Sie haben Javascript deaktiviert. Möglicherweise stehen Ihnen dadurch einige Features nicht zur Verfügung. Bitte aktivieren Sie Javascript.

Subnavigation und Schnelleinstieg

Ihre Ansprechpartnerin

Katja Nikles

Katja Nikles ,
Referentin

Tel.:
+49 (0)241 / 7507-366
Kontaktformular:
zum Kontaktformular
Solidarität mit bedrängten Christen Aktion Schutzengel - Für Familien in Not. Weltweit. Wir bauen ein Haus für Alle Glauben teilen. Weltweit.

Projektauswahl

Filterkriterien
.
missio im Web 2.0: Facebook, Twitter, Google+, Youtube, Instagram, Blog » Twitter » Instagram » Youtube » Blog » Google+ » Facebook

Inhalt

Vietnam

- Länderberichte Religionsfreiheit 9 -

Mit Deutschland teilt Vietnam das Schicksal, für längere Zeit ein geteiltes Land gewesen zu sein. Während sich in Deutschland bei der friedlichen Wiedervereinigung die demokratischen Kräfte durchsetzten und ein repressives kommunistisches Regime ersetzten, war es in Vietnam umgekehrt. Hier übernahm die den Norden des Landes beherrschende kommunistisch-sozialistische Partei die Macht in dem nach langem Bürgerkrieg gewaltsam wiedervereinigten Land. Bei ihrem Bestreben, die politische und innere Einheit des Landes zu schaffen, bedienten sich die kommunistische Partei und die Regierung repressiver Methoden, um Andersdenkende in Umerziehungslagern durch langjährige Indoktrination zur Annahme der im Lande herrschenden Ideologie zu zwingen.

Für die Regierung waren die Religionsgemeinschaften, vor allem die Christen, aber auch Buddhisten, erklärte weltanschauliche Gegner, die deshalb besonderer Kontrollmaßnahmen der staatlichen Sicherheitsorgane und den für die Religionen zuständigen Ämtern ausgesetzt wurden. Sowohl Buddhisten wie auch katholische und protestantische Christen, die ihr religiöses Leben in frei gewählten Gemeinschaften leben wollten, wurden durch die staatlichen Behörden daran gehindert, ihre Versammlungsgebäude beschlagnahmt und ihre Religionsführer verhaftet oder unter Hausarrest gestellt. Berufungen auf die vom Staat in der Verfassung garantierten Religionsfreiheit wurden von den staatlichen Behörden mit Verweis auf die vom Staat erlassenen Ausführungsbestimmungen zur Religionsfreiheit zurückgewiesen, in denen die absolute Kontrolle aller religiösen Aktivitäten durch den Staatsapparat festgeschrieben sind.

In den letzten Jahren hat sich das Verhältnis zwischen den Staatsorganen und den Religionsgemeinschaften leicht entspannt. Den Religionsgemeinschaften wird eine positive Rolle für das Wohlergehen des Landes und der Gesellschaft eingeräumt. Auch außerhalb der religiösen Aktivitäten in Tempeln und Kirchen werden ihnen Freiräume eingeräumt, um sich auch auf dem sozialen und schulischen Sektor zu betätigen. Wie sich allerdings angesichts repressiver Maßnahmen der Behörden gegen religiöse Einrichtungen und Personen immer wieder zeigt, ist das Verhältnis des Staates zu den Religionsgemeinschaften immer noch nicht spannungsfrei.

missio verfolgt seit Jahren die Entwicklung in Vietnam. Auch in Zukunft wird missio über die Entwicklung des religiösen Lebens in dem asiatischen Land berichten und sowohl erhoffte positive Entwicklungen anzeigen als auch Verletzungen der Religionsfreiheit anprangern.

Bibliographische Angaben

Georg Evers, Religionsfreiheit: Indien; in:
missio, Internationales Katholisches Missionswerk e.V. (Hg.),
Länderberichte Religionsfreiheit, Heft 9, Aachen 2012

ISSN 2193-4339
missio-Bestell-Nr. 600 509

Download

Länderbericht Religionsfreiheit: Vietnam (PDF, 2.26 MB)
Icon: PDF

Diese Seite erreichen Sie auch über die Kurzadresse
arrowmissio-hilft.de/lb9arrow

© 2009-2017 missio Aachen