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Inhalt

Zur Lage der Menschenrechte in Kambodscha

- Menschenrechtsstudie 17 -

Die Studie untersucht die Stellung und die Rolle der Religionen für das heutige Kambodscha auf dem Hintergrund der jüngeren Geschichte des Landes. Die Schreckensherrschaft der „Roten Khmer” unter Pol Pot (1975-1978), die zwar nur gut zwei Jahre dauerte, hat das Land bis in die Grundfesten erschüttert und bis heute weiter wirkende Schäden und Traumata hinterlassen. Alle Religionen des Landes wurden während dieser Zeit verfolgt und ihre Organisationsstrukturen weitgehend zerstört.

Kambodscha befindet sich noch immer in einer Aufbauphase, die von vielen Problemen begleitet wird. Die politischen Parteien sind nach den Neuwahlen im Jahr 2003 tief zerstritten. Im Land herrscht Korruption. Die juristische Aufarbeitung der Verbrechen der „Roten Khmer” lässt immer noch auf sich warten. Der Aufbau eines funktionierenden Rechtssystems ist bisher immer noch nicht gelungen. Die rapide Zunahme der HIV-Infektionen und der Ausbruch von AIDS gefährden immer größere Teile der Bevölkerung. Die großzügige Hilfe internationaler Organisationen und vieler Nichtregierungsorganisationen helfen mit, den Aufbau des Landes voranzubringen, leiden aber unter Koordinationsproblemen. Die Religionsgemeinschaften im Lande, allen voran der Buddhismus, der wieder zur Staatsreligion wurde, beteiligen sich am Aufbau von Staat und Gesellschaft.

Die christlichen Kirchen, die zahlenmäßig kleine Minderheiten sind, haben außerdem noch das Problem, dass ihre Mitglieder vornehmlich Vietnamesen oder Personen vietnamesischer Herkunft sind. Das kirchliche Personal der katholischen Kirche Kambodschas rekrutiert sich nach dem Verlust der meisten einheimischen Kräfte während der Zeit der „Roten Khmer” vornehmlich aus ausländischen Priestern und Ordensleuten. Dies verstärkt noch den Charakter der katholischen Kirche, eine ausländische Kirche zu sein. In den Augen der kambodschanischen Öffentlichkeit erscheinen die christlichen Kirchen vorrangig als karitative Organisationen und weniger als Religionsgemeinschaften. Ungeachtet dessen versuchen die Religionsgemeinschaften den ausstehenden Prozess der Versöhnung voranzubringen, wobei sie aber selber auch leicht Ziel von Angriffen werden könnten.

(2004)

Der Autor

Georg Evers, *1936 in Emmerich; 1958-61 Studium der Philosophie in München mit Abschluss des Lizentiats; 1962-64 Studium der japanischen Sprache, Geschichte und Kultur in Kamakura: 1965-69 Studium der Theologie an der Sophia Universität in Tokio mit Abschluss Lizentiat und Master of Theology: 1969-72 theologische Promotion bei Karl Rahner in Münster mit einer Arbeit über Theologie der Mission u. Religionen; 1973-79 Referent für ökumenische und interreligiöse Erwachsenenbildung in Bendorf b. Koblenz. 1979-2001 Asienreferent im Missionswissenschaftlichen Institut Missio in Aachen; In den Jahren 1979-2001 viele Reisen in asiatische Länder. Ständige Teilnahme und Mitarbeit an wichtigen theologischen Konferenzen im Rahmen der Federation of Asian Bishops' Conferences (FABC).

Download

Zur Lage der Religionsfreiheit im Königreich Kambodscha / Religious Freedom in the Kingdom of Cambodia / La liberté religieuse au royaume du Cambodge (PDF, 0.31 MB)
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    Asien ist mit rund 44,6145 Mio. km² der größte Kontinent und umfasst etwa ein Drittel der Landmasse der Erde. In Asien leben mit etwa 4 Milliarden Menschen etwa 60% der Weltbevölkerung. Das Wort Asien stammt aus dem Assyrischen und bedeutet Sonnenaufgang. Es entspricht also dem lateinischen Wort Orient oder dem deutschen Morgenland.

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