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Inhalt

Zur Lage der Menschenrechte in der DR Kongo

Eine Bilanz der Gewalt

- Menschenrechtsstudie 47 -

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist seit Jahren von heftigen Kämpfen zwischen verfeindeten in- und ausländischen Truppen und Milizen erschüttert. In diesem Umfeld ereignen sich tagtäglich schreckliche Menschenrechtsverletzungen, die auch erfahrene Kriegsberichterstatter erschüttern. Zu dem Schrecklichsten, was sich in dieser Situation regelmäßig ereignet, gehören systematische Vergewaltigungen von Mädchen und Frauen, die nicht nur einzelne Frauen, sondern gezielt die gesamte Familien- und Dorfgemeinschaft zerstören wollen. Und die Frauen, die das Martyrium überleben, bleiben gedemütigt und verletzt zurück. Für viele gibt es kein Zurück in ihre Dörfer mehr. Damit wird auch gezielt der familiäre Zusammenhalt zerstört, was der Zukunft sowohl der Opfer als auch der sozialen Gemeinschaften langfristig schadet und den Weg in eine friedliche Zukunft ungemein erschwert.

In dieser Situation begaben sich über 1,7 Millionen Menschen auf die Flucht und suchten als Binnenvertriebene eine neue Heimat innerhalb des Landes oder flohen in ein Nachbarland (160.000 Menschen) (vgl. UNHCR: Global Trends 2010. 38). Gewaltsam vertriebene Menschen – das wissen wir auch aus den Erfahrungen in Europa – lassen ihre Heimat zurück und gehen einer ungewissen, oftmals ungleich schwierigeren Zukunft entgegen. Im Gepäck haben sie nur das Allernötigste, müssen aber die teils grausamen Erfahrungen und Verletzungen mitnehmen, die sie im Bürgerkrieg erlitten haben.

Für uns als Christen ist es unabweisbare Aufgabe, uns mit ihnen solidarisch zu zeigen, sie zu unterstützen und zu begleiten. Ein deutlicher Appell erging diesbezüglich vom seligen Papst Johannes Paul II. in seinem nachsynodalen Schreiben „Ecclesia in Africa“ (1995): „Eine der bittersten Folgen der Kriege und der wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist das traurige Phänomen der Flüchtlinge und Vertriebenen, eine Erscheinung, die, wie die Synode ausführt, tragische Dimensionen erreicht hat. [Deswegen] erlasse ich [...] einen dringenden Appell, damit diesen Menschen überall, wo sie sich befinden, in Afrika oder auf anderen Kontinenten, materielle Hilfe gewährt und pastoraler Beistand geleistet werde.“

missio hat es sich zur Aufgabe gemacht, Priester, Ordensleute und Laienmitarbeiter zu unterstützen, die den Menschen vor Ort wichtige Hilfe bieten. Einige von ihnen sind auch Autoren der vorliegenden Menschenrechts-Studie. Dabei geht es nicht nur um die materielle Sicherheit, sondern auch um die Heilung der seelischen Wunden. Die Opfer müssen dabei unterstützt werden, das Erlebte aufzuarbeiten, Selbstvertrauen zurückzugewinnen, Vertrauen in die Zukunft zu entwickeln. Damit wird kein Verbrechen ungeschehen gemacht. Und auch der Bürgerkrieg im Ostkongo wird nicht gestoppt. Aber verwundeten und verletzten Menschen kann geholfen werden, sie erhalten neuen Lebensmut und die Kraft, einen Neuanfang zu wagen. Damit leistet die Kirche einen Beitrag, damit verwundete Frauen und ihre Familien wieder zurück ins Leben finden.

(2012)

Herausgeber: Dr. Otmar Oehring

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DR Kongo: Eine Bilanz der Gewalt (PDF, 0.52 MB)
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