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Die Mauern durchbrechen

15. Oktober 2014

„missio“-Aktion wirbt für Religionsfreiheit und Wahrung der Menschenrechte

Fest und solide sieht sie aus und geradezu unüberwindbar: Eine Mauer mitten auf dem Luisenplatz in Neuwied. „Religionsfreiheit“ steht auf den rot eingefärbten Blöcken. Einige Passanten drehen neugierig die Köpfe, als rund zehn Jungs und Mädchen plötzlich mit ausgestreckten Armen darauf zu stürmen und die Mauer zu Fall bringen. Die Aktion „Mauern einreißen“ des katholischen Hilfswerks „missio“ soll gegen Mauern anrennen – vor allem solche in den Köpfen der Menschen. Im Monat der Weltmission wirbt die Aktion für Religionsfreiheit und Wahrung der Menschenrechte weltweit. Beispielland ist 2014 Pakistan.

© Bischöfliche Pressestelle Koblenz

Die Jugendlichen, darunter viele Messdiener und Pfadfinder aus Neuwied, wollen die Menschen mit ihrer Aktion zum Nachdenken bewegen. Die 14-jährige Lea Heinemann sagt: „Dass Leute ausgegrenzt werden nur wegen ihres Glaubens, kann man sich hier kaum vorstellen. Dafür demonstrieren wir – wir wollen zeigen, dass wir an die Menschen in diesen Ländern glauben, sie unterstützen.“ Dechant Thomas Darscheid, Kaplan Thomas Schneeberger, viele Menschen aus der Pfarrei St. Matthias unterstützen die Aktion. Kirche müsse sich solidarisch zeigen und den Blick auf jene lenken, die verfolgt und benachteiligt werden.

Auch Pater Emmanuel Asi aus Lahore beobachtet das Mauer-Einreißen. Er ist im Monat der Weltmission zu Gast im Bistum Trier, um von der Situation in Pakistan und der Arbeit der Kirche dort zu erzählen. Rund 2,8 Millionen Christen – das sind gerade einmal 1,6 Prozent der Bevölkerung – leben in Pakistan. Neben weiteren Minderheiten wie etwa den Hindus sind dort 96 Prozent der Menschen Muslime. Obwohl ein Großteil der Bevölkerung laut Pater Asi friedlich miteinander leben möchte, würden Christen in Pakistan diskriminiert. „Wir dürfen nicht öffentlich über unsere Religion sprechen und sozial werden wir ebenfalls benachteiligt, etwa wenn es um Jobs geht.“ Die Kirche bemühe sich sehr um den Dialog zwischen den Religionen, leiste Bildungsarbeit für die Armen und betreibe Schulen und Krankenhäuser. „Wir engagieren uns auch für behinderte Menschen, für Leprakranke und Blinde. Und ganz wichtig: Wir setzen uns für Gerechtigkeit und die Wahrung der Menschenrechte ein“, schildert der Leiter der Katholischen Bibelkommission in Pakistan weiter.

Ein solches Menschenrecht sei die Religionsfreiheit, für die die Aktion in Neuwied werbe, sagt Andrea Tröster von der Trierer Diözesanstelle Weltkirche. „In Pakistan und vielen anderen Ländern gibt es radikale Kräfte, die religiöse Minderheiten verfolgen.“ In Pakistan sei die Religionsfreiheit vor allem durch das „Blasphemiegesetz“ bedroht, das die Beleidigung des Propheten unter Todesstrafe stellt. Es werde zwar nicht regelmäßig missbraucht, doch die Gefahr bestehe. missio fordere daher dessen Abschaffung und mache sich stark für die inhaftierte Asia Bibi, die in Pakistan wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilt wurde, so Tröster.

Quelle: Bischöfliche Pressestelle Koblenz

Linktipps:
Monat der Weltmission
Fr. Emmanuel Asi
Aktion "Mauern einreissen"
Petition für Asia Bibi
Weitere Informationen zu den Blasphemiegesetzen in Pakistan
missio-Diözesanstelle Trier

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