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Vertrauen schaffen!

von Gregor von Fürstenberg, Vizepräsident von missio in Aachen

Wer für einen guten Zweck spendet, will vor allem eins: Gutes bewirken. Und natürlich soll sein Geld dort ankommen, wo es gebraucht wird. Spenden ist eine Entscheidung des Herzens. Kirchliche Hilfswerke wie missio genießen bei vielen Spendern einen hohen Vertrauensvorschuss. Im Frühjahr sorgte nun ein Bericht von Transparency International für Aufregung. Vier Jahre lang hatte eine Gruppe von Experten Einfallstore für Korruption in der nicht-staatlichen Entwicklungszusammenarbeit analysiert und dabei besonders die Arbeit kirchlicher Organisationen unter die Lupe genommen. Das große Verdienst dieser Arbeitsgruppe ist es, ein Tabu gebrochen zu haben. Machtmissbrauch, Bestechung und Korruption sind eine gesellschaftliche Realität – wenn auch eine traurige. Und so schmerzlich es ist, auch die Kirche ist nicht immun dagegen. Schon die Bibel weiß um diese menschliche Schwäche und mahnt: „Du sollst keine Bestechung annehmen; denn Bestechung macht Weise blind und verdreht die Fälle derer, die im Recht sind“ (Dtn 16,19). Wir haben also keinen Grund, die Augen vor der Realität zu verschließen. Setzen wir uns lieber dafür ein, dass die Faktoren, die Korruption begünstigen, wirksam bekämpft werden können.

Auch wenn missio als pastorales Missionswerk nicht zu den von Transparency untersuchten Entwicklungswerken gehört, schauen wir unsere eigene Praxis selbstkritisch an. Nicht selten wurde versäumt, die ehemaligen Missionskirchen ausreichend auf den Übergang zu selbstständigem Management vorzubereiten. Die Einbeziehung der Menschen, denen die Hilfe gilt, war ausbaufähig. Transparenz und Nachvollziehbarkeit schaffen dagegen Vertrauen und Sicherheit, bei unseren Partnern genauso wie bei unseren Spendern. Dies ist ein Anliegen, das missio aufgegriffen hat. Für jedes Projekt , und sei es noch so klein, müssen unsere Partner einen Rechenschaftsbericht vorlegen. Doch Transparenz und Kontrolle kosten Geld.

Bei missio kennen wir die Schwachstellen unserer weltkirchlichen Strukturen. Deshalb setzen wir auf die Qualifizierung unserer Partner. Pastorale Planung, die alle Verantwortlichen vor Ort einbindet, ist das Gebot der Stunde. Von der Diözesanebene bis in kleine Gruppen in den Pfarreien wird geplant und abgestimmt, welche Maßnahmen benötigt und durchgeführt werden. Jeder Schritt wird besprochen und ausgewertet. So werden alle Menschen in den Projekten eingebunden und ziehen an einem Strang. Denn der wirksamste Schutz vor Korruption ist eine starke, unabhängige, selbstbewusste Kirche, in der viele Verantwortung übernehmen und gemeinsam als Volk Gottes wachsen. Wer dank unserer Spender in einer solchen Kirche ausgebildet wird, wird diese Werte auch in seine Gesellschaft tragen. Auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Langfristige pastorale Planung ist Korruptionsprävention! Mit dieser Gewissheit kann Spenden auch künftig eine Herzensentscheidung der missio-Spender sein.

Quelle: kontinente - Das missio-Magazin,
Ausgabe Juli-August 2008, Seite V

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