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Kirgisistan

- Länderberichte Religionsfreiheit 37 -

18. Januar 2018

Nach Erlangung der Unabhängigkeit Kirgisistans im August 1991 machten sich viele muslimische Gläubige auf den Weg, die Verbindungen zur Ummah, der islamischen Gemeinschaft, neu zu knüpfen. Beinhaltete das Sowjeterbe eine zentral geleitete Aufsicht über die muslimischen Gemeinden, hielten nun neue Ideen und Glaubenspraktiken langsam Einzug in die religiöse Landschaft der Republik. Den alten Imamen aus der Sowjetzeit traten zunehmend im Ausland ausgebildete junge Theologen zur Seite.

Im Gegensatz zu anderen muslimisch geprägten Staaten der Region, in denen neue religiöse Ideen und Inhalte häufig mit Extremismus und gesellschaftlicher Destabilisierung gleichgesetzt wurden, nahm man diesen Prozess in Kirgisistan lange Zeit nicht als Bedrohung wahr. Allerdings gibt es auch in Kirgisistan vermehrt Anzeichen für einen religiös aufgeladenen „Diskurs der Angst“ und für Versuche, die staatliche Kontrolle über die religiösen Angelegenheiten der Bürger auszuweiten.

Das zunehmend autoritär geführte Regime macht auch vor der Einschüchterung der freien Presse nicht halt. Der radikale Islam ist für die Vertreter der Regierung ein willkommenes Schreckgespenst, und dies umso mehr, je häufiger der Krieg in Syrien Nachrichten von aus Zentralasien stammenden Kämpfern – auch aus Kirgisistan – in den Reihen des „IS“ produziert. Vor dem Hintergrund einer stagnierenden Wirtschaft und endemischer Korruption unter den politischen Eliten droht der autoritäre Zug des Regimes am Ende das zu befördern, was er nach eigenen Angaben zu verhindern sucht: die Radikalisierung einer über weite Strecken enttäuschten und perspektivlosen Jugend im Land.

Auf der Grundlage dieser Dynamik setzt sich der folgende Bericht, der von missio und Renovabis gemeinsam herausgegeben wird, mit dem Verhältnis zwischen Politik und Religion in Kirgisistan auseinander. Im Zentrum steht dabei der Konflikt zwischen dem an größtmöglicher Kontrolle interessierten Staat und den Glaubensgemeinschaften mit ihrer Forderung nach religiöser Freiheit.

Bibliographische Angaben

Alexander Wolters, Religionsfreiheit: Kirgisistan, in:
missio, Internationales Katholisches Missionswerk e.V. (Hrsg.),
Länderberichte Religionsfreiheit, Heft 37, Aachen 2017

Redaktion: Katja Nikles

ISSN 2193-4339
missio-Bestell-Nr. 600 545

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Länderbericht Religionsfreiheit: Kirgisistan (PDF, 0.6 MB)
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