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„Arabischer Frühling im Herbst“

© Bischöfliche Pressestelle Trier

24. Oktober 2013

missio-Gast Dr. Yanni hält Vortrag in Wittlich

Die Konflikte, die momentan in Ägypten herrschten, gebe es nicht vorrangig zwischen Christen und Muslimen, sondern einer kleinen extremistischen Minderheit und dem Rest der Ägypter. Dies hat Dr. Maged Moussa Yanni in seinen Vortrag am 22. Oktober in Wittlich zum Thema „Arabischer Frühling im Herbst“ erklärt. Yanni ist ehemaliger Geschäftsführer der katholischen Nichtregierungsorganisation (NGO) „Association of Upper Egypt for Education and Development“ (AUEED). Der 62-jährige Mediziner berichtete von der politischen, sozialen und religiösen Situation seines Heimatlandes Ägypten. Das arabische Land ist dieses Jahr Beispielland des Internationalen Katholischen Hilfswerks missio für den Monat der Weltmission. Dieser steht unter dem Motto: „Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben“.

Jeder Zehnte der rund 85 Millionen Ägypter ist Christ. Die Mehrheit davon ist koptisch. In Ägypten leben aber auch rund 250.000 Katholiken. Das sind rund 0,3 Prozent der Bevölkerung. Die katholische Kirche sei dennoch sehr bekannt, sagte Yanni, da sie sich in vielen Bereichen engagiere. Sie unterhalte beispielsweise soziale Einrichtungen, Schulen und Krankenhäuser. Zur AUEED gehören etwa 35 Schulen vor allem in ärmeren Regionen, die Christen und Muslime besuchen. „Bei uns gibt es keine Diskriminierung, jeder ist willkommen“, sagte Yanni. Darüber hinaus setzt sich die AUEED etwa ein für die Stärkung der Rolle der Frau sowie gesundheitliche Versorgung.

Nach der Revolution 2011 und der Staatskrise 2013 - die unter anderem auch von Ausschreitungen gegen Christen begleitet wurde - wird momentan in Ägypten an einer neuen Verfassung gearbeitet. Vertreter vieler verschiedener Bevölkerungsgruppen beteiligen sich daran – auch Christen. Durch ein Referendum werden die Ägypter der Verfassung zustimmen können. „Wir hoffen auf eine bessere Zukunft für unsere Kinder, dass sich für sie wirklich etwas verändert, erklärte Yanni den Zuhörern. Er bat sie zudem um ihr Gebet und ihre Solidarität, „damit wir ein besseres Ägypten werden können“. Annerose Grawemeyer, die die Veranstaltung mit vorbereitet hatte, dankte ihm für seinen Vortrag. „Wir hoffen und bangen für die Zukunft des Landes.“

Linktipp:
Monat der Weltmission 2013
Dr. Maged Moussa Yanni
Länderübersicht Ägypten

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