Sie haben Javascript deaktiviert. Möglicherweise stehen Ihnen dadurch einige Features nicht zur Verfügung. Bitte aktivieren Sie Javascript.

Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihre Ansprechpartnerin

Ludwig Kuhn ,
Geschäftsführer

Mustorstr. 2 , 54290 Trier

Tel.:
+49 (0)651 / 7105-396
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Glauben teilen. Weltweit. Solidarität mit bedrängten Christen Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Wir bauen ein Haus für Alle

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

Auf der Flucht

Koblenz: Multimediale Ausstellung „missio-Truck“ zeigt Flucht-Schicksale

31. März 2014

Die Menschen in der kleinen Kapelle sind nicht mehr sicher, Milizen fahren draußen am Fenster vorbei und Schüsse fallen. Jetzt heißt es: Nichts wie weg, Sachen packen, flüchten. Auch Christel muss jetzt das Notwendigste packen und so schnell wie möglich aus ihrer Heimat Bukavu im Ostkongo fliehen. Was sie genau einpackt, das entscheiden Nico, Andreas und der Rest der 10b von der Bischöflichen Realschule Koblenz. Denn Christel existiert nur virtuell, als Charakter in der multimedialen Ausstellung „Menschen auf der Flucht“ des katholischen Hilfswerks missio, die in einem riesigen LKW untergebracht ist. In dem 18 Tonnen schweren und 20 Meter langen „missio-Truck“ befinden sich sechs Räume, in denen Schulklassen und andere Interessierte hautnah das Schicksal von Flüchtlingen aus dem Ostkongo miterleben können. Am 19. März war er zu Gast bei der Kirche der Jugend St. Elisabeth in Koblenz-Rauental.

Der missio-Truck in Koblenz (März 2014).
© Bischöfliche Pressestelle Trier

Jeder Schüler bekommt zu Beginn eine Postkarte mit einem von acht Charakteren. Auch ein QR-Code ist auf der Karte. Als der 17-jährige Nico Noll den Code scannt, wird er gefragt, was sein Charakter mitnehmen soll auf die Flucht. Die Entscheidung, etwa für „Zeugnisse“ oder auch „Ausweis“ oder „Essen“ beeinflusst den weiteren Verlauf der Flucht. „Ich finde es super, dass das hier interaktiv aufgebaut ist. Die Soundeffekte sind gut, auch die Computer-Animationen. Man kann sich in die Situation reinversetzen“, sagt der 16-jährige Andreas Lörsch. „So ist das ganze wesentlich spannender als viele andere Ausstellungen, wo es nur lange Texttafeln gibt.“ Thomas Biermann sagt, er habe vorher schon von der Problematik gewusst, dass im Ostkongo der Rohstoff Coltan abgebaut werde, der für unsere Handys verwendet wird. Dass dadurch aber so viele Menschen vertrieben werden, sei auch für den 16-Jährigen neu gewesen. Seit Mai 2012 ist der missio-Truck unterwegs durch Deutschland, über 10.000 Jugendliche haben ihn bereits gesehen. Begleitet wird er abwechselnd von zwei Hauptamtlichen und mehreren Ehrenamtlichen. Sie führen ins Thema ein, beantworten Fragen. Und: Sie sammeln Unterschriften für die „Aktion Saubere Handys“. Damit will missio an führende Mobilfunkunternehmen appellieren, kein illegales Coltan mehr aus dem Kongo zu verwenden, mit dem der Krieg finanziert wird. Wie missio-Truck-Begleiter Julian Brummelte den Schülern zu Beginn anhand einer Landkarte erläutert, liegen im unzugänglichen Dschungelgebiet des Ostkongo die großen Coltanminen. Rebellengruppen eroberten diese Minen und verkauften illegal das seltene Erz. Dabei werde die Zivilbevölkerung brutal vertrieben, es komme immer wieder auch zu Vergewaltigungen.

„Im Truck selbst liegt der Fokus dann auf der Flucht selbst“, sagt Brummelte, der normalerweise in Bielefeld Wirtschaftsrecht studiert und sich seit fast einem Jahr ehrenamtlich bei missio engagiert. Das Feedback der Schüler sei meist positiv. „Viele sind nach dem Rundgang erst mal fassungslos und fragen uns: Warum tut niemand etwas für diese Menschen – da muss es doch etwas geben. Wir erklären dann, dass jeder auch selbst etwas tun kann. Jeder kann sich beispielsweise bei den Herstellern gewisser Produkte informieren, wie die Lieferketten sind, und welche Rohstoffe verwendet werden.“

Mit freundlicher Genehmigung: Bischöfliche Pressestelle Trier

Linktipp:
www.missio-truck.de

© 2009-2017 missio Aachen