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Auf dem Stundenplan: Papua-Neuguinea

Erzbischof John Ribat (Port Moresby / Papua-Neuguinea)

missio-Gast Bischof John Ribat zu Besuch in St. Helena-Schule Trier

Etwa 14.000 Kilometer Luftlinie und viele Flugstunden liegt Papua-Neuguinea von der Berufsbildenden Schule St. Helena in Trier entfernt. Doch am 15. Oktober rückte das ferne Land zumindest zwei Klassen im Ausbildungsgang „Erzieher“ etwas näher. Und das lag am „Lehrer“: Erzbischof John Ribat berichtete aus seiner Heimat, dem drittgrößten Inselstaat der Welt. Papua-Neuguinea liegt nahe dem Äquator nördlich von Australien und östlich von Indonesien.

Der Erzbischof ist missio-Gast im Monat der Weltmission 2012. Der Schulbesuch war nur eine Etappe eines umfangreichen Besuchsprogramms. Begleitet und übersetzend unterstützt wurde Ribat von Andrea Tröster, Missio-Diözesanreferentin für die Diözese Trier. Etwa 40 angehende Erzieherinnen und ein Erzieher erfuhren viel über das Land, in dem 800 Sprachen, 1000 Dialekte und ethnische Vielfalt eine große Herausforderung darstellten. Viele Gebiete der Inselgruppe, vor allem in den Bergen, seien schwer zugänglich. Einige Kulturen hätten erst kürzlich erstmals Kontakt zur Außenwelt gehabt. Gerade erst habe es Wahlen gegeben. Ein schwieriges Unterfangen: „Viele mussten zu Fuß durch den Dschungel gehen“, sagte Erzbischof Ribat. Schlechte Infrastruktur, Mehrfach-Stimmabgaben, Korruption, Gewalt – die Vorzeichen seien nicht die besten gewesen. Dennoch habe die Wahl viel verändert. Die neuen Parlamentarier seien jünger und gebildeter als ihre Vorgänger. Es sei die Erkenntnis gereift: „Es muss sich etwas ändern auf friedliche Art.“

Von etwa sieben Millionen Einwohnern sind rund ein Viertel Katholiken. Erzbischof Ribat sprach von einer noch jungen Ortskirche – 1970 wurde der erste einheimische Priester ordiniert – die aber schon viel bewegt habe. Sei es im Gesundheitssystem zum Beispiel beim Kampf gegen Aids, sei es in der Bildung. 50 Prozent der Schulen seien in katholischer Trägerschaft. Die Kirche verfolge das Motto „Bildung für alle“. Auch in entlegenen Gebieten wurden Grundschulen errichtet. Das Internationale Katholische Missionswerk missio „hilft uns bei diesen Projekten sehr“. Ribat ist in Papua-Neuguinea eine „einheimische Kirche“ wichtig, er ermutigt die Christen, aktiv am Aufbau und der Stärkung der Kirche mitzuwirken. Es entstehen derzeit kleine christliche Gemeinschaften.

missio-Gast Bischof John Ribat zu Besuch in St. Helena-Schule Trier. © missio-Diözesanstelle Trier

Auch in Papua-Neuguinea sei man keine „abgeschottete Insel“, auch dort seien die Zeichen der Zeit, der Globalisierung längst angekommen. Deshalb sei es wichtig, den Menschen in Papua-Neuguinea genauso wie denen in Trier zu vermitteln: „Gib nicht auf. Lass Christus Dein Herz und Deinen Geist erneuern. Christus begleitet uns.“ Die Schüler könnten in ihren Berufen einen wichtigen Beitrag leisten: dies nämlich zu kommunizieren. Und immer wieder zu fragen: „Was sind die Werte im Leben, die tragen?“

Wie und in welcher Sprache werden die Messen bei Ihnen gehalten? Wie gefällt Ihnen Trier? Wie kommt es, dass ihre Gottesdienste besser besucht sind, als unsere? Erzbischof John Ribat hatte viele Fragen zu beantworten und war ein gefragter Gesprächspartner. Schulleiter Thomas Schmitz bedankte sich ganz herzlich für die interessanten Schulstunden. Häufig sehe man lediglich die eigene Kirche vor Ort, „heute aber ist uns wieder bewusst geworden, dass wir ein Teil der Weltkirche sind“.

Erzbischof John Ribat gehört zur Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare. Seit 2008 ist er Erzbischof von Port Moresby, der Hauptstadt von Papua-Neuguinea. Noch bis zum Sonntag der Weltmission, am 28. Oktober 2012, ist er im Bistum Trier unterwegs.

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