Zusammenarbeit mit einer kleinen Polizeistation, deren Einzugsgebiet nur rund fünf Kilometer betragen habe, über 6.000 Fälle von Gewalt gegen Frauen und Kinder betreut. „Die Not der Frauen und Kinder in Indien ist groß“, betonte Sr. Lilly. Neben Analphabetismus, Kinderarbeit und Armut sei ein Problem die Abtreibung weiblicher Föten. „Die Geburt eines Mädchens ist ein Unglück für die Familie“, erklärte Sr. Lilly. Familien fürchteten sich etwa vor – gesetzlich nicht erlaubten – Mitgiftforderungen. Zwar versuche die Regierung gegenzusteuern, doch die Traditionen seien vielfach anders. Es gebe Dörfer, in denen über Jahre gar keine Mädchen geboren würde. Dabei sei dies ein Problem in allen gesellschaftlichen Schichten, betonte die Ordensfrau. Seit 2004 ist Schwester Lilly Geschäftsführerin der Frauenkommission der Indischen Bischofskonferenz. Dort versuche sie dazu beizutragen, dass Frauen in Kirche und Gesellschaft als gleichberechtigte Partnerinnen angesehen werden. So war sie mitverantwortlich für ein Papier zu Geschlechtergerechtigkeit, das dafür eintritt, Frauen zu stärken und unterstützen. Jedoch gelte es, auch Männer in diesen Prozess mit einzubeziehen, betonte Sr. Lilly: „Jesus kam in die Welt, um Männer und Frauen zu befreien.“ Die Verabschiedung des Papiers wertete Sr. Lilly als großen Erfolg – „die Bischöfe haben die Beteiligung von Frauen im Blick“ - jetzt aber müsse das Papier umgesetzt werden. „Es muss noch ganz viel getan werden in der Kirche in Indien“, sagte sie.

Schwester Lilly Francis mit missio-Diözesanreferentin Andrea Tröster
Schwester Lilly Francis mit missio-Diözesanreferentin Andrea Tröster. © Bischöfliche Pressestelle Trier, Redaktion Koblenz

Vor dem Austausch hatte die Frauen einen Gottesdienst gefeiert, bei dem Pfarrer Thomas Gerber sagte, heute könne man beim Frauenmissionswerk „einem Stück Weltkirche begegnen“. Diözesanleiterin Beatrix Hecken-Knieling dankte der Ordensfrau für die „eindrucksvolle Schilderung der Situation in Indien“. Sie erklärte, das Frauenmissionswerk habe die Anfrage von missio gerne aufgegriffen und Schwester Lilly zum Austausch eingeladen. „Das Anliegen von Schwester Lilly passt sehr gut zu den Themen und Projekten des Frauenmissionswerkes.“ Das Päpstliche Missionswerk der Frauen ist 1893 als Hilfe von Frauen für Frauen gegründet worden, seine Hauptanliegen ist die Projektarbeit für Frauen vor allem in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa, die unter Menschenrechtsverletzungen und Benachteiligungen leiden.

Quelle: Bischöflichen Pressestelle Trier, Redaktion Koblenz

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