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missio-Gast F. Emmanuel Asi zu Besuch in Koblenz

9. Oktober 2014

Bereits in der seiner Predigt ging Father Asi in der gut gefüllten St. Josef-Kirche in Koblenz auf die Situation der Christen in seinem Heimatland Pakistan ein: Christen gelten in dem muslimischen Staat als Ungläubige und Menschen zweiter Klasse.

missio-Gast F. Emmanuel Asi, Pfarrer Stephan Wolff und der Kinder- und Jugendchor, der den Gottesdienst lebendig mitgestaltet hat. © Heike Finking

Die rege Diskussion, die im Anschluss an den Gottesdienst im Pfarrheim stattfand, vertiefte die ersten Eindrücke der Predigt und machte die erschreckenden Dimensionen deutlich. Father Asi führte aus, dass Muslime und Christen grundsätzlich friedlich miteinander leben, nachbarschaftliche Beziehungen pflegen und gemeinsam feiern. Man kann sagen – so Father Asi -, dass etwa 90% der Muslime die Christen tolerieren – 10% jedoch fundamentalistisch geprägt sind. Dadurch werde das Miteinander belastet. Fr. Asi nennt einige Alltags-Beispiele:

  • Christen haben wenige Chancen, sich in der Gesellschaft zu entfalten. Beispielsweise vermeiden es viele Muslime in einem von Christen betriebenen Lebensmittelgeschäft einkaufen.
  • Muslimische Kinder gehen in christliche Schulen, weil deren Bildungsangebot vielfach ein deutlich höheres Niveau hat. Muslimische Lehrer unterrichten durchaus auch an christlichen Schulen. Trotzdem kommt es vor, dass die gleichen Schüler/Lehrer Anschläge auf christliche Schulen verüben.
  • Übrigens, so der Pater, unterstütze die pakistanische Regierung zwar die Minderheiten-Verfolgung nicht, aber sie schreite auch zu wenig aktiv dagegen ein.
  • Christliche Kinder werden zum Beispiel beim Fußball-Spielen mit muslimischen Kindern ausgegrenzt, um jeglichen Körperkontakt zu vermeiden.
  • Father Asi durfte als Kind in der Schule nicht selber den Wasserhahn bedienen und trinken. Ein muslimisches Kind öffnete ihm den Wasserhahn, so dass er trinken konnte.
  • Zur Wertigkeit von Zeugenaussagen bemerkte Fr. Asi: ein muslimischer Mann gilt vor Gericht als ganzer Zeuge, eine muslimische Frau als halbe Zeugin – ein christlicher Mann gilt ebenfalls als halber Zeuge, eine christliche Frau als Viertel-Zeugin!

Die eindringlichen Schilderungen machten deutlich, dass die Christen in Pakistan Unterstützung – in vielerlei Hinsicht - brauchen:

  • die moralische Unterstützung im Gebet;
  • die aktive Unterstützung, durch hiesige Politiker, indem diese aktiv Stellung beziehen und ihre Möglichkeiten der Einflussnahme auf eine Verbesserung der Situation der Christen nutzen;
  • aber auch die konkrete finanzielle Unterstützung, so wie an diesem Abend als kleine Gabe der Solidarität der Erlös aus dem Verkauf der Früchte des Erntedank-Altares in der St. Josefs-Kirche der missio-Aktion für Pakistan zugeführt wurde.

Wer die Chance hatte, Father Asi kennen zu lernen und zu erleben, der konnte spüren, dass Menschen wie er – gerade durch seine tolerante und trotz der bedrohlichen Lebensumstände unglaublich friedfertige Art - ein wichtiger „Baumeister“ für die Zukunft der Christen in Pakistan und für ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Religionen sein können.

Text: Corinna Lachmann, Pfarreiengemeinschaft Koblenz-Innenstadt-Dreifaltigkeit

Linktipps:
Monat der Weltmission
Fr. Emmanuel Asi
Informationen zu den Blasphemiegesetzen in Pakistan
Länderübersicht Pakistan
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