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Inhalt

Zur Lage der Menschenrechte in Malaysia

Übergriffe politischer Extremisten auf Christen: Das „Allah“-Dilemma

- Menschenrechtsstudie 37 -

Als am 8. Januar 2010 Molotowcocktails auf christliche Kirchen flogen, war es vorbei mit der Ruhe des religiösen Alltags. Offensichtlicher Auslöser dieser Angriffe war ein Grundsatzurteil, mit dem sich die katholische Kirche das Recht erstritten hatte, in den Gottesdiensten das Wort „Allah“ in der malaysischen Landessprache und damit den einzigen malaiischen Begriff für „Gott“ verwenden zu dürfen. Dies erregte den Zorn einer kleinen Minderheit chauvinistischer malaiischer Gruppen, die andere Malaien zur Unterstützung aufriefen und sich der Rückendeckung nationaler Fernsehsender und malaiisch-sprachiger Zeitungen erfreuten, die sich bereits früher einer rassistischen und frömmelnden Sprache gegenüber der Minderheiten des Landes bedient hatten. Die gegenwärtige Diskussion um die Verwendung des Wortes „Allah“ ist jedoch keine Debatte unter islamischen Geistlichen oder Gelehrten. Am Leben gehalten wird sie zum großen Teil von einigen extremistischen Gruppen, die das Thema zur Frage der rassischen und religiösen Vormachtstellung auf Grundlage des ethnisch basierten malaiischen Nationalismus hochkochen. Diese Gruppen, die für sich den Status als Ureinwohner Malaysias geltend machen, fordern von den anderen ethnischen Minderheiten in Malaysia die Anerkennung ihrer Überlegenheit.

Bei ihren Angriffen auf Minderheiten müssen diese extremistischen Gruppen kein Einschreiten des Staates befürchten. Dies geht nun schon seit geraumer Zeit so. Die „Allah“-Frage ist vorerst die letzte einer Reihe kontroverser Fragen, die von der Regierung und den genannten extremistischen Gruppen für ihre Zwecke instrumentalisiert werden. Das gegenwärtige Klima des politischen Wandels kann Gegenmittel für die in der Geschichte gründende rassistische und frömmelnde Politik der herrschenden Regierung sein.

(2010)

Der Autor

Jerald Joseph arbeitet als Capacity Building Advisor für Dignity International, eine Menschenrechtsorganisation, die auf lokaler und globaler Ebene Entwicklungsprogramme zur Förderung der Einhaltung der Menschenrechte unterhält. Er erwarb den Titel eines Bachelor of Applied Science an der Science University of Malaysia, Penang, und einen M.A. in Menschenrechten an der Mahidol University, Bangkok (Examensarbeit zur aktiven Förderung der Ureinwohner West-Malaysias). Er war als Asia Pacific Coordinator für die International Movement of Catholic Students Asia-Pacific (IMCS) und für Pax Romana ICMICA (International Catholic Movement for Intellectual and Cultural Affairs) tätig. Er ist Mitglied des Vorstandes von Pusat Komas, Kuala Lumpur und des Civil Society Advisory Committee (CSAC) der Commonwealth Foundation, London. Darüber hinaus arbeitet er in beratender Tätigkeit für eine Vielzahl von NROs, darunter das Forum Asia, die Asian South Pacific Association for Basic and Adult Education, Mumbai, und das South East Asia Popular Communication Programme, Jakarta.

Download

Übergriffe politischer Extremisten auf Christen: Das „Allah“-Dilemma / Malaysia: Christians Harassed by Political Extremists: The “Allah” Dilemma / Malaisie – Les chrétiens persécutés par des extrémistes politiques : la polémique « Allah » (PDF, 0.3 MB)
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