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Inhalt

„Bereit, in der Welt zu wirken!“

© Paulinus Trier

20. April 2012

missio-Pilgertag mit kritischen und hoffnungsvollen Tönen

Zu einem ganz besonderen missio-Pilgertag hatte das Bistum Trier eingeladen und mehr als 100 missio-Spender/-innen, ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen und Engagierte aus der missionarisch-weltkirchlichen Arbeit begannen ihren Pilgerweg zum Heiligen Rock mit einem Treffen im Pfarrsaal von Liebfrauen.

Unter den Gästen missio-Diözesandirektor Prälat Werner Rössel, der missio-Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg sowie als Gäste aus der Weltkirche Bischof Dr. John Okoye aus dem Bistum Awgu in » Nigeria, der von einer Delegation aus seiner Diözese begleitet wurde. Das nigerianische Bistum Awgu mit seinen 360.000 Katholiken pflegt seit seiner Gründung vor acht Jahren eine engagiert gelebte Partnerschaft mit dem Dekanat Daun, das ebenfalls mit einer großen Delegation vertreten war.

Die Wallfahrt „ein kleines Pfingsten“

Bei seiner Begrüßung nannte Prälat Rössel die Heilig-Rock-Wallfahrt „ein kleines Pfingsten“. Anders als 1996 spreche man bewusst nicht von einer Bistumswallfahrt, sondern begrüße Gäste aus aller Welt, aus Afrika und Südamerika (hier vor allem Brasilien), aus Asien und ganz Europa.

Nachdem Bischof Okoye den Tag mit einem feierlichen Gebet eröffnet hatte, hieß missio-Diözesanreferentin Andrea Tröster die bunte Schar mit roten Wollfäden willkommen. „Es ist die Farbe von missio!“, erklärte sie, „und diese Farbe von missio wollen wir am großen Webstuhl vor dem Dom einweben in das große Webtuch der Pilger!“

Bischof Okoye gab dem interessierten Publikum Einblick in seine Erfahrungen mit der Kirche in Nigeria und der Weltkirche insgesamt. Sein Verständnis von missio: bereit sein und die Augen immer weit offen haben für andere Kulturen. „Wir werden in Zukunft in meinem Land mehr Priester haben als wir brauchen. Und darum müssen sie bereit sein, in die Welt zu gehen und in der Welt zu wirken!“

Für ihn, der vor seiner Weihe zum Bischof als Regens am „Interdiözesan-Seminars„Bigard Memorial Seminary Enugu“ gearbeitet hatte, sei es wichtig, dass die Priesterkandidaten neben Englisch auch noch eine oder zwei Fremdsprachen lernen.

© Andrea Tröster, missio-Diözesanstelle Trier

„Ist Mission überhaupt noch aktuell?“

Mit einer selbstkritischen Bestandsaufnahme und kritischen Gedanken regte der Steyler Kongo-Missionar Alfons Müller seine Zuhörer zum Nachdenken an. „Ist Mission noch aktuell? Sollte man Priester in Zeiten einer globalisierten Welt überhaupt noch in die Mission schicken?“ Selbst in Kirchenkreisen sei der Begriff von Mission negativ besetzt, werde argwöhnisch beäugt. „Bleib doch hier!“, habe ein Steyler Mitbruder aus St. Wendel ihm beim Heimaturlaub geraten. „Die wollen doch nur unser Geld!“ Müllers Antwort: „Haben wir denn etwas Anderes zu bieten?“

Er selbst sei oft verunsichert, „sowohl, wenn ich hier bin als auch, wenn ich dort bin!“

Fakt sei, dass immer mehr asiatische Missionare in den Kongo kämen. „Vor 20 Jahren waren wir 100 und heute sind wir immer noch 100. vor 20 Jahren waren wir 80 Deutsche, heute sind wir 5!“

„Lebendige Glaubenszeugnisse aus der Welt“

Die Gedanken des Missionars begleiteten die Gäste auf dem Weg in die Konstantin-Basilika zur großen missio-Ausstellung „Christus – unsere Hoffnung“. Während die afrikanische Musikgruppe Bana Ngayime, von Pater Müller im Kongo gegründet, die Botschaft des christlichen Glaubens lebensfroh, temperamentvoll und frohen Herzens verkündete, konnten sich die missio-Pilger in die eindrucksvollen, ausdrucksstarken Christusbilder aus Afrika, Asien und Lateinamerika vertiefen. „Das sind lebendige Glaubenszeugnisse aus einer Weltkirche, die anrühren!“ sagt Marianne Zenz, ehemalige Rektorin der Grundschule Feyen. „Seit Jahrhunderten sind die Menschen entzweit. Seit Jahrhunderten bringt die Trennung viel Leid. Das ungenähte Heilige Kleid weist symbolisch den Weg der Einheit. Und darum pilgern die Menschen zum Dom, bitten und beten!“

Nach der Ökumenischen 10-Minuten-Andacht in der Basilika mit Hans Erhard Wilms von den Baptisten und einem gemeinsamen Mittagessen machten sich die missio-Pilger auf zur Heiligen Messe, die Bischof John Okoye mit Weihbischof Jörg Michael Peters und Prälat Werner Rössel in der Liebfrauen-Basilika feierte, bevor nach der persönlichen Segnung jedes einzelnen sich alle gemeinsam auf den missio-Pilgergang zum Heiligen Rock machten.

Sandra Blass-Naisar

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