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Zwischen Dialog und Gewalt – Christen in Pakistan

Am 22. März 2011 war der missio-Projektpartner Father Emmanuel Asi, auf Einladung der missio-Diözesanstelle im Bistum Trier und der Fachkonferenz des Dekanates Koblenz „Ökumene und interreligiöser Dialog“ zu Gast in Koblenz und berichtete über die Situation der Christen in Pakistan.

Als Generalsekretär der Bibelkommission der pakistanischen Bischofskonferenz und Gemeindepfarrer in Lahore kennt er die schwierige Situation aus eigener Erfahrung. Soziale und religiöse Diskriminierung prägen oft den Alltag: „Es kommt regelmäßig vor, dass Christen in muslimischen Restaurants nicht bedient werden, dass ein muslimischer Frisör sich weigert, ihnen die Haare zu schneiden“, weiß Fr. Asi zu berichten. Lebensbedrohlich wird es dann, wenn das „Blasphemiegesetz“ angewendet wird, das z.B. die Verunehrung des Korans unter Todesstrafe stellt.

Pfr. Johannes Stein, Leiter, der Fachkonferenz „Ökumene und interreligiöser Dialog“ des Dekanates Koblenz, mit F. Emmanuel Asi, Pakistan.
Pfr. Johannes Stein, Leiter, der Fachkonferenz „Ökumene und interreligiöser Dialog“ des Dekanates Koblenz, mit Fr. Emmanuel Asi, Pakistan. © Andrea Tröster, missio

Dass solche Vorwürfe insbesondere gegen Christen immer wieder zu Unrecht erhoben werden und dass auch Kritiker dieses Gesetzes um ihr Leben fürchten müssen, wie das prominente Beispiel des Anfang März ermordeten katholischen Ministers Shabaz Bhatti zeigt, macht die Sache umso schlimmer.

Entmutigen lässt sich Fr. Asi jedoch nicht davon: „Es geht um Gleichberechtigung und Gerechtigkeit.“ und deshalb spricht er neben seiner deutlichen Problemanzeige auch von guten Erfahrungen im interreligiösen Dialog: von guter Nachbarschaft und friedlichem Zusammenleben im Alltag, von gemeinsamen Initiativen im gesellschaftlichen Engagement, z.B. gegen die sklaverische Ausbeutung von Arbeitern und von Dialogforen, bei denen das Verbindende zum Ausgangspunkt gemacht wird. „Das gemeinsame Erbe“ war der Titel eines solchen Forums von Christen und Muslimen, das Fr. Asi erst vor kurzem mitinitiiert hatte. „Wir haben ein gemeinsames Erbe – unser Land, unsere Kultur – was uns unterscheidet, ist unsere Religion. Sowohl der Islam als auch das Christentum kamen von außen in unser Land – unsere gemeinsame Geschichte ist älter,“ erklärt Fr. Asi und ist überzeugt davon, dass solche Dialogprozesse wichtige Bausteine sind auf einem Weg zu einem Zusammenleben in Frieden und Gerechtigkeit.

Seit vielen Jahren wird die Arbeit von F. Emmanuel Asi von missio und dem Bistum Trier unterstützt.

Andrea Tröster, missio-Diözesanrefrentin im Bistum Trier

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