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Engagement für eine bessere Gegenwart

Erzbischof John Ribat (Port Moresby / Papua-Neuguinea)

missio-Gast aus Papua-Neuguinea berichtet in Koblenz aus seiner Heimat

Der Unterschied könnte nicht größer sein: In der ältesten Diözese Deutschlands, dem Bistum Trier, stellt sich in diesen Tagen eine ganz junge, gerade mal 37 Jahre alte Diözese dar, authentisch vertreten durch Erzbischof John Ribat aus der Diözese Port Moresby in Papua-Neuguinea. Sein Land ist in diesem Jahr Beispielland der missio-Aktion zum Monat der Weltmission - die Katholiken in Deutschland feiern am 28. Oktober 2012 den Sonntag der Weltmission. In der Herz-Jesu-Gemeinde in Koblenz hat der Gast aus der Südsee am 15. Oktober zuerst mit Pfarrer Stephan Wolff einen Gottesdienst gefeiert und dann im Pfarrheim über die Entwicklung in seinem Heimatland berichtet.

„Halt, Kraft und Hoffnung“ wolle die katholische Kirche den Menschen in Papua-Neuguinea geben, sagte Ribat. Erst Ende des 19. Jahrhunderts fassten deutsche Missionare in der ehemals deutschen Kolonie dauerhaft Fuß. Heute sind 27 Prozent der Bevölkerung katholisch. Sieben Millionen Einwohner zählt der Staat, der 1975 selbstständig wurde. In einem Land, in dem Tradition und Moderne aufeinanderprallten, seien Orientierung und Zuversicht nötig, erklärte der Erzbischof. Die Mehrheit der Bewohner des drittgrößten Inselstaates der Welt lebt in kleinen, weit auseinander liegenden Dörfern von der Selbstversorgung. Es gibt 830 verschiedene Volksgruppen und noch mehr Sprachen. Die Bevölkerung sei in Clans organisiert. „Diese Vielfalt und Unterschiedlichkeiten friedlich zusammenzuführen ist nur eine Aufgabe, der sich Kirche widmet“, betonte Ribat. Papua-Neuguinea habe keine Industrie, verfüge aber über Bodenschätze. Gold und Kupfer brächten einigen Wohlstand, hätten insgesamt aber verheerende Auswirkungen, sozial wie ökologisch. Es gebe Korruption, Ausbeutung und Vetternwirtschaft, berichtete der Gast. Alkohol- und Drogenmissbrauch und ganz besonders die Gewalt gegen Frauen seien weit verbreitet.

v.l.n.r.: Pfarrer Stephan Wolff, missio-Diözesanreferentin Andrea Tröster, Erzbischof John Ribat © missio-Diözesanstelle Trier

In diesem Umfeld versuche die katholische Kirche segensreich zu wirken. Ihre hauptamtlichen und immer mehr ehrenamtlichen Mitarbeiter engagierten sich für eine bessere Gegenwart und Zukunft, indem sie insbesondere gefährdete Familien stärken, aktiv für die Bildung oder im Gesundheitswesen seien oder Aufklärungsarbeit leisteten, um der dramatischen Zunahme von Aids-Erkrankungen vorzubeugen.

Anschaulich machte Erzbischof Ribat deutlich, wie er die Vision der „National Assembly of the Catholic Church“ umsetzen will. Noch mehr aktive Einheimische sollen an dem Aufbau der Gemeinschaft beteiligt werden. In den Dschungelregionen sollen weitere kleine christliche Gemeinschaften entstehen, die zum „Bibel- Teilen“ zusammenkommen. Der Bau neuer Zentren, in denen Bildung und Glauben gefördert werden, sei die Absicht. Um diesen Plan umsetzen zu können, benötige er Solidarität und Unterstützung - daher dankte Ribat allen, die mit ihrer Spende und ihren Gebeten am Sonntag der Weltmission (28.10.2012) dazu beitragen.

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