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Inhalt

Gewalt gegen Christen in Indien – eine Erwiderung

Demokratie, Säkularismus und Pluralismus in Indien

- Menschenrechtsstudie 32 -

Die Studie befasst sich mit einem heiklen und brisanten Thema: Welches Bild bietet Indien als säkulare demokratische Nation, die in Angst vor wiederkehrenden ethnischen und religiösen Gewaltakten gegen religiöse Minderheiten und marginalisierte soziale Gruppen lebt? Ist religiöser Pluralismus, insbesondere in seiner fundamentalistischen Ausprägung, die Wurzel der Konflikte und Auseinandersetzungen? Der historische Hintergrund der derzeitigen hasserfüllten kommunalistischen Politik in Indien bildet den Schwerpunkt der Untersuchung. Zwei wichtige Faktoren können ein wenig Licht auf den schleppenden demokratischen Prozess im heutigen Indien werfen. Zum ersten ist dies die Teilung Hindustans im Jahre 1947 in zwei Nationen, was zu beispiellosen Gewalt- und Bluttaten führte. Fast 10 Millionen entwurzelte Hindus und Muslime flohen über die Grenzen der beiden neuen Nationen. Vermutlich etwa eine halbe Million Menschen fiel brutalen Rachefeldzügen von Hindus, Muslimen und Sikhs zum Opfer, vor allem in Delhi, Punjab und Bengalen. 40 Millionen Muslime blieben im neuen Indien und 8 Millionen Hindus in Pakistan – beide Seiten traumatisiert und voller Groll (Watson, 1992: 159-161). Leider wiederholte sich die Geschichte in den folgenden Jahrzehnten immer wieder. Mahatma Gandhi, der für den Frieden fastende und betende Vater der Nation, wurde am 30. Januar 1948 wegen seiner verständnisvollen Haltung gegenüber den Muslimen und dem neugegründeten Staat Pakistan ermordet. Im gleichen Jahr wurde auf Befehl von Innenminister Sardar Patel der muslimische Nisam-Staat Hyderabad, der sich der Eingliederung in die Indische Union verweigerte, mit militärischer Gewalt erobert. Auch Kaschmir mit seiner mehrheitlich muslimischen Bevölkerung trat unter seinem zögerlichen Maharadscha der Indischen Union bei; bis heute gibt es dort immer wieder Unruhen, mehr als in allen anderen Regionen der Union. Vor dem Hintergrund dieser ethnisch motivierten Gewalt entschieden sich die aufgeklärten Mitglieder der Konstituierenden Versammlung Indiens unter ihrem Vorsitzenden Dr. Ambedkar für eine säkulare demokratische Verfassung, ganz im Gegensatz zum theokratischen Staat Pakistan. Der zweite Faktor ist der unglaubliche kulturelle, sprachliche, religiöse, durch das Kastenwesen geprägte Pluralismus Indiens. Die Völker der modernen Staaten Europas und der USA sprechen eine Sprache und haben im wesentlichen eine Religion und eine Kultur.

(2009)

Der Autor

Dr. Augustine Kanjamala ist Ordenspriester der Gesellschaft des göttlichen Wortes (Steyler Missionare). Er promovierte zum Doktor der Soziologie an der Universität Lancaster, England. Acht Jahre lang war er Sekretär der Evangelisierungskommission der Katholischen Bischofskonferenz Indiens. Derzeit ist er Direktor des Instituts für indische Kultur an der Universität Bombay.

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Gewalt gegen Christen in Indien – eine Erwiderung. Demokratie, Säkularismus und Pluralismus in Indien / Violence against Christians in India – A response. Democracy, Secularism and Pluralism in India / Violences envers les chrétiens en Inde – éléments de réponse. Démocratie, laïcité et pluralisme en Inde (PDF, 0.43 MB)
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