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Hoffnung auf einen neuen Frühling für die Menschen

Dr. Maged Yanni (2.v.l.) im Gespräch © Bischöfliche Pressestelle Trier

29. Oktober 2013

Dr. Maged Yanni informierte in Saarbrücken zur Lage in Ägypten

Die aktuellen Konflikte in Ägypten sind Auseinandersetzungen zwischen einer kleinen fanatischen und gewaltbereiten Minderheit und dem großen Rest der ägyptischen Bevölkerung. Von Dr. Maged Yanni, Arzt und Geschäftsführer einer koptisch-katholischen Hilfsorganisation in Oberägypten, gab es am 24. Oktober in Saarbrücken Informationen aus erster Hand zur Lage in Ägypten, zur Hoffnung der Menschen und zur Situation der christlichen Minderheit.

Yanni, derzeit als Gast des katholischen Hilfswerkes missio auf Tour durch deutsche Bistümer, sprach auf Einladung der Pfarrei St. Josef in Saarbrücken.

Nach Darstellung des 62-jährigen Mediziners erhofft sich die Bevölkerung von der derzeit neu erarbeiteten demokratisch-zivilen Verfassung eine Verbesserung ihrer Lebenssituation. In dem 50-köpfigen Gremium das derzeit die neue Verfassung erarbeitet, seien auch die Christen vertreten. Yanni erwartete die Vorlage der neuen Verfassung für Mitte November und eine deutliche Zustimmung der Bevölkerung im anschließenden Votum. Danach könne nach den Neuwahlen zum Parlament Anfang 2014 auch ein neuer Frühling für die Menschen in Ägypten beginnen. Die Herausforderungen seien groß: 40 Prozent der Menschen lebten unter der Armutsgrenze, die Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten liege zwischen 25 und 27 Prozent, Bildungs- und Gesundheitswesen seien nicht gut entwickelt.

Von den derzeit fast 90 Millionen Einwohnern am Nil sind - nach Yanni - rund 12 bis 15 Prozent christlich, die meisten sind Kopten. Die rund 250.000 katholischen Christen seien zwar eine kleine Gruppe, ihre gesellschaftliche Arbeit sei aber sehr anerkannt, sagte Yanni. Der frühere Arzt berichtete vom Engagement seiner Gesellschaft für Erziehung und Entwicklung in Oberägypten, die dort in den ärmeren Regionen unter anderem 35 Schulen betreibt. Diese Schulen mit anerkannt hohem Standard, wie auch die anderen Einrichtungen der katholischen Nichtregierungsorganisation, seien für Christen und Muslime offen. Unterhalten werden auch „Parallelschulen“ für Mädchen, damit die ihre schulische Ausbildung nachholen können um später in das normale Schulsystem einzusteigen. Zu den Projekten der Katholiken in Oberägypten gehören auch Gesundheitsprogramme, Angebote zur Integration von Menschen mit Behinderung, zur Alphabetisierung von Erwachsenen, zum Aufbau von kleinen handwerklichen Betrieben und zur Vergabe von Kleinkrediten mit Beratung zum Aufbau eines Lebensunterhaltes.

In den letzten Jahren habe es immer wieder Gewalt gegen Christen gegeben. Die Gründe dafür seien unterschiedlich. Mit der Mehrheit der Muslime hätten die Christen keine Probleme. Man lebe seit Jahrhunderten friedlich zusammen. Die Probleme kämen von fundamentalistischen muslimischen Gruppen. Die aber seien eine große Gefahr, nicht nur für die Christen, sondern „für alle in unserem Land“, sagte Yanni. In Ägypten lebe die größte christliche Minderheit im Nahen Osten. Es sei wichtig, dass hier nicht dasselbe geschehe wie im Irak oder in anderen Ländern, wo die Christen bereits auswandern mussten, bat Yanni um Unterstützung.

Linktipp:
Monat der Weltmission 2013
Dr. Maged Moussa Yanni
Länderübersicht Ägypten

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