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Inhalt

Zur Lage der Menschenrechte in Ägypten

Die Entstehung der neuen Verfassung: Analyse und Bewertung

- Menschenrechtsstudie 53 -

Ägypten steht im Zentrum von missios bundesweiter Kampagne zum Monat der Weltmission 2013. Ganz besonderes Augenmerk gilt dabei der Situation der Menschenrechte und Religionsfreiheit – und hier besonders der Lage der Christen.

Die Studie beschreibt den Prozess, der zur ägyptischen Verfassung vom Dezember 2012 führte. Inzwischen wurde der damalige Präsident Mohammed Mursi von der Armee gestürzt und die Verfassung wurde am 4. Juli 2013 außer Kraft gesetzt. Es ist jedoch zu erwarten, dass die Überarbeitung der Verfassung für die Zeit nach Mursi auf der Basis der Fassung vom Dezember 2012 erfolgen wird.

Die ägyptische Dezember-Verfassung ist das Ergebnis eines Machtkampfes, in dem die islamistischen Parteien vom Ergebnis der ersten freien Parlamentswahlen nach der Revolution profitierten. Deutlich sichtbar trägt sie weniger autokratische Züge als jede frühere ägyptische Verfassung, weil sie die Macht des Präsidenten beschneidet und die des Parlaments ausweitet. Klar war allerdings auch, dass die Bezugnahmen auf islamisches Recht bei Nicht-Islamisten – Muslime und Christen inbegriffen – in Ägypten Ängste schürten. Inwieweit die in der Verfassung enthaltenen Verweise auf das islamische Recht in ägyptisches Recht einfließen, lässt sich gegenwärtig noch nicht abschätzen. Daher ist es mit Sicherheit wichtig, die Rechtsprechung und rechtlichen Entwicklungen in Ägypten zu verfolgen, zumal die islamistischen Parteien eine Kraft bleiben werden, mit der man rechnen muss.

Die Menschenrechtsstudie dient deshalb auch dem besseren Verständnis von Ägyptens zukünftiger verfassungsrechtlicher Entwicklung. missio wird auch die weitere Entwicklung des Landes am Nil aufmerksam beobachten.

(2013)

Der Autor

Cornelis Hulsman (*1955) ist ein niederländischer Soziologe. Er studierte Entwicklungssoziologie an der Universität Leiden, wo er sich auf das Thema Islam und Christenheit im Nahen Osten spezialisierte. In seiner Abschlussarbeit befasste er sich mit den Ursachen für den Völkermord an den Armeniern im Jahr 1915. Zwischen 1984 und 1994 bekleidete Hulsman Führungsfunktionen in der niederländischen Einwanderungsbehörde. Parallel zu seiner Tätigkeit engagierte er sich für den Dialog zwischen Muslimen und Christen und warb um Hilfe für die Armen in Ägypten. Später beschlossen er und seine Frau, die koptische Ägypterin Sawsan Gabra Ayoub Khalil – von Beruf Ingenieurin -, sich mittels Dialog und Hilfe für die Armen stärker der Unterstützung der koptischen Kirche in Ägypten zu widmen. Aus diesem Grund gab er 1994 seine Stelle als Leiter der Stichting Dienstverlening Emigratie Nederland auf und siedelte mit seiner Familie nach Ägypten um. Zusammen mit seiner Frau untersuchte Hulsman die Berichte verschiedener westlicher Medien über die Spannungen zwischen Muslimen und Christen und gründete 1997 den Religious News Service from the Arab World, Vorläufer des späteren Arab-West Reports. 2005 gründeten sie das Center for Intercultural Dialogue and Translation. Nach mehr als 3 Jahren erhielten sie 2008 die offizielle Anerkennung des ägyptischen Sozialministeriums für das Center for Arab-West Understanding, an dessen Gründung sie beteiligt waren. Über die Jahre sichteten Cornelis Hulsman und seine Frau hunderte von Presseartikeln und bauten mit der Unterstützung vieler Studenten eine umfangreiche Datenbank auf. Auf ihre Dokumentation und Forschungsarbeit stützen sich viele Wissenschaftler. Lob für ihre Arbeit erhielten sie von Wissenschaftlern aus Ägypten und dem Ausland sowie von Oberhäuptern der Christen und Muslime. An der Zeremonie zum Start ihres Electronic Network for Arab-West Understanding nahm Prinz Hassan bin-Talaal von Jordanien teil.

Download

Die Entstehung der neuen ägyptischen Verfassung: Analyse und Bewertung (PDF, 0.34 MB)
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