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„Duckt euch unter die Bänke“

missio-Truck in Prüm befasst sich mit „Menschen auf der Flucht“

20. März 2014

Der 15-jährige Samuel hat nicht viel Zeit seine Sachen zu packen – er muss aus seiner Heimatstadt Bukavu flüchten, die im Ostkongo liegt. Soldaten überfallen die Stadt. Rund 6.000 Kilometer entfernt verfolgt der 16-jährige Marco die Ereignisse aus den Augen Samuels. Denn den jungen Afrikaner gibt es nicht wirklich. Er ist einer von acht Charakteren, deren Identität man im missio-Truck einnehmen kann. Der LKW des katholischen Hilfswerks missio ist derzeit mit der multimedialen Ausstellung „Menschen auf der Flucht“ auf einer Reise durch das Bistum Trier. Am 17. März hat der Truck Halt in Prüm gemacht.

Der missio-Truck in Prüm/Eifel (März 2014).
© Bischöfliche Pressestelle Trier

Sechs Räume befinden sich in dem 18 Tonnen schweren und 20 Meter langen LKW. Die Lebenssituation von Flüchtlingen aus dem Ostkongo wird mit Hilfe von kleinen Filmen, Hörstationen, Texttafeln und Gegenständen simuliert. Marco ist mit seiner Klasse aus dem Regino-Gymnasium zum missio-Truck gekommen. Beim Betreten des Trucks hat der Schüler eine Postkarte bekommen. Auf ihr ist Samuel im orange-roten T-Shirt und blauer Hose abgebildet. Marco erfährt, dass der Jugendliche keine Ausbildung hat und davon träumt, Fußballprofi zu werden. In seine virtuelle Tasche packt Marco Lebensmittel und Ausweispapiere. Diese Entscheidung wird den weiteren Verlauf der Geschichte beeinflussen.

Die Katholische Erwachsenen Bildung (KEB) Prüm und der Weltladen haben den missio-Truck nach Prüm geholt. Wolfgang Vierbuchen von der KEB freut sich, dass gut 100 Schüler im Laufe des Tages den Truck besuchen konnten. „Das ist eine sehr persönliche Möglichkeit, sich mit dem Thema Flüchtlinge auseinander zu setzen“, sagt er. Auch Mechthild Ballmann vom Weltladen ist von der Multimedia-Ausstellung beeindruckt. „Das ist sehr gut gemacht. Man kann sich in die Lage der Flüchtlinge hineinversetzen, wie schnell sie sich entscheiden und welche Ängste sie ausstehen müssen“.

Von draußen sind Schüsse zu hören, als Marco einen kleinen Kirchenraum betritt. „Duckt euch unter die Bänke“, ruft ein Mann von einem Bildschirm aus. Er berichtet von der politischen Lage und rät zur Flucht. In einem engen Lastwagen geht die Reise weiter. Der Fahrer erzählt, dass Samuels Elternhaus komplett zerstört wurde und gibt ihm den Tipp, seinen Bruder in Nairobi aufzusuchen. Doch dort wird er sich durchfragen müssen, denn das Adressbuch mit der Anschrift des Bruders hat Marco nicht eingepackt.

Trotzdem endet Samuels Geschichte hoffnungsvoll. Er wird in einem kirchlichen Flüchtlingslager aufgenommen. „Hier geht es ihm besser“, sagt Marco, und Samuel habe auch einen Freund beim Fußball spielen gefunden. „Mich beschäftigt nach der Flucht, dass er ganz ohne Hilfe und ohne Familie diese weite Strecke bewältigt hat.“ Der Jugendliche deutet auf die kleine Landkarte, die auf seiner Karte über Samuel abgedruckt ist. „Wenn man das so sieht, wird einem erst bewusst, wie weit das ist“. Im letzten Raum des Trucks füllt der Schüler einen Zettel aus. Er wird gefragt, was er seinem Charakter für die Zukunft wünsche. Marco antwortet: „ein friedliches Leben“.

Mit freundlicher Genehmigung: Bischöfliche Pressestelle Trier

Linktipp:
www.missio-truck.de

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