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„Die Armen sind meine Kollegen!“

Er ist Arzt, Abgeordneter, Familienvater und Freund der Armen. Hinter seinem sozialen Engagement steht ein Glaube, den er unbedingt weitergeben will. Ein (fiktives) Interview mit Heinrich Hahn, dem Gründer von missio.

Herr Hahn, Sie wollen den Glauben, der Sie trägt, weitergeben. Welche Rolle spielt er in Ihrem Leben?

Eine große. Ich bin in eine sehr katholische Familie hinein geboren. Zu Hause haben wir täglich den Rosenkranz gebetet. Mein Vater hatte bis zu seinem Tod ein unerschütterliches Gottvertrauen. Das hat mich sicher geprägt. Bevor ich in die Arztpraxis gehe, besuche ich die Frühmesse. Mich täglich im Gebet vor Gott zu stellen, ist fester Teil meines Lebens. Diesen Glauben versuche ich auch meinen zehn Kindern zu vermitteln.

Ist ihr Glaube auch die Triebfeder für ihr umfangreiches soziales Engagement?

Natürlich. Religion ist das höchste Gut des Menschen, besonders der Benachteiligten. Im Nächsten begegnen wir Gott. Kann ich da etwa von Menschen, die in den elendigsten Verhältnissen leben, verlangen, dass sie die vom Ärzteverein festgelegten Sätze für die Behandlung bezahlen? Die Armen behandle ich kostenlos. Auch die Bewohner des Josephinischen Institut, das ist ein Hospiz für Alte und Kranke, werde ich pflegen, so lange ich kann. Sie sind meine Kollegen.

Die Situation der unteren Schichten haben sie doch auch im Stadtrat thematisiert?

Als Stadtratsmitglied und als Arzt! Die Entdeckung der Dampfkraft hat viele Arbeiter erwerbslos gemacht und ihre Familien ins Elend gestürzt. Ich habe gesehen, wie sich bis zu drei Familien mit Hunden und Hühnern eine einzige Kammer teilen! Das ist ein Nährboden für Krankheiten aller Art. Wenn man bedenkt, dass allein die Meningitis tuberculosa in Preußen jedes Jahrgegen 30 000 Kinder wegrafft! Ich habe im Geist des Christentums an den Staat und alle, die Macht darin haben, appelliert, die Schwere und Ausdehnung dieses Übels wenigstens zur Kenntnis zu nehmen.

Diese Schärfe hat sicher einigen missfallen. Betrachten Sie sich als Anwalt der Armen?

Ich bin von der dritten Steuerklasse gewählt, das ist die unterste Schicht, die überhaupt das Wahlrecht besitzt. Abgesehen von meiner christlichen Überzeugung fordert mein Mandat den Einsatz für die Arbeiter. Die Sache mit den Wohnverhältnissen habe ich übrigens auch im Landtag vorgebracht. In Aachen habe ich die bessere Ausstattung des Armenbads und Freischulen gefordert, in denen Kinder der Fabrikarbeiter kostenlos Unterricht bekommen.

Herr Hahn, ihr Lebenswerk ist die Gründung des Franziskus-Xaverius-Vereins (FXV). Was hat sie dazu angetrieben?

Wir Christen haben alle einen Vater im Himmel und eine Mutter, das ist die katholische Kirche. Da dürfen wir doch unsere bedrängten Glaubensbrüder in der Ferne nicht vergessen! Ich empfinde eine tiefe innere Liebe zu den Missionen. Vielleicht ist Ihnen bekannt, dass ich zu deren Geschichte ein fünfbändiges Werk verfasst habe.

Wie verstehen Sie selber Mission?

Ich verstehe Mission als etwas Universales. Daher sollte der FXV immer ein allgemeiner Glaubensverein sein, der Einheit und Allgemeinheit der katholischen Kirche widerspiegelt. Bei vielen nationalen Vereinen wäre alle Einheit verloren gegangen.

Wenn jemand sagen würde: In 125 Jahren heißt die von Ihnen gegründete Bürgerbewegung missio und ist ein weltumspannendes Werk. Wie würden sie reagieren?

Ich wäre überglücklich. Denn ich betone ja immer: Fahren wir zu arbeiten fort, so lang es Gott gewährt, für die Interessen dieses großen, heiligen Werkes der Glaubensverbreitung. Es ist zur Ehre Gottes. Die Ruhe bewahre ich mir fürs Jenseits auf.

Beatrix Gramlich

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