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Armut auf 10 Rädern

30. November 2011

Der missio Aids-Truck machte Station in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Kleidung in knalligen Farben hängt von der Decke. An den Wänden sind Bilder von einem regen Marktgeschehen. „Hier erfährst du die neuesten Dinge, wo was los ist, und wer als letztes gestorben ist“, erklärt der 17-jährige Charles aus Südafrika. Und dann erzählt er von seinem Freund Archie, der an Aids starb. Charles Stimme kommt von einem Mp3-Player. Er ist die Figur eines Hörspiels, das Schülerinnen und Schüler durch den Aids-Truck des katholischen Hilfswerks missio führt. Eine multimediale Ausstellung, die durch Deutschland reist. Am 25. November machte sie auch Station am Peter-Joerres-Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

© missio-Diözesanstelle Trier

„Wir wollen keinen trockenen Unterricht mit den Jugendlichen machen“, erklärt Andrea Fischer von missio. „Sie sollen dieses ernste Thema mit verschiedenen Sinnen vermittelt bekommen, damit es auch im Gedächtnis bleibt.“ Schon im Eingangsbereich des Trucks können die jungen Besucherinnen und Besucher eine Uhr laut ticken hören. Sie soll verdeutlichen: Alle sechs Sekunden infiziert sich irgendwo auf der Welt ein Mensch mit HIV. Auch das Hörspiel mit Charles erklärt das. Er stammt aus einer Region, die weltweit am schwersten von der Epidemie betroffen ist. Von den weltweit über 20 Millionen infizierten Menschen leben zwei Drittel südlich der Sahara.

Schon zwei Wochen vor der Anreise des Aids-Trucks in Bad Neuenahr-Ahrweiler haben sich die Neunt- und Zehntklässler auf das Thema vorbereitet. In Sozialkunde, Biologie, Erdkunde oder im Religionsunterricht. „Mit dem Angebot des Aids-Trucks schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe,“ sagt Religionslehrer Bernd Schmidt. Auf der einen Seite würden die Schülerinnen und Schüler über die Krankheit an sich aufgeklärt und die Möglichkeiten, sich zu schützen. „Außerdem lernen sie, über den eigenen Horizont zu blicken und erhalten Einblick in die Auswirkungen und Ursachen von extremer Armut.“

© missio-Diözesanstelle Trier

Eine andere Welt, 2,55 mal 19,7 Meter groß und auf zehn Rädern. Die jungen Besucherinnen und Besucher gehen durch den Truck in verschiedene Räume: Durch einen engen, erdrückenden Raum mit einer Schultafel und Bildern mit großen Kinderaugen hinter Schulbänken. Dann kommt der Marktplatz. Dahinter steht eine einfache Baracke mit Strohdach. Hier lebt die Hörspielfigur Charles. Der Jugendliche führt seine Zuhörer schließlich durch eine afrikanische Gesundheitsstation. Zwischendrin haben die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit sich multimedial zu beschäftigen. Sie können auf Touchscreen-Monitoren Fragen zu HIV beantworten: Kann man sich durch Küssen anstecken? Kann man andere infizieren, wenn man Medikamente nimmt? Und die jungen Leute können auch Einträge im digitalen Gästebuch hinterlassen. Oder einen Zettel schreiben und neben Bildern von Männern, Frauen und Kindern kleben, die alle von Aids betroffen sind. „Ihr seid genau so viel wert wie andere“, steht hier zum Beispiel, verziert mit einem kleinen Herz. Und: „Ihr seid nicht allein.“

© missio-Diözesanstelle Trier

„Die Ausstellung ist so lebendig“, sagt der 15-jährige Fabio. „Und sie zeigt, dass Aids jeden treffen kann, egal welcher Hautfarbe oder Religion.“ Auch die 14-jährige Anna hat etwas aus der multimedialen Ausstellung mitgenommen: „Ich habe mir zwar schon vorher Gedanken gemacht über die Armut in Afrika. Aber mit dieser lebensnahen Vermittlung kann ich mich besser mit dem Thema identifizieren.“

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