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Für Religionsfreiheit weltweit

14. Oktober 2014

Pakistanischer Priester Emmanuel Asi zu Gast in Saarbrücken

„Religionsfreiheit“ steht weiß auf rot auf einer zwei Meter hohen Mauer aus Styroporblöcken. Davor sieben Mitglieder der Saarbrücker Pfarrei St. Josef und dazu ihr Besuch aus Pakistan: Father Emmanuel Asi aus Lahore ist nach Saarbrücken gekommen um für das katholische Hilfswerk missio zu werben und dessen Aktion für weltweite Religionsfreiheit. In strömenden Regen haben Frauen und Männer aus St. Josef auf dem Pariser Platz die Mauer aufgebaut um gegen die Verletzung des Menschenrechtes auf Religionsfreiheit in vielen Ländern, darunter in Pakistan, zu protestieren. Mit der Aktion „Mauer einreißen“ wollten sie auch die Bundesregierung auffordern sich für die Freilassung von Asia Bibi einzusetzen, die wegen angeblicher Gotteslästerung in Pakistan zum Tode verurteilt wurde.

9. Oktober 2014
© Bischöfliche Pressestelle Saarbrücken

Nach der Demonstration: Ein paar Schritte weiter, in der Kirche St. Paulus, feiert Father Asi einen Gottesdienst, danach berichtet er über seine Arbeit und das Leben der Kirche in Pakistan. In Pakistan leben 1,2 Millionen Katholiken, das sind 0,7 Prozent der Bevölkerung, 96 Prozent sind Muslime, erklärt der Leiter der Katholischen Bibelkommission in Pakistan. Zu den religiösen Minderheiten gehören auch die Hindus und die Ahmadis, eine muslimische Glaubensrichtung, die von vielen Muslimen nicht anerkannt wird. Der Dialog zwischen den Religionen ist ein großes Anliegen der Kirche in Pakistan, sagt Asi. Weitere Schwerpunkte im Engagement der Kirche seien die Bildungsarbeit, der Betrieb von Schulen und Krankenhäusern, das Engagement für Behinderte, Leprakranke und Blinde. Ein besonderes Anliegen sei der Kirche die Menschenrechtsarbeit und der Einsatz für Gerechtigkeit. Hier setze man sich vor allem für die Geschlechtergerechtigkeit und für die Abschaffung der Sklavenarbeit ein. Über zwei Millionen Menschen arbeiteten in für sie rechtlosen Verhältnissen.

„Dort wo die Religionsfreiheit bedroht ist, sind immer auch die anderen Menschenrechte bedroht“, sagte dazu Andrea Tröster von der Trierer Diözesanstelle Weltkirche. Die Religionsfreiheit werde in Pakistan auch durch das Blasphemiegesetz bedroht, das die Beleidigung des Propheten mit dem Tod bestrafe. Dieses Gesetz werde zwar nicht geplant missbraucht, bereite aber den Weg, „dass oft ein Funke das Fass zum Überlaufen bringt“, illustrierte Tröster spontane Verfolgungen von religiösen Minderheiten. Wenn Christen danach angeklagt werden, dann hätten sie fast immer Schwierigkeiten einen Anwalt zu finden, weil die Angst vor eigener Verfolgung haben. Deshalb fordere missio die Abschaffung des pakistanischen Blasphemiegesetzes von 1986.

Father Asi, der auch als theologischer Autor arbeitet, hofft, dass das Leben für die Christen in Pakistan besser wird. Dafür werde auch die zunehmende Bildung sorgen. Vor 30 Jahren habe es in seinem Heimatort keine Schule für Mädchen gegeben, heute seien es drei Mädchenschulen. Vor 20 Jahren sei es undenkbar gewesen, dass junge Frauen und junge Männer zusammen studieren. Jetzt gäbe es viele derartige Möglichkeiten in den Universitäten. Für seine Kirche sieht hofft Asi das sie den eingeschlagenen Weg weiter geht: „Christliches Leben wird in unserem Lebenszeugnis deutlich“.

Quelle: Bischöfliche Pressestelle Saarbrücken

Linktipps:
Monat der Weltmission
Fr. Emmanuel Asi
Aktion "Mauern einreissen"
Petition für Asia Bibi
Weitere Informationen zu den Blasphemiegesetzen in Pakistan
missio-Diözesanstelle Trier

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