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Inhalt

Geschichte des Projektes

Die 90er Jahre waren in Deutschland geprägt von einem deutlichen Suchen nach Neuansätzen und Aufbrüchen in der Pastoral. In dieser Situation lud missio mit einem Schreiben von April 2000 die Leiterinnen und Leiter der Seelsorgeämter ein, auf der weltkirchlichen Folie gemeinsam mit missio und seinen Partnerinnen und Partnern in der Weltkirche neue Prozesse des pastoralen Suchens mitzugehen. Der Monat der Weltmission des Jahres 2000 thematisierte dann unter dem Thema „Glaube befreit“ zukunftsweisende Gemeindemodelle unserer Partnerinnen und Partner in Indien und Sri Lanka.

Vom 12. bis 21. Oktober 2000 nahmen der damalige Vize-Präsident und der Projektleiter für Small Christian Communities in Deutschland an der 2. Generalversammlung des Office of Laity, AsIPA-Desk der FABC, in Bangkok teil. Dieses Treffen stand unter dem Thema „A new way of being church in the new millennium”. Das Treffen wurde genutzt, um bestehende Kontakte zu intensiveren und neue Kontakte zu knüpfen. Das Kürzel AsIPA steht in der Vereinigung der asiatischen Bischofskonferenzen FABC für „Asian Integral Pastoral Approach“ und kennzeichnet den pastoralen Ansatz, die Gläubigen dazu einzuladen bzw. zu animieren, auf der Grundlage des regelmäßigen Bibel-Teilens Nachbarschaftsgruppen zu bilden und vor Ort Glauben und Leben zu teilen.

Eine erste Reise mit interessierten Theologinnen und Theologen aus verschiedenen Bistümern führte am 3.-16. März 2001 zu den AsIPA-Verantwortlichen nach Indien und Sri Lanka. Die Teilnehmenden lernten sowohl die Jyotirmai-Society in Hyderabad wie auch das Pallotine Animation Centre in Nagpur als zwei wichtige Zentren des pastoralen Nachdenkens in Indien auf dieser Reise kennen.

Die weitere Entwicklung der Idee erfolgte im Wesentlichen auf zwei Wegen:

Auf der einen Seite führten zahlreiche missio-Lern- und Begegnungsreisen pastorale Teams mit ReferentInnen und EntscheidungsträgerInnen aus verschiedenen Diözesen zu meist zweiwöchigen Fortbildungsprogrammen in die Partnerinstitute des Südens, um dort zu erfahren, wie in den Kontexten Singapurs, Indiens, der Philippinen und Südafrikas Kleine Christliche Gemeinschaften initiiert werden, entstehen und zu einer wichtigen Form von Kirche am Ort geworden sind.

Die zweite Schiene führte immer wieder die maßgeblichen Vertreterinnen und Vertreter des AsIPA-Ansatzes und der Idee von Kleinen Christlichen Gemeinschaften zu Vorträgen, Workshops und Studienwochen nach Deutschland. Ich nenne als Repräsentanten dieser Experten aus dem Süden

  • Bischof em. Oswald Hirmer (Umtata/Südafrika),
  • Bischof em. Fritz Lobinger (Aliwal/Südafrika),
  • Pater Thomas Vijay SAC (Nagpur/Indien) und
  • Bischof Gilles Côté Daruki (Junga/Papua Neuguinea),

die hier für viele andere Expertinnen und Experten und Partnerinnen und Partner aus dem Süden stehen. Aber auch die Generalsekretärinnen des AsIPA-Desks Cora Matteo, Wendy Louis und Bibiana Joo-Hyun Ro führten und führen bis heute zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen durch. Auf diesem Weg wachsen zwei Netzwerke: auf der einen Seite knüpft sich das Netzwerk derer, die in Deutschland immer enger um die Rezeption einer Kirche der Beteiligung als Kirche am Ort ringen und auf der anderen Seite wird über missio ein Netzwerk von Instituten und Einzelpersonen koordiniert, die in Afrika, Asien und Ozeanien für den Ansatz der Kleinen Christlichen Gemeinschaften und AsIPA stehen. Die Kooperation mit Adveniat spielt zudem den Gedanken und die Konzeption und Erfahrungen der lateinamerikanischen Basisgemeinden in den pastoralen Diskus ein.

Das Jahr der Bibel 2003 bot noch einmal einen besonderen Anknüpfungspunkt und Rahmen, das bibelbasierte Projekt „Spiritualität und Gemeindebildung“ in den deutschen Diözesen bekannt zu machen und zur Beteiligung einzuladen. Das Jahr 2004 konsolidierte das gesamte Projekt. Im Dezember 2004 fand das erste bundesweite Treffen aller Interessierten an den Kleinen Christlichen Gemeinschaften unter dem Thema „Gemeinsam ein Feuer entfachen“ im Oblatenkloster in Hünfeld statt. Es konstituierte sich ein nationales Steuerungsteam für den „AsIPA-Prozess“ in Deutschland. Der ehemalige missio-Diözesanreferent von Osnabrück, Herr Dieter Tewes, übernahm die Leitung dieses Projekts. Im Folgejahr wurde eine eigene Website www.asipa.de begründet, die einen Gesamtüberblick über alle Bemühungen zum Aufbau von Kleinen Christlichen Gemeinschaften leistete und die inzwischen erarbeiteten Materialien bereitstellte. Diese Website ist mittlerweile abgeschaltet. Die Nachfolge-Website ist unter www.kcg-net.eu erreichbar.

In den letzten Jahren ist die Zusammenarbeit mit dem philippinischen Pastoralinstitut Bukal ng Tipan in Manila für die Fortentwicklung besonders bedeutsam geworden. Inzwischen gehen pro Jahr mindestens drei Lern- und Begegnungsreisen mit pastoralen Teams aus deutschen Diözesen entweder direkt nach Bukal oder in andere Pastoralinstitute des Südens.

Die Lerngemeinschaft Weltkirche funktioniert bis heute und wir laden Sie sehr herzlich ein, sich mit uns auf den Weg zu begeben, auf eine neue Art Kirche zu sein.

Dr. Norbert Nagler

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