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Vielschichtige Arbeit weiter unterstützen

24. Oktober 2011

missio-Gast berichtet in Altenahr von Arbeit im Senegal

„Macht euch auf und bringt Frucht“, so lautet das Motto des Monats der Weltmission, mit der das Internationale Katholische Missionswerk missio im Oktober seine Arbeit im westafrikanischen Land Senegal vorstellte. Anlässlich des Monats der Weltmission hat Schwester Louise Marie Joseph Diop am 22. Oktober 2011 im Pfarrheim Maria Verkündigung in Altenahr (Kreis Ahrweiler) von ihrer Arbeit in der senegalesischen Diözese Tambacounda berichtet.

Die 44-jährige Ordensfrau gehört der Gemeinschaft der Schwestern vom Heiligen Herzen Mariens an, der ersten einheimischen Gemeinschaft Senegals, die die Verehrung Mariens in den Mittelpunkt ihrer Spiritualität stellt. Seit 2008 arbeitet sie als Direktorin der Ehe- und Familienkommission der Diözese Tambacounda und leitet gleichzeitig die katechetische Aus- und Fortbildung. Regelmäßig Treffen mit den verantwortlichen Katecheten vor Ort seien ihr besonders wichtig, sagte Diop. Dabei habe sie große Entfernungen zu überwinden, denn „zwischen den einzelnen Gemeinden liegen bis zu 375 Kilometer Wegstrecke“. Ein von missio finanzierter Geländewagen erleichtere ihr das Vorwärtskommen in dem Land ohne asphaltierte Straßen. Neben der fachlichen Fortbildung stehe auch die spirituelle Weiterentwicklung der insgesamt 185 Katecheten im Mittelpunkt. In der Fastenzeit und im Advent würden regelmäßig Einkehrtage mit allen Katecheten durchgeführt, und auch der unmittelbare Kontakt mit der Jugend vor Ort bleibe ihr wichtig, erklärte die Ordensfrau. So führt sie regelmäßig diözesane Feriencamps mit den Kindern durch, die sich auf die Kommunion oder die Firmung vorbereiten.

v.l.n.r.: Pfr. A. Spiller, Sr. L. M. Diop, A. Misspagel (missio Aachen), missio-Diözesanreferentin A. Tröster, missio-Diözesandirektor Prälat W. Rössel. © Pressestelle Bistum Trier

Nach Diops Verständnis ist Mission nichts anderes, als das weiterzugeben, was man selber empfangen hat: „Die Freude am Glauben.“ Die Christen seien im Senegal allerdings eine kleine Minderheit, denn mehr als 95 Prozent der Menschen dort sind Muslime. Dennoch habe der Katholizismus einen ausgezeichneten Ruf, sagte der missio-Gast. „Katholische Schulen und Universitäten gelten als Ausbildungsplätze der Elite.“ Die Familien seien sehr arm und lebten hauptsächlich von Ackerbau, Fischfang, Handwerk und Viehzucht. Dieses Jahr werde die Ernte wohl für alle hungrigen Münder ausreichen, doch das sei nicht immer der Fall. „Wenn die Ernte schlecht ausfällt, dann leiden und hungern die Familien im ganzen Land“, erklärte Schwester Louise Marie. Hilfe für die Familien sei daher auch weiterhin notwendig.

Dabei sei das westlichste Land Afrikas eine politisch stabile Demokratie, die Aidsrate niedrig, und „der Dialog der christlichen Minderheit mit der muslimischen Mehrheit funktioniert“, ergänzte missio-Diözesanreferentin Andrea Tröster. Ein weiteres Thema sei die Genitalverstümmelung an Mädchen, die trotz staatlichen Verbotes in einigen Landesteilen weiterhin heimlich praktiziert werde, berichtete Fachreferentin Angela Mispagel von missio Aachen. Auch dagegen kämpften die Ordensschwestern tapfer an. Eine schwierige Aufgabe, denn die Menschen dort glaubten fest daran, dass nur durch diese Tradition ein Mädchen zur Frau werde. Dem wolle auch Schwester Louise Marie mithilfe von Sensibilisierung- und Aufklärungsprogrammen in den Dörfern entgegenwirken. Zusammen mit ihrem Team habe sie bereits viele Menschen erreichen können.

„Ihre vielschichtige Arbeit soll auch weiterhin von missio unterstützt werden“, unterstrich missio-Diözesandirektor Prälat Werner Rössel zum Abschluss des Begegnungsnachmittags. Im Anschluss daran nahmen die Gäste am abendlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Verkündigung teil, der von Pfarrer Axel Spiller zusammen mit Prälat Rössel und Schwester Louise Marie Joseph Diop gestaltet wurde.

Quelle: Bischöflichen Pressestelle Trier

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